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Schweden 2534-2537 (kompl.Ausg.) gestempelt 2006 See

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BeitragVerfasst: Do, 23 Aug, 2007 22:05 
Hej hej,

eine sehr interessante Diskussion, wie ich finde!

Da möchte ich doch einen weiteren Aspekt in die Runde schmeißen, gerade im Hinblick auf das vielzitierte Aussortieren der Kinder nach der Grundschulzeit.
Ich brauche mir zum Glück keine Gedanken darüber zu machen, in welche Schulform mein Sohn (jetzt 3. Klasse) wechseln wird.
Er bleibt wo er ist, denn wir schicken ihn zur Waldorfschule. Er wird in seinem Klassenverband bleiben und kann jeden Abschluss machen, den zu erreichen er in der Lage ist.

Diese Schulform ist sicher nicht die allgemein selig machende Verheißung und auch nicht für jedes Kind geeignet. Wir sind mit der Schule unseres Sohnes aber sehr zufrieden; auch, weil wir über monatlich stattfindende Elternabende und Elternbeteiligung am Schulleben genau mitbekommen was läuft.
Auch bei den Waldorfschulen gibt es solche und solche - wir hatten das Glück, eine sehr gute zu erwischen die, (nebenbei gesagt), von schwedischen Architekten gebaut wurde.

Könnt ihr Euch hier angucken:
http://www.duesseldorf.waldorf.net/


:YY:


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BeitragVerfasst: Do, 23 Aug, 2007 23:28 
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Beiträge: 286
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Hallo,

die Frage. "warum man nach Schweden ausgewandert ist?" hat sich schrittweise kontinuierlich in eine Bildungsdiskussion gewandelt.
Warum auch nicht?!

Einige Auswanderungswillige oder die, die schon in Schweden leben, begründen die Wahl Ihres Gastlandes
u.a. mit den besseren Bildungschancen, die man in Schweden haben soll.
Das kann man so oder so sehen.
"Lagom" ist im Zusammenhang mit Bildung eine gefährliche Vokabel.
Denn Gleichmacherei und der kleinste gemeinsame Nenner haben mit Bildungschancen nichts zu tun.

In Deutschland ist es Tatsache; daß wieder die soziale Herkunft über Bildungschancen bestimmt; und das beklage ich!

Ich möchte darauf hinweisen, daß es In Deutschland langjährige Modellversuche gibt,
denen man inzwischen eine "Alltagstauglichkeit" bescheinigen muß.

Ich nenne beispielhaft die Laborschule Bielefeld, 1970 von Prof. Hartmut von Hentig gegründet,
und in der von Anfang an bevorzugt problembehaftete Kinder aufgenommen wurden. http://www.laborschule.de/ .
Sie ist inzwischen UNESCO Projektschule und wird nach der Emeritierung von Professor von Hentig weitergeführt.
Leider finden die gesammelten Erfahrungen zuwenig Eingang in den Schulalltag.

Aber politisch wird zurzeit in NRW eine Gemeinschaftsschule diskutiert.
Zumindest ein Ansatz und hoffentlich nicht zu kurzatmig! http://www.wdr.de/tv/westpol/beitrag/20 ... CQKYXFETIQ

Gruß Gernot


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BeitragVerfasst: Fr, 24 Aug, 2007 20:42 
[quote="pannbiff"]Das Problem der schwedischen Schulen liegt im "Angleichen".

Die schwächsten Schüler bestimmen das Tempo und können so natürlich den Klassenschnitt nach unten schieben. Aus schwedischer Sicht ( keiner soll übermässig herausragen ) ist das voll ok und natürlich auch für die mittelmässig Begabten.

