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 Betreff des Beitrags: Luchse contra Rehwild in S???
BeitragVerfasst: Do, 11 Okt, 2007 11:31 
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Jetzt mal wieder ein Thema für alle Streithammel :YYAO:

Meine Jagdfreunde in Schweden haben mir von einem Phänomen berichtet, dass Ihnen sehr viel Kopfschmerzen bereitet.

In ihrem Revier (ca. 860ha, davon 3/4 auf einer großen Halbinsel) in Mittelschweden gibt es jetzt seit 5 Jahren Luchse (wahrscheinlich sogar ein Pärchen).
Seit 20 Jahren war in diesem Revier der Rehwildbestand auf sehr gutem Niveau, gesund und kräftig.
Seit dem Nachweis des Luchses im Revier geht der Rehwildbestand drastisch zurück, es werden häufig Kadaver gefunden mit deutlichen Spuren des Erlegers. Gleichzeitig nimmt die Fuchspopulation stark zu, was wiederum den Bestand des Hasen gegen Null gebracht hat.

Da einer der Luchse offensichtlich durch Wildtierbiologen über GPS "verfolgt" wird, kann das Revier des Luchses ziemlich genau eingegrenzt werden. Die behaupten immer, dass sich das von selbst einreguliert und der Bestand sich erholen wird. Leider geht das nun schon seit Jahren und der Bestand ist eher schlechter geworden.

Meine Freunde fragen nun nach Erfahrungen in D, ob sich der Rehwildbestand wieder selbst einreguliert, oder ob mit einem dauerhaften Problem zu rechnen ist. Es ist ja noch Rehwild da, jedoch nur in sehr kleiner Stückzahl.
Der Fuchsbestand hat sich offenbar nahezu verdoppelt (wenn man das überhaupt so schätzen kann, da ja nur der Abschuß in die Statistik geht) und jetzt sind auch noch Wildschweine dazugekommen, das ist zwar für die Jäger ganz interessant, die Kleinbauern sind aber "not amused" und drängen auf den Abschuß. Der dürfte in der Topographie des Geländes wohl eher unmöglich sein und die Wutzen werden die nie wieder los.

Sachliche Beiträge erwünscht!!!

Waidmannsheil

Emaster :hey:

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Alte Böcke, alte Bäume- Gute Jagd und junge Träume- Mädchen schlank mit runder Brust-
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Es sind noch Tage bis zum 42. Bläsertreffen- Nässjö Jakthorn + Jagdhornbläsergruppe Hermannsburg-Müden in Hermannsburg


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 Betreff des Beitrags: Re: Luchse contra Rehwild in S???
BeitragVerfasst: Do, 11 Okt, 2007 12:07 
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Emaster hat geschrieben:
Jetzt mal wieder ein Thema für alle Streithammel :YYAO:

Sachliche Beiträge erwünscht!!!

Waidmannsheil

Emaster :hey:

Hej Emaster
Bei solch gravierenden Problemen auf so grossen Flächen würde ich persönlich George W. Bush ansprechen! :YYAO:

Ironie aus:


Natürlich regelt das die Natur!
Die Geschichte der Erde hat gezeigt das Arten und Populationen kommen und gehen und ob wir wollen oder nicht , greifen wir allein durch unsere Existenz in diese Zusammenhänge ein!

Nur: Hieraus zieht bestimmt jeder seine eigenen Konsequenzen! :arme:

Gell?

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:YY: Ludwig


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 11 Okt, 2007 12:22 
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Willst du einen wissenschaftliche oder eine "gefühlsmässige" Antwort?

Gefühlsmässig würde bedeuten, dass man mal nen Jagdkollegen / Förster befragt, der ähnliche Situationen schon begleitet hat.

Ich würde auch vermuten, dass sich das wieder einpendelt (aus dem Bauch heraus).

Will man das ganze genauer betrachten, wird es ungleich komplexer.
Man müsste erst mal klären, wie hoch die:
- natürliche Sterberate
- Sterberate durch Riß
- Sterberate durch Schuß
- Geburtenrate (natürlich)
- Geburtenrate (unter Stress)

bei der Rehpopulation ist.
Zudem müsste man (selbst für ein einfaches Modell) wissen, wieviel Platz und Futter die Rehe brauchen (wg. evtl. Konkurrenz durch Karnickel und Säue).

