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BeitragVerfasst: Fr, 02 Mai, 2025 11:22 
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Leider kann ich das Gesagte aus Beobachtungen nur bestätigen.
Warum ich aber jetzt antworte: es hat hierin diesem Jahr kaum geregnet.
Das hat zu so trockenen Wäldern sowohl im südlichen Örebro län als im nördlichen Östergötland geführt, wie ich sie zuletzt 2018 gesehen habe; ich vermute, dass das Problem größer ist, bewege mich aber zu selten in den anderen Gieten, um das zu beurteilen.
Der kurze Regen über Ostern weckte zwar viel Aufmerksamkeit, konnte aber das natürlich nicht kompensieren.
lch denke, wir alle erinnern uns, was dann passierte; falls nicht:
https://sv.wikipedia.org/wiki/Skogsbr%C ... erige_2018
Und jetzt kommt der Grund meines Beitrags: im gesamten Gebiet von Skåne und dann an der gesamten Ostküste bis hoch nach Norrköping gibt es bereits jetzt eine Warnung für Waldbrände:
https://www.smhi.se/vader/prognoser-och ... /brandrisk
Das langfristig Beste wäre natürlich, wenn wir alle aufhören würden, regelmäßig Auto zu fahren, zu fliegen, wenn alle in eine Käferzählerpartei eintreten und dort die Kräfte unterstützen würden, die sich für Klima- und Umweltschutz einsetzen aber ich habe kapiert, dass das nicht geschehen wird.
Deshalb begrenze ich meine Bitte auf das Minimale:
wenn ihr nach Schweden kommt, denkt daran und steuert euer Verhalten so, dass ihr das Risiko, einen Waldbrand auszulösen, minimiert.
Einen schönen Urlaub euch allen hier und willkommen in Schweden,

//M

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BeitragVerfasst: Fr, 02 Mai, 2025 14:26 
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vibackup hat geschrieben:
Das hat zu so trockenen Wäldern sowohl im südlichen Örebro län als im nördlichen Östergötland geführt, wie ich sie zuletzt 2018 gesehen habe; ich vermute, dass das Problem größer ist, bewege mich aber zu selten in den anderen Gieten, um das zu beurteilen.


Nein, leider ist das nicht nur auf "deine" Region beschränkt. Nachdem ich gelernt habe, dass Botaniker auch wissenschaftlich arbeiten können ( :twisted: :wink: ) zeigt sich im Austausch mit den Kollegen leider ein immer größeres Ausrufezeichen...
Interdisziplinäre Forschung zeigt, in welchem Ausmaß die nördlichen Baumbestände devastieren und wie der immer stärkere Wasserverlust massive Auswirkungen auf Insektenpopulationen und den darauf fußenden Nahrungspyramiden hat.

...ich wollte jetzt ein paar Publikationen zitieren, bin mir aber bewusst, dass das wohl eher nicht so ganz ankommen wird...insofern belasse ich es dabei ;)

Falls du das noch liest: ich bin demnächst auf einer Tagung bei dir umme Ecke...kannst ja mal ne PN schicken :cool:

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BeitragVerfasst: Fr, 02 Mai, 2025 17:44 
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Passend hierzu vlt. auch eine aktuelle Entscheidung von SCA:


Zitat:
Holzkonzern greift Nachhaltigkeit an
Europas größter privater Waldbesitzer SCA verzichtet in Schweden auf die anerkannte FSC-Zertifizierung. Die lege zu viel Wert auf Artenschutz.

https://taz.de/Abholzen-schwedischer-Waelder/!6079236/

Wer schon mal Vorträge von mir gehört hat, weiß, dass ich kein 100% Verfechter des FSC-Siegels bin (allerdings aus der anderen Ecke wie SCA ;) ).
Dass die Industrie nun aber offenbar - und hier teile ich die Ansicht von WWF / Greenpeace - nun versucht solche Siegel direkt zu schwächen und diese nicht mehr ratifiziert - sicher auch mit dem Hintergedanken, den Samen einfacher "in die Quere" kommen zu können - ist schon bemerkenswert, passt aber zur allgemeinen Haltung der Industrie mittlerweile...

Bei Skydda Skogen gibt es eine ausführliche Einordnung;
https://skyddaskogen.se/svenska-pappers ... ring-fsc/#

Vor allem zu den diversen anderen "Gründen" von SCA...