Intelligente KInder leiden aber darunter.[/quote]


Hallo,

möchte mich auch mal in die Diskussion einschalten.
Mein Ex-Mann plant mit unserem 11-jährigen Sohn nach Schweden umzusiedeln. Der Junge gehörte bereits in der Grundschule und jetzt in der Gesamtschule (Schleswig-Holstein) zu den Leistungsstärksten.
Obwohl ich großer Schwedenfan bin und viele Male in dem Land war, bin ich strikt gegen einen solchen Umzug. Ich denke, dass mein Sohn sein Potential bei mir in Bayern wesentlich besser ausschöpfen könnte.
Schwächere Schüler haben in Schweden deutlich mehr Chancen als in Deutschland. Stärkere Schüler bleiben auf der Strecke und werden Mittelmaß. Das hat mir meine schwedische Freundin, die selbst Lehrerin ist, bestätigt.

Elke


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BeitragVerfasst: Sa, 25 Aug, 2007 6:19 
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Elke hat geschrieben:
...Schwächere Schüler haben in Schweden deutlich mehr Chancen als in Deutschland. Stärkere Schüler bleiben auf der Strecke und werden Mittelmaß. Das hat mir meine schwedische Freundin, die selbst Lehrerin ist, bestätigt....


Wie bereits erwähnt, bestimmen die schwächeren Schüler das Klassentempo.
Schweden hat inzwischen auch ein Immigrantenproblem und eine wachsende Zahl von Kindern aus "Problemfamilien", die den Schnitt nach unten drücken.

Interessanter Artikel dazu:

Vad är det för fel på den svenska skolan?
Vad är det som ligger bakom försvagade prestationer? Ny amerikansk forskning ger ett skrämmande svar. Det är ökande social segregation i de svenska skolorna som leder till sämre skolresultat. Kärnpunkten i den nya forskningen är att inte bara betygssystem, lärarkompetens, resurstillgång och socioekonomisk bakgrund har betydelse för individens skolprestationer. Även elevgruppens sammansättning är avgörande, framförallt för barn som kommer från ekonomiskt svaga familjer. I skolor där andelen medelklassbarn är låg försämras de utsatta barnens chanser till studieframgång radikalt, oavsett om resurstillgången i övrigt är bra eller dålig.

aus: http://blogs.su.se/bmalm/Allm%C3%A4nt/bmalm-D8jr1BSx

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BeitragVerfasst: Sa, 25 Aug, 2007 6:52 
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Für die am Schulsystem Interessierten noch ein informativer Link samt Auszug

" Es gibt aber auch andere, negative Stimmen, wie z.B. auf der Seite des Deutschen Philologenverbandes.
In Stichpunkten:

* Die gestärkten Selbstbestimmungsrechte der einzelnen Schulen haben zu größeren Leistungsunterschieden geführt. So konzentrieren sich in Stockholm die besseren Schüler in einigen Eliteschulen während manche Vorortschule mit sinkendem Niveau kämpft.

* Der Anteil der Schüler, der die Gesamtschule ohne solide Grundkenntnisse verlässt, steigt. 25 - 40 Prozent der Schüler erreichen die Ziele in einem oder mehreren Fächern nicht.

* Es wurde festgestellt, dass die Leistungen in Englisch und Leseverstehen sehr gut sind (hier konnte Schweden bei der Pisa-Studie punkten), aber in Mathematik und Chemie seit Jahren sinken (hier herrscht Pisa-Mittelmaß).

* Um den Gleichheitsgrundsatz umzusetzen, soll jeder in der Gymnasialschule Hochschulkompetenz erreichen. Dies trifft aber die Leistungsschwachen, denn ehemals zweijährige Ausbildungsprogramme wurden mit mehr Theorie aufgefüllt und zu dreijährigen Programmen aufgestockt. Wer da nicht mithalten kann, wird in ein Sonderprogramm gedrängt, landet im sogenannten “individuellen Programm”.
Zitat von der Seite des skolverket: “Ein individuelles Programm kann hinsichtlich Dauer und Inhalt Unterschiede aufweisen und wird von den Ausbildungsbedürfnissen eines jeden Schülers bestimmt. Die meisten Schüler wechseln im Anschluss an das individuelle Programm in eines der landesweiten Programme oder in ein Spezialprogramm über. Sonst erhält der Schüler nach Abschluss des Unterrichtsplanes ein Abgangszeugnis des individuellen Programms. PRIV ist ein individuelles Programm für Schüler, die zu einem landesweiten Programm nicht zugelassen worden sind, weil sie keine genügenden Noten in Schwedisch, Englisch und Mathematik erreicht haben.” In der Berichterstattung erregt dieses Programm vor allem durch Thema “Schwänzen” Aufsehen.