Dann muss man mal sehen, wieviel Reh die Luchse wirklich töten und verwerten. Und ob durch den (momentan angenommenen) Überfang die Qualität leidet (oder die Rehe leichter erlegbar sind).

Und noch so einiges.

Dann kommt hinzu, dass es sich um eine Halbinsel handelt, damit haben wir ein System, das nur eine Zu-/Abflußmöglichkeit bietet.

Du siehst, um sowas wirklich sauber zu hinterfragen, benötigt es einer Latte an Infos.

Aber was ich dir schonmal sagen kann:
Auch die Luchse unterliegen dem Modell des "Optimal Foraging".
D.h. um ökonomisch zu Jagen, müssen Beutesuchzeit und Jagderfolg optimiert sein.

Momentan herrscht ja wohl noch ein Überangebot an Rehen, sodass es für die Luchse ein eifaches ist, sie zu reißen, d.h. der Quotient Suchzeit/Jagderfolg(pro Zeiteinheit) ist (über)ideal.
Muss ich als Luchs erst mal 50km rumlaufen um ein degeneriertes (evtl. krankes) Reh zu schlagen, vergeht einem die "Lust". Man wandert dann eben ab - und die Rehe nehmen wieder zu.


Wie gesagt, man könnte sogar eine kleine Simulation schreiben (nur Luchs vs. Reh) und mit ein paar Formel aus der Populationsbiologie füttern.

Aber das wäre ja mit Arbeit verbunden.... :YYAY:

Deshalb ganz pragmatisch: Ja, das sollte (<= Hintertür) sich wieder einpendeln. :YYBP:

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Carpe noctem!

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 Betreff des Beitrags: Re: Luchse contra Rehwild in S???
BeitragVerfasst: Do, 11 Okt, 2007 12:24 
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Emaster hat geschrieben:
Die behaupten immer, dass sich das von selbst einreguliert und der Bestand sich erholen wird.


Leider geht das nun schon seit Jahren und der Bestand ist eher schlechter geworden.


Nun, bei sowas rechnet man in Generationen. Oder wenigstens in Jahren (was ja oft =Genartionen ist).

Es wäre unseriös auf 2-3 Jahre Aussagen zu treffen. Von daher muss man da (leider) auch etwas Gedulg mitbringen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Luchse contra Rehwild in S???
BeitragVerfasst: Do, 11 Okt, 2007 12:26 
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ludwig hat geschrieben:

Natürlich regelt das die Natur!
Die Geschichte der Erde hat gezeigt das Arten und Populationen kommen und gehen und ob wir wollen oder nicht , greifen wir allein durch unsere Existenz in diese Zusammenhänge ein!



Da hast Du vom Grundsatz recht.
Doch das bezieht sich nur auf die Gesamtheit eines Landes (resp. einer großen Fläche).
Hier ist ja durch die Topographie das Problem gegeben, dass das Rehwild nicht von allen Seiten wieder nachwandern kann.
Wie gesagt- der Abschuß ist eingestellt- trotzdem auch nach Jahren keine Besserung :YYAK:

Emaster :hey:

Übrigens gab es gestern einen sehr interessanten Bericht über die Bären, Bisons etc. im Yellowstone N.P. im TV. Dort war die Population der Bären, Bisons und Wölfe nahezu ausgerottet worden. Wölfe und Bisons konnten sich vollständig regenerieren- die Bären nicht, da das Gebiet zu klein ist für eine größere Population. Besondere Freude- seit einigen Jahren gibt es auch wieder Pumas (ohne Hilfe des Menschen)

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 Betreff des Beitrags: Re: Luchse contra Rehwild in S???
BeitragVerfasst: Do, 11 Okt, 2007 12:32 
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Herr Jeh hat geschrieben:
Emaster hat geschrieben:

Es wäre unseriös auf 2-3 Jahre Aussagen zu treffen. Von daher muss man da (leider) auch etwas Gedulg mitbringen.


