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 Betreff des Beitrags: Herr Rossi sucht das Glück
BeitragVerfasst: Sa, 19 Okt, 2013 0:19 
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Ich mach jetzt mal einen neuen Faden auf, wenn's recht ist. Für ein ganzes Faß ist es zwar noch zu früh, aber immer abwechselnd im Freude- oder Nörgelfaden zu bloggen was sich so tut wird inzwischen doch etwas unpassend. Und langsam wird es ja auch ernst mit der Auswanderei.

Bin inzwischen in Sandviken gelandet und habe einen Tag auf dem Företagarforum verbracht. Mingla ist zwar etwas, was mir gar nicht so liegt, aber manchmal muß man sich halt einfach zusammenreißen. Heute eine Reihe guter Kontakte bekommen, die sich auch durchaus interessiert gaben. Jetzt heißt es Hausaufgaben machen, solange das Eisen heiß ist. Wenigstens zwei haben versprochen, sich gleich Montag der Sache anzunehmen.

Das Vandrarhem hier ist nicht sehr romantisch und über den südländischen Pfennigfuchser im Laden unten drunter habe ich auch schon berichtet, aber wenigstens gibt es eine gescheite Internetverbindung. Seit der Abfahrt vom Faxälven war ich nur mit dem Handy über Bluetooth online, daher zwischenzeitlich etwas einsilbig. Lange will ich aber hier auch nicht bleiben, sonst schmilzt mein Geld dahin bevor ich was erreiche. Mit den Couchsurfern hier in der Region hatte ich zwar bislang nicht soviel Glück wie letzte Woche, aber noch sind längst nicht alle Optionen ausgeschöpft.

Die Haussuche wird im Hintergrund natürlich weiterbetrieben. Auf die Stücke, die ich zuerst im Auge hatte, waren auch andere heiß, und ich kam eben einen Tick zu spät. Um das letzte von mir besichtigte Objekt bei Sollefteå ist ein regelrechter Bieterkrieg ausgebrochen, damit ist es aus meiner finanziellen Reichweite geschossen. Ich schließe daraus, wenigstens bei der Auswahl nicht ganz verkehrt gelegen zu haben und hoffe, daß mich der Urteilssinn auch weiterhin nicht verläßt. Hier in der Gegend gedenke ich mir jedoch ein Grundstück anzuschauen, das seit Jahren keiner haben will, und ich will wenigstens wissen warum. Da ich sowieso nicht ganz mainstream ticke, vielleicht isses ja was für mich?

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Faxälva bedanken. Die erhaltenen Kontakte haben mir sehr geholfen, etwas Zeit zu gewinnen und "in die Schiene zu kommen". Also für Dich einen ganz dicken Strauß
:rosen:

Die letzte Woche auf einer Farm zu verbringen war so eine spontane Idee, da ich, zunächst entschlossen von da "oben" wieder abzufahren, zwischenzeitlich erst von der Veranstaltung in Sandviken erfahren habe und überlegte, wie die Zeit bis dahin wohl zu überbrücken ginge ohne allzuviel Geld auszugeben. Also Couchsurfen. Scheint nicht ausschließlich nur was für junge Leute zu sein, wie man beim Stöbern feststellt. Und es war die beste Idee seit langem, daraus sind eine gute Handvoll Freunde erwachsen. Und großes Kopfkino, von dem ich noch lange zehren werde. Also, der Plan war, sich auf dem Weg so von einem zum anderen zu hangeln, um nicht zur Last zu fallen und natürlich möglichst viele Leute zu treffen, aber schon am ersten Morgen war irgendwie klar, daß ich da kleben bleiben würde. Es war Arbeit da und ich konnte mich nützlich machen, so wurde aus der Schmarotzerei ein fairer Deal. Der Rest ist Geschichte, wie bereits berichtet. So nebenbei, vermißt vielleicht jemand im hohen Norden den Anblick von Schwarzwalduhren? Selbst wenn nicht, der alte Mann ist ein Original, das sich lohnt zu erleben. Dann schaut doch mal beim Klockhuset vorbei...