* Der Gleichheitsgrundsatz führt auch dazu, dass alle mit rudimentärer Theorie vollgestopft werden, anstatt eine solide berufliche Ausbildung zu erhalten. Zukünftige Akademiker hingegen haben Wissensdefizite und unzureichende Fremdsprachenkompetenz.

* Die Schüler können auf der Gymnasialschule nach den Prinzipien Wahlfreiheit und Beliebigkeit leichte und unterhaltsame Kurse, wie Massage oder Tauchen, wählen. Die schwereren und mühsameren Fremdsprachen können abgewählt werden.

* In den Klassen 7 bis 9 sind nur 60 - 70 Prozent der Unterrichtenden fachlich und pädagogisch ausgebildete Lehrer. Die Kommunen sparen und die Schüler sind auf sich selbst gestellt.

* Der Beruf des Lehrers hat ein geringes Ansehen, die Bezahlung ist schlechter als in Deutschland. Die Nachwuchssuche entsprechend schwierig. Bei einer Befragung von Lehramtsstudenten gab jeder vierte an, dass er sich nur unzureichend in der Lage sieht, Schüler im Lesen, Schreiben und Rechnen zu unterrichten."

aus: http://okej.wordpress.com/2006/12/21/da ... -3-schule/

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BeitragVerfasst: Sa, 25 Aug, 2007 8:39 
Hej!

Danke für die Textauszüge. Leider funktioniert der Link (momentan?) nicht. Hat mir aber auf alle Fälle schon geholfen.

Gruß
Elke


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BeitragVerfasst: Sa, 25 Aug, 2007 8:47 
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Elke hat geschrieben:
.. Leider funktioniert der Link (momentan?) nicht. Hat mir aber auf alle Fälle schon geholfen...


Bei mir hats auch länger gedauert, ehe der Link sich öffnete...

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BeitragVerfasst: Sa, 25 Aug, 2007 11:34 
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Danke für den Link! :perfekt:

Massage und Tauchen als Schulfach :?:
Ok, wir hatten auch immer freitags die ersten beiden Stunden "im Bistro sitzen und frühstücken"....aber naja man kann es mit der Beliebigkeit auch schon etwas arg locker sehen, oder?

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Hey there, would you like to ride on the best event since suicide?



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BeitragVerfasst: Sa, 25 Aug, 2007 12:11 
Ich fand den link auch sehr interessant.

Ist es nicht von Vorteil, wenn man die Kinder nach ihren Interessen fördert. Wenn ein Kind lieber Sprachen erlernen möchte, kann es dies doch tun. Diejenigen, welche damit Probleme haben, gehen eben in eine andere Richtung. Beruflich wird sich doch sowieso Jeder nach seinen Interessen und Wünschen orientieren.

Ich finde es einfach gut, wenn den Kindern verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt werden.Dadurch haben sie doch auch viel mehr Spass am Lernen.

Ist meine Meinung

viking


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BeitragVerfasst: Sa, 25 Aug, 2007 14:41 
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Sicher hätte es einige Vorteile, wenn Kinder nur die für sie interessanten Fächer belegen dürften.

Eine solide Wissensbasis muss jedoch vorhanden sein, und so müssen ihnen auch weniger beliebte Fächer aufgezwungen werden.

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