:twisted: :twisted: :twisted:

Von wegen Streithammel:

Oder halt:
Bild

Der Mensch ist selten geduldig! :YYAU:
Bei sofortigen " Schnellschüssen" ( herrliches Wortspiel) sieht man sofortige Ergebnisse! ( Wie auch immer geartet) :yyheil2:

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:YY: Ludwig


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 Betreff des Beitrags: Re: Luchse contra Rehwild in S???
BeitragVerfasst: Do, 11 Okt, 2007 12:36 
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ludwig hat geschrieben:
Herr Jeh hat geschrieben:
Emaster hat geschrieben:

Es wäre unseriös auf 2-3 Jahre Aussagen zu treffen. Von daher muss man da (leider) auch etwas Gedulg mitbringen.


:twisted: :twisted: :twisted:

Von wegen Streithammel:

Oder halt:
Bild

Der Mensch ist selten geduldig! :YYAU:
Bei sofortigen " Schnellschüssen" ( herrliches Wortspiel) sieht man sofortige Ergebnisse! ( Wie auch immer geartet) :yyheil2:


:yycg:

Sorry- dieses Posting verstehe ich nicht :YYAK:

Was möchtest Du dem geneigten Leser damit mitteilen?

Emaster :grübel:

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 Betreff des Beitrags: Re: Luchse contra Rehwild in S???
BeitragVerfasst: Do, 11 Okt, 2007 12:41 
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Emaster hat geschrieben:
ludwig hat geschrieben:
Herr Jeh hat geschrieben:
Emaster hat geschrieben:

Es wäre unseriös auf 2-3 Jahre Aussagen zu treffen. Von daher muss man da (leider) auch etwas Gedulg mitbringen.


:twisted: :twisted: :twisted:

Von wegen Streithammel:

:yycg:

Sorry- dieses Posting verstehe ich nicht :YYAK:

Was möchtest Du dem geneigten Leser damit mitteilen?

Emaster :grübel:


Ich wollte nur Bezug nehmen auf deine Ankündigung mal wieder einen Aufmacher für uns Streithammel zu liefern!(Bin ich einer?)

Als Lösungsvorschlag : Das Gif was zu einer flächigen Lösung passt! ( War Spass, nicht hauen)

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BeitragVerfasst: Do, 11 Okt, 2007 12:50 
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Was ich ganz vergessen habe:

Man sollte auch nicht davon ausgehen, dass Rehpopulationen in der Größe wie wir sie huete teilweise kennen, als "natürlich" angesehen werden können.

Vielerorts fehlen eben die Großräuber und schlechte Topographie sowie unfähige Jäger (Anfüttern / falsches Zielfernrohr :wink: ) tun ihr übriges dazu, dass sich so manche Population "explosionsartig" vermehrt (was ja nich porblemlos ist - intraartlicher Stress, Konkurrenz etc.)

Tritt dann wieder ein "echter" Jäger=Räuber auf (der auch in unwegigem Terrain Jagderfolg hat), ist es nicht unmöglich/wahrscheinlich, dass Populationen dauerhaft in der Anzahl gemindert werden.

Aber eine quantitative Dezimierung muss ja nicht mit einer qualitativen einhergehen. Wen holt sich denn ein Luchs?
Den Kerngesunden jungen Bock, oder doch eher ein lahmes Kalb?

Evtl. fällt es dem Menschen nur schwer, sich auf die neuen Gegebenheiten, mit allem was dazu gehört (auch mal tote Bambis) einzustellen / einzulassen.

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BeitragVerfasst: Do, 11 Okt, 2007 13:05 
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mmh... :grübel:

das ist vom Grundsatz her einzusehen und auch bekannt :YYBP:

Jedoch haben die Freunde schon mehrere kräftige und offensichtlich gesunde Rehe gefunden, an Keulen und Geräusch angeschnitten und verendet (mit deutlichen Zeichen des Luchses).

"Anfüttern" oder Kirren ist bei meinen Freunden absolut verpönt. (es gibt lediglich eine Salzlecke und neuerdings eine Suhle für die Wutze.

Auch die Jagd wird sehr gewissenhaft betrieben. Drei Hunde mit Schweißprüfung stehen für den Fall der Fälle zur Verfügung.

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