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 Betreff des Beitrags: Dach - Ziegelwahl etc.
BeitragVerfasst: Sa, 08 Jul, 2006 17:39 
Hej Hej,

wir würden gern unser Dach neu eindecken, da manche Ziegel brüchig sind.

Im großen und ganzen sind die Ziegel aber noch in Ordnung, nur teilweise vermoost. "Ersatzziegel" sind noch vorhanden.

Von dem neumodischen Kram, womöglich noch glasiert, gefällt mir eigentlich nichts. Paßt meiner Meinung alles nicht zum Faluröd vom Holz.

Es gibt ja auch neue, eingefärbte - also auf Alt getrimmte - Neuziegel, die Patina ist da aber ziemlich gleichmäßig. Andererseits sind ja gut erhaltene, natürlich verfärbte Ziegel auch sehr begehrt und sehen ja noch am Besten aus.

Ein Fachmann kann doch beurteilen, ob die alten Ziegel noch was taugen und durch Reinigen wieder halbwegs auf Vordermann gebracht werden können, oder? Wie gesagt - ganz kaputte könnten wir aus dem vorhandenen Bestand erstmal ersetzen.

Ich denke, damit könnte man doch - bei noch guter und unverletzter Isolierung - erstmal leben. Was meint Ihr :grübel2: :grübel2:

LG Susanne


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 09 Jul, 2006 18:46 
Ich würde die Originalziegel aufs Dach setzen, also die brüchigen nur austauschen, paßt gut ............................... haben wir auch gemacht und spart eine Menge Geld :wink:


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BeitragVerfasst: Fr, 03 Nov, 2006 16:05 
Schließe mich an - Ziegel sind das Beste und langfristig sogar das Billigste für das Haus - und eigentlich das Einzige was wirklich immer zum roten Häuschen passt.
Sie lassen sich auch einzeln austauschen - passen sich problemlos leichten Unebenheiten des Dachs an - lassen Luft an die Unterkonstruktion usw.
Man achte mal nur darauf wie steril und hässlich diese Plastikdächer nach einigen Jahren aussehen - und wie klobig diese modernen eloxierten Alu-Wellblechdinger ein Dach erscheinen lassen - (brrr - schüttel.)


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BeitragVerfasst: Fr, 03 Nov, 2006 21:54 
Kann mich auch nur den Herren davor anschließen. Wir stehen aber vor einer komplett Sanierung unserer Dächer. Wir werden dann auf Blechdach im Ziegelimmitat umsteigen. Geht schneller und ist bei ca. 400 m² wesentlich günstiger auch auf die Jahre gerechnet.
LindAB.


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BeitragVerfasst: Sa, 04 Nov, 2006 13:05 
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Hej!
Bei einen Blechdach sollte man auf eine gute Beschichtung achten. Hat den Vorteil, das nicht so eine hohe Dachlast da ist. Auch die Unterkonstruktion sollte so sein, das kein Kondenswasser irgend wo stehen bleibt. Die Probleme hat man bei Ziegeln nicht. Latten und Unterkonstruktion ist gleich. Preisunterschied ist warscheinlich bei einer guten Beschichtung auch nicht so doll. Jedenfalls hier in tyskland.
Moos- und Algenbefall kann man mit einem Kupfer- oder Zinkband kurz unter dem First, an jeder Seite, verhindern. Oder jedenfalls eingrenzen.

Hejdå Skibby

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Wie man´s macht ist es verkehrt. Macht man´s verkehrt, ist es auch nicht richtig.
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BeitragVerfasst: So, 05 Nov, 2006 14:57 
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skibby hat geschrieben:
Moos- und Algenbefall kann man mit einem Kupfer- oder Zinkband kurz unter dem First, an jeder Seite, verhindern. Oder jedenfalls eingrenzen.
Hejdå Skibby


Sehr guter Tipp, nur funktioniert es auch, wenn das Band aus dem gleichen Material besteht, wie die Regenrinne?

Vorsicht bei Regenrinnen aus Zink.
Könnt ihr euch noch aus der Schulzeit an das Thema “Elektrochemische Spannungsreihe” erinnern?
Bei der gemeinsamen Verwendung von Kupferband und verzinkter Regenrinne entsteht unter Sauerstoffeinwirkung
(also z.B. bei Regenwasser) ein galvanisches Element und es kann zu einer Lochfraßbildung kommen,
weil immer ein wenig Kupfer in Lösung geht und sich im Zink absetzen kann.
Dabei werden dann geringe Mengen Zink gelöst, d. h. die Regenrinne wird immer dünnwandiger.
Natürlich kann man Kupferrohre an verzinkte Wasserrohre anschließen. Aber hier gilt die Fließregel: Kupferrohre in
Fließrichtung hinter verzinktes Stahlrohr ist kein Problem – in umgekehrter Fließrichtung jedoch tödlich.

Erich

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BeitragVerfasst: So, 05 Nov, 2006 16:56 
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Hej!
Bei Zink muß man dann Zink nehmen. Deshalb hatte ich das auch geschrieben. Soll funktionieren. Entscheidend sind die Ionen die gelöst werden. Diese sollen den Moos und Algenbefall verhindern.
Hejdå Skibby

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 05 Nov, 2006 20:27 
gamla svensk hat geschrieben:
Wir werden dann auf Blechdach im Ziegelimmitat umsteigen. Geht schneller und ist bei ca. 400 m² wesentlich günstiger auch auf die Jahre gerechnet.
LindAB.


