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BeitragVerfasst: Sa, 13 Jun, 2015 20:01 
Hallo zusammen,

ich bin zufällig auf dieses Forum gestoßen auf der Suche nach Informationen bzgl. Schule in Schweden.

Wir werden im Herbst aus beruflichen Gründen nach Stockholm ziehen und während wir bzgl. allgemeiner Starthilfe und Wohnungssuche sehr durch den Arbeitgeber unterstützt werden, werfen die Themen Kinderbetreuung und Schule ein paar Fragen auf.
Unsere Söhne werden bei Umzug 5 und 1 sein und, da wir beide Vollzeit arbeiten werden, eine Ganztagsbetreuung brauchen. Nun ist unser bisheriger Stand, dass der Kleine in die förskola (i.S.v. dagis) und der Große in eine förskoleklass oder auch in eine förskola, die Kinder bis 6 Jahre nimmt, gehört - und dann hört's auch schon auf :wink:

Mit der Deutschen Schule waren wir schon in Kontakt, da hatte man uns aber aufgrund langer Wartelisten keine Hoffnung auf einen Platz für den Großen gemacht, ist also nun erst eine Option für die Einschulung im kommenden Jahr. Wie sieht das mit den förskoleklasser aus? Sind die an die Grundschule angegliedert, in die die Kinder auch eingeschult werden? Wie verschult darf ich mir das Jahr förskoleklass vorstellen? Momentan tendieren wir dazu, auch den Großen in eine förskola zu geben aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse, andererseits werden die vllt. gerade dort weniger gefordert und gefördert? Ich habe allerdings auch gelesen, dass Nicht-Muttersprachler ein Recht auf Unterricht in ihrer Muttersprache haben - wie sieht das konkret aus? Hier wäre er nun ab Herbst in eine richtige Vorschule gegangen, da er dringend entsprechenden Input braucht - wir haben nun aber keinen Vergleich zwischen dem, was in svenska förskolor und in deutschen Kindergärten geboten wird. Und kann mir jemand ganz grob was zur schwedischen Grundschule sagen (Ganztagsschule? Nachmittagsbetreuung/-angebote?)? Wir müssen uns dann im kommenden Jahr ja ggf. auch schon direkt wieder zwischen deutscher und schwedischer Schule entscheiden.

Für den Kleinen wollen wir nun eine förskola suchen. Da wir kommende Woche nach Stockholm fliegen, werden wir uns dann auch einige anschauen. Kann mir jemand was zu dem Unterschied zwischen privaten und staatlichen Einrichtungen sagen? Im Internet werden oft private Anbieter genannt bei der Frage nach einer guten förskola in xx - ich hätte jetzt keinen allzu großen Unterschied vermutet? Die Anmeldung (über die Warteliste) können wir auch erst machen, wenn wir in Schweden gemeldet sind, oder? D.h. wir müssten ab Herbst dann auch erstmal warten bis ein Platz frei wird und die erste Zeit irgendeine andere Betreuung aus dem Ärmel schütteln?

Ganz schön viel - und vermutlich auch ganz wirr, Entschuldigung. Es wäre toll, wenn mir jemand ein paar Infos aus erster Hand geben kann - so viel Zeit bleibt uns ja nun auch nicht mehr :wink:

Danke und viele Grüße
Nina


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BeitragVerfasst: So, 14 Jun, 2015 22:09 
Hej!
Und willkommen hier im Forum!

Meine persönliche Erfahrung:
Kindergarten (förskola) war bei meinen Kindern sehr viel besser als ein deutscher Kindergarten. Besser ausgebildetes Personal, sehr interessante Sachen, die gemacht wurden (in einer altersgemischten Gruppe, die sich immer wieder in feste Kleingruppen aufgeteilt hat): Thema Müll (wir sortieren Müll, wir sammeln Müll im Wald, wir gehen in den Wald und verbuddeln verschiedene Sachen, stellen Vermutungen an, was verrottet, schauen nach 2 Wochen nach.), regelmäßige Wanderungen in die Bibliothek um gemeinsam neue Bücher auszusuchen, die dann in der "gemütlichen Stunde" vorgelesen werden. Experimente, Theater spielen, basteln... Unsere Kinder haben da unheimlich viel Input bekommen, in einer sehr herzlichen Atmosphäre, viel draußen, viel Bewegung, viel Raum für eigene Erfahrungen. Guter Betreuungsschlüssel, die Kindergärtnerinnen hatten Zeit, sich mal nur mit unserem Kind aufs Sofa zu setzen und was vorzulesen.

Kindergartenzeit bekommt man so viel, wie man zum Arbeiten braucht, bezahlen tut man einen bestimmten prozentualen Anteil am Gehalt. (D.h. eine Alleinerziehende, die viel aber schlecht bezahlt arbeite, zahlt weniger und bekommt mehr Zeit als jemand der weniger, aber sehr gut bezahlt arbeitet. Sozial gerechter als in D.)

Förskoleklass:
Im Vergleich zum Kindergarten wurde da recht wenig gemacht, wir haben beim zweiten Kind überlegt, ob nicht überspringen sinnvoll wäre. (Da es vom größeren Geschwister schon lesen und teilw. schreiben gelernt hatte). Die förskoleklass ist der Schule angegliedert und es geht in dem Jahr darum, dass sich die Gruppe "findet", die Kinder lernen, die Hand zu heben und einander zuzuhören, lernen, wie es in der Schulkantine zugeht, was man auf dem Schulhof darf... Alles noch ohne eigentlichen "Unterricht", es wird gemalt und gebastelt, sehr viel gespielt. Vielen Kindern tut dieses Übergangsjahr gut, den recht "reifen" kann es zu langweilig werden.

In dem Kalenderjahr, in dem man 7 wird, fängt man im August in der 1. Klasse an.

Schule:
Klasse 1-3: Sehr liebevoll, es wird auf gute Klassengemeinschaft geachtet, viel gemeinsam unternommen, im Vergleich zu D aber viel weniger Lesen/Schreiben/Rechnen trainiert, (z.B. Ende Klasse 2 können die Schüler plus und minus im Zahlenraum von 1-20). Sehr wenige Hausaufgaben.

Nach (und evtl. vor) dem Unterricht sind die Kinder im der Schule angegliederten "fritids", die Regelung Zeit/Bezahlung funktioniert wie beim Kindergarten. Oft arbeiten die Klassenlehrer teilweise nachmittags im fritids mit bzw. das Fritidspersonal geht mit auf Klassenausflüge, betreut in der großen Pause...
Jeder Schüler erhält jeden Tag ein kostenloses Mittagessen in der Schule.

So, das war die "Kurzversion", ich hoffe, ein paar Fragen sind dadurch beantwortet.
:YY:

P.S. Das mit dem Muttersprachunterricht: Modersmålsundervisning
Das können die Kinder bei uns in der Kommun ab der 1. Klasse bekommen (woanders auch früher), das bedeutet aber nur 2 Schulstunden Deutschunterricht pro Woche, in einer Gruppe deutschsprachiger Kinder. Die Qualität ist da sehr unterschiedlich, kommt stark auf den Lehrer und die Vorkenntnisse/Wünsche der teilnehmenden Kinder an.


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