Disclaimer: Wen man tiefer in die Materie eintaucht, könnte es sein, dass man :sflagge: nicht mehr ganz mit rosaroten "tiefe Wälder - unendliche Natur" - Brille sieht :YYBI:

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BeitragVerfasst: Fr, 02 Mai, 2025 20:24 
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Herr Jeh hat geschrieben:
vibackup hat geschrieben:
Das hat zu so trockenen Wäldern sowohl im südlichen Örebro län als im nördlichen Östergötland geführt, wie ich sie zuletzt 2018 gesehen habe; ich vermute, dass das Problem größer ist, bewege mich aber zu selten in den anderen Gebieten, um das zu beurteilen.


Nein, leider ist das nicht nur auf "deine" Region beschränkt. Nachdem ich gelernt habe, dass Botaniker auch wissenschaftlich arbeiten können ( :twisted: :wink: ) zeigt sich im Austausch mit den Kollegen leider ein immer größeres Ausrufezeichen...


Ich bin mir bewusst, dass ich kein Forscher bin, sondern einfach ein Mensch, der sich viel in der Natur bewegt und nach Jahren ein gewisses Gefühl entwickelt hat, wie manche Zustände schwanken über das Jahr, aber natürlich nur für die Gebiete, in denen ich oft bin.
Aber genauso natürlich war es unwahrscheinlich, dass diese beiden Gebiete Ausnahmen darstellen sollten, und die Brandwarnung bestätigt das ja auch noch.

Herr Jeh hat geschrieben:
Interdisziplinäre Forschung zeigt, in welchem Ausmaß die nördlichen Baumbestände devastieren und wie der immer stärkere Wasserverlust massive Auswirkungen auf Insektenpopulationen und den darauf fußenden Nahrungspyramiden hat.

...ich wollte jetzt ein paar Publikationen zitieren, bin mir aber bewusst, dass das wohl eher nicht so ganz ankommen wird...insofern belasse ich es dabei ;)

Schade...
:YYBP:

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BeitragVerfasst: Fr, 02 Mai, 2025 20:47 
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Herr Jeh hat geschrieben:
Passend hierzu vlt. auch eine aktuelle Entscheidung von SCA:

Ja, dass die schwedische Holzindustrie und die markägare oft nicht den Natur-, Klima- oder Umweltschutz im Sinn haben ist leider nur allzu deutlich... diese riesigen kalhyggen, die es überall gibt, können einem wirklich das Herz brechen.
Was mich fasziniert hat: innerhalb kürzester Zeit verändert sich der Boden in so einem Gebiet, fast die gesamte Humusdeckung verschwindet und weicht einer trockenen Fels- und oft Sand- oder Lehmdeckung mit darauf liegenden trockenen Holzresten.
Abgesehen davon, dass es das schwierigste (und gefährlichste) Terrain zum Passieren ist; ich kann mir gut vorstellen, dass ein wesentlicher Teil der entstehenden CO2-Emmissionen aus diesen Gebieten gar nicht von den gefällten (und vielleicht verbrannten) Bäumen kommt, sondern von dem sich schnell abbauenden organischen Material am Boden.
Wer mal nach Schweden kommt: schaut euch mal mit offenen Augen den Übergang von Wald zu so einem kalhygge an...
Dann kommen als erstes Himbeeren und Gräser, später Birken und andere Pioniere, und daran kann man sehen, ungefähr wie alt dieser Kahlschlag ist... aber auf dem Weg zu meinem Lieblingssee gibt es einen Hügel, der (glaube ich) zu trocken und zu felsig ist; der ist seit Jahren "fest" in einem sehr frühen Stadium und kommt einfach nicht in Gang mit der Wiederbewaldung...
Es gibt hier Waldbesitzer, die das anders machen wollen und dafür argumentieren, dass das Herausholen einzelner Bäume nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch besser ist, aber die haben es weder in der Interessenvereinigung der Waldbesitzer leicht (werden dort oft angefeindet) noch haben sie Unterstützung von der derzeitigen konservativ-faschistischen Regierung...
:sauer: :motz:
Und natürlich ist es idiotisch, im Moment Fichtenmonokulturen zu pflanzen; man muss nicht oft in den Wald gehen, um zu sehen, was denen droht. Aber das habt ihr ja wohl im Harz gesehen, wenn ich das richtig verstanden habe?
Da allerdings habe ich den Eindruck, dass das teilweise verstanden worden ist... diese Fichtenplantagen sehe ich seltener... und das ist ja auch kein Wald, die Artenarmut ist evident dort.
Und ja, es wachsen andere Bäume hier. Auch in Norrland.

//M

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BeitragVerfasst: Sa, 17 Mai, 2025 12:21 
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