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BeitragVerfasst: Sa, 25 Jul, 2020 14:29 
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war schon mal hier
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Registriert: 23.07.2020
Beiträge: 5
Nun. Ist es so oder nicht? Für viele lohnt sich normale Arbeit nicht, je nach Familien Konstellation, wo man wohnt und dergleichen. Ich habe bereits und werde auch demnächst wieder sowas wie einen 1€ Job oder vergleichbares Arbeiten wenn unser Sohn im Kindergarten ist. Darum geht es aber gar nicht. Eher darum, man kann es überall lesen, seit Jahren und jeden Tag wird es schlimmer, Mieten zu hoch Löhne zu niedrig.

Wenn ich das ausrechne erscheint es mir plausibel. In Nordschweden einen Verdienst von 20.000 SEK/Monat zu erreichen. Kann man davon nichts finanzieren? Kann man davon nichts ansparen? Von Sozialleistungen alleine (Sozialleistung ≠ Arbeitslos), haben wir innerhalb von 4 Jahren 8000€ angespart. Ist das krank, ja oder nein? Ist es "normal" von Menschen die nicht dazu geeignet sind zu erwarten das diese studieren sollen um sich, ein "normales" Leben leisten zu können?

Siehst du sie nicht? Rentner die Flaschen sammeln, junge gelernte Arbeiter die mit Überstunden nichtmal kleinst Kapital aufbauen können, geschweige von dem was mit den ganzen Osteuropäern hier passiert, die dann sogar um ihren Lohn geprellt werden? Es war "normal" vor einiger Zeit in die Mittelschicht kommen zu wollen und diese Mittelschicht war wohl auch in größerer Zahl vorhanden. Ich gehöre eben zu einer Generation mit einer Vielzahl von Menschen, bei welcher die Vorrangige - die Eltern - ihr ganzes Erbe welches für deren Nachkommen - also die Kinder - auf's Spiel gestzt haben und manche haben halt verloren. Es ist nunmal so.

Und es ist auch nunmal so das harte, ehrlich Arbeit einen Dreck wert ist. Zumindest nicht überall. Ich denke in Nordschweden ist es nicht so. Außerdem, ich sage ja garnicht das ich einfach da hinziehe, sondern wenn überhaupt, ich da hingehe wenn ich einen Job hätte (Sprache und Führerschein abgesehen).

Ich bin nicht ignorant, ich sehe schon ganz gute Einwände die dagegen Sprechen, aber ich bin auch nicht pessimistisch.


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BeitragVerfasst: Sa, 25 Jul, 2020 16:14 
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Registriert: 28.08.2012
Beiträge: 3729
wegvonmünchen hat geschrieben:
Ich bin nicht ignorant, ich sehe schon ganz gute Einwände die dagegen Sprechen, aber ich bin auch nicht pessimistisch.

Ich glaube, auf diese Dinge haben einige hier reagiert:

- deine Äusserung über deine Frau ("behindert mich")
- Pettson & Findus/Snöscooter
- Dein Unwillen, schwedisch zu lernen, wenn du nicht weisst, dass du hin kommmst
- deine fehlende Berufsausbildung und keine Reaktion auf Vorschläge, das nachzuholen

Das zusammen gibt einige Faktoren, die den Erfolg weniger wahrscheinlich machen. Gleichzeitig sind das alles Dinge, die du in der Hand hättest und ändern könntest, bedeutet, du könntest

- deine Beziehung zu deiner Frau aus dem Forum halten (das ist eure Sache und gehört hier so nicht her) und die Frage der Zukunft mit ihr klären
- deine Vorstellungen zu Schweden durch Informationssammlung realistischer werden lassen
- schwedisch lernen und dich damit attraktiver in Nordschweden machen
- falls das nichts wird: eine Berufsausbildung erwägen; als Tischler, Elektriker etc hast du hier gute Chancen.

Ich kenne deine Geschichte nicht, und ja, Eltern machen Fehler. Aber irgendwann muss man erwachsen werden und die Verantwortung für sein Leben selber übernehmen. Mit den Voraussetzungen, die man bekommen hat.
So ist das Leben. Das Gute ist: du hast das teilweise schon verstanden und willst Dinge ändern.
Das ist gut und gibt dir Chancen.
Ob es dann Nordschweden oder Meck-Pomm werden müssen, weiss ich nicht... in Meck-Pomm gibt es meines Wissens auch eine höhere Arbeitslosigkeit?
Aber das ist Statistik, und Wahrscheinlichkeiten sind eine Sache, Ausfälle im Einzelfall eine andere.
So wenn dein Herz an Meck-Pomm hängt (das ist ein schönes Land, keine Frage), dann besorg dir dort einen Job.
Und wenn es Glommersträsk wird: das liegt halt zwischen Pite und Storuman, mit Skellefte als nächste grössere Stadt. Dreimal am Tag geht ein Bus hin nach Skellefte, wenn Google recht hat, und genauso oft zurück... wenn man es mag...
Was deine Frau betrifft: mit einem Diabetes (Typ I oder II?) wird sie Kontakt zu einer vårdcentral brauchen, zumindest ab und an. Hier siehst du die nächstgelegenen VC:
https://www.varligger.se/view/poi/v%C3% ... tr%C3%A4sk
Ok, von meinem Wohnort ist es auch ein bisschen bis zur nächsten VC, aber nur 11 km und ich brauche die nicht so oft, was teilweise einfach Glück ist. Das aber bedeutet für mich: das (Nähe zu einer VC) muss ich nicht einplanen. Deine Frau (wenn sie mitkommt) schon. Ich habe drei Jahre in einer anderen Stadt hier in Schweden gearbeitet, während meine Frau hier gewohnt hat; das waren aber nur 120 km, so ich konnte im Prinzip jedes WE kommen.
Das sähe anders aus, wenn sie in München und du in Nordschweden bist. Auch das will überlegt sein; 6 Monate geht das mal, aber dann?
Wie auch immer: viel Erfolg mit deinem Vorhaben!
Und falls du herkommst: viel Glück in Schweden und willkommen hier.

