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BeitragVerfasst: Di, 31 Mai, 2011 12:05 
Hallo,
wir haben am letzten Wochenende endlich unser Schwedenhaus übernehmen können, und ziehen im August dorthin. Natürlich wollen wir viel verändern – es gibt eine lange Wunschliste!
Ganz vorne bei den Renovierungsarbeiten steht das Herausnehmen von Wänden, um die Räume zu öffnen und mehr Licht reinzulassen. Das Ganze soll natürlich sicher sein und die Statik nicht gefährden.
Daher die Frage – wie erkennt man auch als Laie tragende Wände? Ich habe gehört dass die Wände tragend wären, die im rechten Winkel zu den Fußbodendielen stehen? Ist das richtig? Die Wände sehen allesamt recht dünne aus…..
Holzhaus Baujahr 1936, 1stöckig + Dachboden. Holzdielen alle sichtbar
Vielleicht kennt sich jemand aus dem Forum mit diesem Thema aus

Vielen Dank im voraus
Jens


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BeitragVerfasst: Di, 31 Mai, 2011 14:12 
welche größe hat das haus...das untergeschoss?


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BeitragVerfasst: Di, 31 Mai, 2011 15:47 
Die Wohnfläche sind 250m² verteilt auf 2 Stockwerke.

Im unteren Stockwerk sind im Moment 5 Zimmer + Flur. Dies soll auf 3 Zimmer + Flur "verkleinert" werden.
Im oberen Stockwerk sind ebenfalls 5 Zimmer + Galerie die auf ebenfalls auf 3 Zimmer + Flur umgebaut werden sollen.

Der Dachboden ist zugägnglich und man kann eventuell von oben durch die Lattung sehen wie die Decke des OG gebaut ist.


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BeitragVerfasst: Di, 31 Mai, 2011 18:58 
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Registriert: 02.01.2010
Beiträge: 94
hallo, vorort könnte ich dir sagen welche wände tragend sind! aber um kein risiko einzugehen würde ich ein zimmermann, schreiner usw. zur beratung empfehlen! die kosten für die beratung sind wahrscheinlich niedriger als vielleicht ein schaden an deinem haus. ohne pläne vom haus und ortsbesichtigung ist alles reine theorie!
gruß kajo


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BeitragVerfasst: Do, 02 Jun, 2011 13:11 
schwierig

spätestens wenn es kracht weis man, es war ne tragende Wand.

Du musst schon die Konstruktion oberhalb der Wand verfolgen, Wenn da noch ne Wand drauf steht - Vorsichjt.
Und wenn da Stiele oder Balkenstöße sind, auch nicht gut.

Balken dürfen so in etwas max 4m freitragend sein, bei Häuser Anfang / Mitte des vorherigen Jahrhunderts evtl weniger.

Nimm dir nen schwedischen snickare oder Sachverständigen, die haben meistens mehr Ahnung von dortiger Bauweise als ein deutscher.

Und im Notfall Finger Weg, oder Unterzug, wenn die Restwände denn nach unten stabil genug sind


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BeitragVerfasst: Do, 02 Jun, 2011 14:22 
hej,

wie schon vorher gesagt: Fachmann holen und wenn schon einen Deutschen z.B. aus Sprach/Sprechgründen, dann einen alten im Beruf ergrauten Zimmerermeister!
Das gleiche gilt für schwedische.

Du schreibst von 'dünnen' Wänden. Wenn es dabei aber um z.B. 80 mm Massivholzwände in stehender Blockbauweise handelt, dann gehe mal davon aus, das sie 1. mehr tragen als Du vermutest und 2. dabei viel elastischer sind als gleich starke Ziegelwände. Darum ist ein gewiefter Zimmermann der richtige Ansprechpartner. Er kann aus der vorgefundenen Konstruktion die richtigen Schlüsse ziehn.

Vor allem denke im Gegensatz zum Aufbau eines Gebäudes von oben nach unten; also vom Dachstuhl abwärts. Meist muß da erstmal geändert werden!
Hast Du Pläne vom Haus? Bei einer Grundfläche von ca. 125 qm vervielfachen sich die Kräfte gegenüber einem Gebäude von sagen wir mal 60 qm.
Ziehe notfalls einen Statiker heran.

Wir haben seinerzeit diverse Wände entfernt und einen neuen Dachstuhl gerichtet, dessen Statik am Lehrstuhl für Tragwerklehre einer deutschen Fachhochschule gerechnet wurde.
Denn die Physik ist international! Dabei ging es in erster Linie um die Schneelastwerte, die auch in das innere Gefüge einer Holzkonstruktion einwirken, das heißt: Auch auf den Innenwänden abgetragen werden. Diese Angaben bekommst im Bauamt Deiner Gemeinde.


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