Ach ja, davor war noch ein ebenfalls mit einem Couchsurfer verbrachter sehr netter Nachmittag in Sollefteå, durch den ich Einblick in ein dortiges Energieversorgungsunternehmen und wertvolle Tips für die weitere Suche bekommen habe. Einfach unglaublich, diese Schweden. Die Berichte über ihre Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft sind kein bißchen übertrieben. Ich hätte viel mehr Wein von zuhause einpacken sollen, die Kiste ging bei der ganzen Bedankerei weg wie nix. Und der Jägermeister war ja vorbestellt... :lesen1:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Anfang... vielleicht?
BeitragVerfasst: Sa, 19 Okt, 2013 7:15 
Klasse, das scheint ein sehr vielversprechender Thread zu werden!
Scön, dass du alternative Methoden wie couchsurfing benutzt.
Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
Übrigends als alternative zu dem mittlerweile US-kommerzialisierten Couchsurfing gibt es http://www.bewelcome.org/ und halt noch den klassiker hospitalityclub.
Sind definitif einen Blick wert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Anfang... vielleicht?
BeitragVerfasst: Mo, 21 Okt, 2013 0:44 
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Danke! Bei Bewelcome scheint es keinen einzigen Eintrag im ganzen Gävleborgs län zu geben, und genau einen in Västernorrland, ausgerechnet in dem Nest wo ich jetzt als allererstes war. Hab mich aber nicht registriert um zu sehen, ob ich den/die vielleicht schon kenne ;). Hospitalityclub war irgendwie nicht auf meinem Radar, hab mal was angelegt aber das scheint etwas zu dauern bis die ein Profil freischalten. Hab den Suchkreis bei Couchsurfing etwas erweitert, hab inzwischen auch zwei Antworten, die aber abgelehnt haben weil sie das Wochenende schon Gäste hatten. War ja auch sehr kurzfristig, zugegeben. Vielleicht geht unter der Woche was. Im Prinzip bin ich auch gerüstet draußen zu bleiben bis zu ein paar Minusgraden, hätte ja sein können daß ich gleich in ein Haus einziehe wo nicht auf Anhieb alles funktioniert. Ab Mittwoch soll es sogar wieder wärmer werden.

Hab mir jetzt auch mal endlich Mobilt Bredband besorgt. Turbo-3G ist bis auf weiteres gut genug für meine Zwecke. Das Modem von Halebop für 199 kr, aber eine SIM-Karte zum Aufladen von Telia selbst, das hat sich nach etwas Nachbohren im Telia-Laden als günstigere Kombination herausgestellt. Das Starterpaket mit 4G-Modem für 599 kr, für das Telia auf seiner Webseite wirbt, gibt es für diesen Preis nur im Versand, in den Telia-Läden kostet es 999 oder bei anderen Återförsäljare noch mehr. Und das ist noch ohne Datenpaket, was von der Webseite auch nicht so eindeutig rüberkam (klick hier, dann auf "Gå vidare"). Ich mußte die gute Frau zwingen, dort nachzuschauen, und dann gab's große Kulleraugen (könnte auch geschauspielert gewesen sein wenn sie's schon wußte). Sollen sie sich halt bei Telia beschweren, daß die ihre eigenen Händler so ausbooten. Naja, ich hab ja dann trotzdem da was gekauft, also hat sie auch nicht umsonst gearbeitet. (Ich poste diese Info die Tage nochmal in dem anderen Faden, wo es relevanter ist).

Bin zwar nicht (mehr) der große Nachtschwärmer, aber wenn man sich wo einleben will, kann man schon mal antesten was Samstagabend da so los ist. Also, auf den ersten Blick nicht viel, würde ich sagen. Erinnert mich ziemlich an meinen Heimatort - Kleinstadt mit ca. 20000 Leuten, die wie Pickel am A... einer ziemlich großen Firma klebt (hier Sandvik, da Boehringer). Eine Bar wo's Rockmusik geben soll hab ich an der angegebenen Adresse nicht vorgefunden, die Disco hab ich ausgelassen wegen dem Eintritt, also mal in das Irish Pub rein. Den Schweden beim Amüsieren zuzugucken war amüsanter als der Live-Act selbst, ein einzelner Typ mit Klampfe und Repertoire aus ziemlichen Kamellen ("Daddy Oh" und sowas). Trotzdem gehen hier jung wie alt voll ab dabei. Ein oder zwei Gesichter von der Messe wiedererkannt, hab sie aber beim Schunkeln in Ruhe gelassen. Genug mingla gehabt. Die Damenwelt erschien im Verhältnis zu ihrer öffentlich wahrgenommenen Gleichberechtigung unterrepräsentiert. Vielleicht hat sie auch einfach einen besseren Musikgeschmack und hing woanders ab.

Bin heute erst mal ins Vandrarhem nach Ockelbo umgezogen. Wochenende war wieder schöneres Wetter, ideal um die Umgebung ein bißchen zu scannen, die ganzen Wege, die ich schon von Google Street View kannte. Auch einige von den Häusern habe ich mir flüchtig angeguckt, die mir seit längerem in den Immobilienseiten aufgefallen sind, nicht weil sie zum Kauf infrage kämen, sondern um meine aus der ganzen Online-RechercheTräumerei gewonnenen Vorstellungen mit der Realität abzugleichen. Kam glaube ich ganz gut hin, die Einschätzungen haben sich als eher vorsichtig erwiesen und das meiste ist in Wirklichkeit noch schöner. Das ist besser als andersrum. Die Gegend hier ist beinahe paradiesisch, wenn man die Städte verläßt. Und gar nicht so flach, wie ich dachte. Also, im Ångermanland gefällt's mir auch prima, aber das hier war der ursprüngliche Plan, also wird jetzt mal geschaut wie weit wir kommen.