//M

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„Drei Dinge sind unwiederbringlich: der vom Bogen abgeschossene Pfeil, das in Eile gesprochene Wort und die verpaßte Gelegenheit.“
ʿAlī ibn Abī Tālib


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BeitragVerfasst: Sa, 25 Jul, 2020 21:52 
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Mal von vibackups Worten die ich gerne teile ab:

wegvonmünchen hat geschrieben:
Und es ist auch nunmal so das harte, ehrlich Arbeit einen Dreck wert ist.

Sorry. Aber München liegt nach meinen Kenntnissen in Bayern? Da kenne ich mich am Arbeitsmarkt nicht ganz schlecht aus.
Ja München ist affenteuer. Es gibt aber bevor man Nordschweden geht auch noch den Vorwald in der Oberpfalz...eigtl. das gleiche.
Man versteht die Leute nicht, die Mentalität ist eher der schwedischen ähnlich. Die Winter sind kalt und dunkel. Egal ich schweife ab.
Arbeitsmarkt in Bayern:
Die IHKs hier fahren massiv Programme um Lehrstellen aller Richtungen zu besetzen. Da ich immer mal mit einem Sozialträger hier am anderen Ende Bayerns zu tun habe,
weiss ich, dass dort nicht wenige Programme zur Spätschulung, Umschulung, Ausbildungsbeendung etc. pp. gefahren werden...mit freien Plätzen.
Ungerlernte Hilfsarbeiter für Palettenwerke, Agrarindustrie, Verarbeitendes Gewerbe, Produktion, etc. pp. werden hier händeringend gesucht. Aber nur welche,
die auch öfter als 3x kommen.


Und MeckPomm. Nettes Fleckchen Erde. Am äußersten Ende habe ich jahrenlang gearbeitet. Als ungelernter würde ich da nicht hinmigireren...
Die Fischindustrie stirbt da oben, da werden zig Hilfskräfte etc. frei. Industrie gibt es faktisch keine mehr. Werften...schließen.
Wenn auf diesem Level besetzt wird, dann bei gleicher Eignung mit lokalen Anwärtern.
Die Landwirtschaft ist auf den den EX-LPG-Flächen hochgradig maschinenorientiert. Da werden vlt. Schlosser und Mechatroniker gebraucht.

Wenn du uns hier nicht komplett verkohlst, wovon ich erstmal nicht ausgehe (oder ausgehen will), dann bist du offenbar sehr verbittert oder was auch immer.
Aber Arbeit lohnt sich natürlich immer. wenn du irgendwo jobst und das gut machst, findest du schneller eine Festanstellung. Auch als ungelernter.
In den o.g. Branchen werden hier auch Hilfskräften Löhne gezahlt, mit denen man in LStK1 netto locker über der Grundsicherung bleibt.
(Was dann später aus den Renten wird ist ein anderes Thema).

_________________
Carpe noctem!

I elva renna, i havet venda



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BeitragVerfasst: So, 26 Jul, 2020 2:42 
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Ich selbst bin aus MV, auch wenn ich nicht in diesem Land geboren bin, aber seit 50 Jahren lebe ich dort.
Arbeit? Die Firmen denen ich seit mehr als 15 Jahren treu bin, falls ich mal eine Dienstleistung am Haus benötige: "Wir bekommen keine Fachkräfte die in unserer Firma arbeiten möchten" ....
Arbeiten und mal Jobben sind verschiedene Ansichten. Das sehe ich an unseren Kindern. Es ist eine andere Zeit heute, da jobt man.

Sicherlich ist die eigene Familie das wichtigste im Leben, und deren Bestehen und Lebensunterhalt zu sichern. Das steht aber nicht im Wiederspruch zu meiner Auffassung, das man in einer guten Firma bzw. der Branche auch eine Lebensaufgabe finden kann.