Wobei ich zu bedenken gebe dass diese Dächer sich optisch nicht sonderlich bewährt haben. Ich kenne einige Fälle in denen die Farbschicht an einigen Stellen bereits runter ist und das blanke Aluminium durchscheint.
Einer der Betroffenen stand dann nach keinen 20 Jahren auch noch vor dem Problem dass diese Sorte Profil inzwischen nicht mehr hergestellt wurde. Und das just bevor er das Haus aus familiären Gründen verkaufen mußte.
Der Käufer hat ihm knallhart die Dachsanierung vom Kaufpreis "runterverhandelt" - obwohl das Dach technisch gesehen noch absolut in Ordnung war. Aber das Auge kauft nun einmal mit.

In schadlosem Zustand sehen die Dinger irgendwie steril aus. Ein tratditonelles Ziegeldach wirkt einfach lebendiger und dadurch freundlicher. Zudem sind die Beschichtungen oft nicht ganz lichtecht - sprich sie bleichen im Laufe der Jahre aus.
Gerade bei Häusern mit Gaupe kann auch das selsam aussehen.

Ziegel kann man übrigens auch sehr günstig gebraucht bekommen. Wenn man wenig zahlt kommt das St. Zweikuppig auf eine - wenn man viel bezahlt auf 5 Kronen.

Also ich würde im Zweifel das beibehalten was am Haus ist. Reparieren ist immer billiger als ganz neu. Die Ziegel auf meinen Gebäuden sind rund einhundert Jahre alt. Als ich das Anwesen gekauft hatte habe ich für rund 500 Kronen neue Ziegel kaufen müssen weil das Dach rund 30 Jahre nicht gewartet wurde. Von denen habe ich noch heute genügend übrig um alle paar Jahre mal den einen oder anderen Ziegel auszuwechseln, der durch herabfallende Äste o.Ä. zerschlagen wurde.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 07 Nov, 2006 6:36 
@flakmoppe

Ist ja alles richtig. Mag auch alles sein. Das Problem bei uns ist aber, dass eine Haus hat Eternitplatten die schon auf ein Minimum an Stärke verwittert sind, desweiteren befinden sich darunter Holzschindeln. Das zweite Haus hat auf der einen Seite Wellblech und auf der anderen Ziegel mit Holzschindeln darunter. Bei uns stehen also zwei Komplettsanierungen an. Nachdem ich einen Freund (Dachdecker kein Neurologe) gefragt hatte, sagte der, es ist für die alten Dachstühle wesentlich besser diese mit dem Blechdach zu entlasten. Zu den Gebrauchten Dachziegeln kann ich nur sagen: Was nützt es wenn die Dinger auch nach 5 - 10 Jahren kaputt gehen oder man zum Austausch nicht richtig rankommt. Viele Schweden steigen bei älteren Häusern auch auf Blechdächer um. Ich denke es ist Geschmackssache.
S hat ganz andere Witterungsverhältnisse als D, da kann man im Zeitraffer zuschauen wie die Sachen altern. Ein kleines Beispiel:
Ein Haus hatten wir in rot gestrichen, richtig satt, nach einem Jahr war die Wetterseite schon fast wieder rausgewaschen. Unser Ziegeldach muß jedes Jahr durch die Stürme gerichtet werden.
Der Preis ist entscheidend: Ziegel kostet bei uns ca. 30.000 € und hält bei den Witterungverhältnissen ca. 30 Jahre, Blech nur 5.000 € und hält ca. 20 Jahre. Blechdach kann ich zur Not nach einem Sturmschaden schneller reparieren.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 07 Nov, 2006 17:22 
Hejsan;

Ich picke mal nur zwei Sachen raus die von allgemeinem Interesse sein könnten:

gamla svensk hat geschrieben:
Zu den Gebrauchten Dachziegeln kann ich nur sagen: Was nützt es wenn die Dinger auch nach 5 - 10 Jahren kaputt gehen


Das ist so nicht richtig! Jahrzehnte alte Ziegel haben im Laufe hunderter Frostwechsel bereits bewiesen dass sie keinen Fertigungsmangel haben der sie "platzen" läßt.
Ein Ziegel altert nicht. Er kann jenseits von Fertigungsmängeln eigentlich nur mechanisch kaputt gemacht werden.


gamla svensk hat geschrieben:
S hat ganz andere Witterungsverhältnisse als D, da kann man im Zeitraffer zuschauen wie die Sachen altern.


Ich schätze mal Du wohnst dicht an der Küste - da mag das durchaus zutreffen.

Für Schweden allgemein gilt jedoch dass das Klima wesentlich trockener ist als z.B. der deutsche Durchschnitt. Auch gibt es weniger Frostwechsel und eine längere Phase durchgehender Kälte.

Dies sind alles entscheidende Gründe warum Anstriche und Holzkonstruktionen in Schweden in der Regel erheblich länger halten als auf dem Kontinent.
Ein richtig gemachter Anstrich mit Rödfärg hält in einer klimatisch typischen Landschaft Schwedens gut und gerne 40 Jahre (z.B. mein eigenes Haus in Dalarna - wurde 1965 zuletzt von meinem Großvater gestrichen - ich bin dann nach gut 30 Jahren Leerstand 1997 wieder dran gegangen) - in einer klimatisch typisch deutschen Gegend vielleicht 10-15 Jahre.


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