Also MV ist eigentlich keine so schlechte Idee. Und es ist nicht so sehr weit nach Schweden.
z.B. https://www.frs-koenigslinjen.com/faehr ... und-preise

Aber mal zum Anfang zurück. Selbst habe ich mir sozusagen zwei Existenzen aufgebaut, eine in MV, eine hier in Småland, es sind fast genau 10 Jahre vergangen vom Beginn eines Traums oder einer Spinnerei bis zum heutigen Zeitpunkt wo ich mich eigentlich nur entscheiden muss wo ich gerade gern sein möchte.
Fakt ist aber das ich für das alles lange Jahre gearbeitet hab, nur ein paar 1000er hätten dafür nie und nimmer gereicht.
Ich meine damit eigentlich nur, das 8k sehr sehr schnell weg sind.

Ach ja, Frau ist auch noch da!? Wenn man eine Beziehung hat in der man zusammen träumen kann, dann kann man auch zusammen versuchen was daraus zu backen, so war es bei uns. Anders glaube ich funktioniert das nicht.
Und wie auch schon gesagt wurde, BEIDE müssen arbeiten, das ist nach meiner Auffassung das wichtigste.
Ist das jetzt altmodisch, konservativ, .... ??

Problematisch finde ich immer die Aussagen "Wenn ich arbeite habe ich weniger Geld als wenn ich es nicht tue" ...
Hmm... kann man so und so sehen .... ich sehe das immer etwas skeptisch.

Vieleicht hilft es dem TS das ich auch nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde. Frau und ich haben nichts geerbt oder geschenkt bekommen. Nichts Eigentum etc. - Wohnen in der Platte, obwohl da eher das wichtigste war das man überhaupt eine eigene Wohnung hatte mit drei Kindern.
Und nun? Frau arbeitet in einer Firma die später zu WEBASTO übergegangen ist, Mann in der IT. Reicht halbwegs so, für einen Fernseher muss man sparen (waren damals so 5-6k OM für einen Farb-TV)
Ok. Neben dem Job noch einen zweiten, in Restaurants - lief gut. Waren aber auch dadurch mehrere Tage in der Woche 8+8 Stunden. Wenn man jung ist macht das nicht viel aus. Die heutigen "Partyhengste" wissen das - ist ja fast das gleiche, ausser unterm Strich :YYBP:

So ging es dann halt weiter, Kinder grossziehen, versuchen was zu sparen, und seinen Job machen - beide. Anfang der 2K dann ein eigenes Haus bauen, sicher damals mit Kredit - wir hatten niemand (Eltern) der uns etwas gibt.

Also warum soll ein Neuanfang - bzw. es ist ja eigentlich ein Anfang nicht möglich sein ...
Vieles geht wenn man nur will. Man muss nur den nötigen Biss haben war immer meine Einstellung.

Und wenn man in MV kein Schwedisch kann ist das eher nicht so das Problem :D

LG vom Odin


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BeitragVerfasst: So, 26 Jul, 2020 4:55 
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@wegvonmünchen: jetzt hast du doch ein paar richtig brauchbare Tips bekommen, u.a. was Ausbildung auch in Bayern und Arbeit in MV betrifft.
Damit sollte sich doch was machen lassen, oder?
:perfekt:

//M

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BeitragVerfasst: So, 26 Jul, 2020 9:39 
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man sollte die Bullerbü Brille aussen vor lassen wenn man nach Schweden möchte. Wer in D nicht klar kommt schafft es auch in S nicht- meine persönliche Meinung ....denn man nimmt sich uns seine Probleme beim Umzug mit! Habe in meinem Schwedenjahren etliche Leute kennen gelernt, oft Deutsche, die dort scheiterten da es an einem soliden Fundament fehlte.


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BeitragVerfasst: So, 26 Jul, 2020 12:31 
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war schon mal hier
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Tja also nix ist unmöglich wenn die nötigen Voraussetzungen vorhanden sind. Und ich finde dein Erspartes, die 8000 Mücken ist für solch eine Aktion nix. Reicht nimmer, denn du musst dabei bedenken, wenn du in der Anfangszeit in Schweden arbeitest und deine Frau bleibt weiterhin in München, dann verdienst du ja, und dann bekommt deine Frau wahrscheinlich nix mehr an Stütze, da es darauf ankommt wie hoch ist das Familieneinkommen. Du hast selbst dann zusätzliche Kosten in Schweden wie Miete, 2.Haushalt.
Außerdem bevor du anfängst, ganz wichtig der Führerschein....ohne dem geht's nicht und ein,zwei, drei gängige Berufe w.z.B. Klempner, Fliesenleger, Mechatroniker, Elektriker....kommt in Schweden super an.
Tja ansonsten noch der Tipp. Fahr erstmal dorthin paarmal und gewinne paar Erfahrungen. Vielleicht gefällt es dir dort gar nicht. Von mir Verwandte waren nach Halmstad ausgewandert und sind auch 10 Jahre später wieder zurückgekommen.....nicht weil sie dort nicht angekommen sind, nein Arbeit, Haus alles ok,.....aber der Mann kam mit der Mentalität der Schweden nicht so recht klar und seiner Frau hatte es zu oft geregnet. also beide wieder zurück nach Deutschland.


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