Meine Hausaufgaben sind noch nicht ganz fertig, hab mich natürlich wieder ablenken lassen. Prioritäten, Mann! Aber die Nacht ist ja noch jung, oder ich stelle mir mal den Wecker auf zeitig. Morgen will ich mal hier im kleineren Ort zur Arbetsförmedlingen gehen und ein paar Dinge klären, z.B. wie ich mich ohne Personnummer in das System einklinken kann um dort mein CV überhaupt zu registrieren, wie ich die inkompatible Ausbildung da reinkriege, und ein paar Fragen mehr. Auf der Messe hab ich wohl nicht klar ausgedrückt was ich wollte, da haben sie mich erstmal weggeschickt um bei den ganzen Firmen drumherum zu fragen mit dem Hinweis, daß sowieso nur 30% der Stellen annonciert würden. Bei Sandvik waren sie über die Frage danach fast indigniert, nein, jede freie Stelle sei veröffentlicht, aber ich soll mir auf jeden Fall ein LinkedIn-Profil pflegen. Wenn man ja vorher wüßte, in welches von dem Dutzend der wichtigsten sozialen Netzwerke man Zeit reinstecken sollte? Bislang war meine Antwort darauf Null, denn sonst macht man den ganzen Tag nix anderes mehr. Abgesehen von der Grundparanoia gegenüber diesen Dingern. Ja, und einer Coaching-Firma, die sich in der Werbung speziell an Einwanderer richtet, war ich auf Anhieb nicht dunkelhäutig genug. Sie würden aber helfen, wenn Arbetsförmedlingen mich zu denen schickt. Ich brauch ja keinen der mir Händchen hält, ein paar Formulierungstips vom Insider wären aber nützlich. Ich habe keine Musterbiographie. Vielleicht mach ich mir auch zuviele Gedanken, bei den Firmen selbst war durchaus Interesse zu spüren. Wird sich ja rausstellen.

God natt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Anfang... vielleicht?
BeitragVerfasst: Mo, 21 Okt, 2013 8:34 
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Guten Morgen Onkel Klaus :smile:

Schön, von dir hier so zu lesen. Und es liest sich auch noch intressant :perfekt: :D
Mit arbetsförmedlingen hat man ja so unterschiedliche Erfahrungen wie in Deutschland, was ich so vergleichen kann. Es gibt dort Leute, die wissen, was sie tun, genauso wie Leute, die dort ihre Arbeitszeit absitzen und andere, die dort zum Arbeiten sitzen, aber nicht richtig wissen, warum - Klinken putzen ist, was ich glaube, die bessere Alternative. Auge in Auge ;-)

Schau auch mal auf die Seiten der kommunen, nach einem "inflyttarservice" oder "flytta hit"-flik oder sowas. Dahinter verbergen sich meist Leute, die solchen Leuten wie dir helfen, dorthinzuziehen, mit viel Lokalkenntnissen, wenn du dich nun schon ernsthaft entschieden hast für eine Gegend.

Was deine Formulierungen in CV und personlig brev angeht: Mach es nicht zu kompliziert. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, was du an Jobb suchst, aber wenn du halbwegs gute schwedisch-Kenntnisse hast, wird rüberkommen, was du meinst. Ansonsten stell doch Sätze oder Formulierungen hier im Forum rein, dann können wir dir gemeinsam helfen. Das hat schon bei anderen gut geklappt :smile:
Wir hatten hier auch mal einen Link zu einer intressanten CV-Seite, mal sehen, ob ich den noch irgendwie finde.
Hab den hier gefunden:
http://www.cv-guiden.se/tips/brev
Blättern doch mal dort, vielleicht hilfts auch etwas.

Viel Erfolg!!! :perfekt: :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Anfang... vielleicht?
BeitragVerfasst: Mo, 21 Okt, 2013 22:43 
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Lis hat geschrieben:
Was deine Formulierungen in CV und personlig brev angeht: Mach es nicht zu kompliziert. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, was du an Jobb suchst, aber wenn du halbwegs gute schwedisch-Kenntnisse hast, wird rüberkommen, was du meinst. Ansonsten stell doch Sätze oder Formulierungen hier im Forum rein, dann können wir dir gemeinsam helfen. Das hat schon bei anderen gut geklappt :smile:
Wir hatten hier auch mal einen Link zu einer intressanten CV-Seite, mal sehen, ob ich den noch irgendwie finde.
Hab den hier gefunden:
http://www.cv-guiden.se/tips/brev
Blättern doch mal dort, vielleicht hilfts auch etwas.
Vielen Dank. Die Seite oder so eine ähnliche habe ich schon mal gesehen. Ich habe halt als Freiberufler und Autodidakt nicht so viel an papierförmigen Beweisen, die meisten vergangenen Projekte unterliegen der Vertraulichkeit, und eine chronologische Liste von Jobs ergibt kein irgendwie sinnvolles Bild. Das ist in der IT-Branche zwar gar nicht ungewöhnlich, aber man muß sich schon was dazu ausdenken, wenn man die Richtung bzw. Arbeitsweise ändern will. Mein Schwedisch ist auch noch nicht so toll, schriftlich komme ich klar aber mündlich brauche ich noch einige Übung. Daher läuft momentan noch das meiste auf englisch, was aber in der Branche weniger ein Problem ist. Die Mehrzahl hat sich sogar sehr positiv dazu geäußert, weil ich das nun wirklich gut kann.

Lis hat geschrieben:
Mit arbetsförmedlingen hat man ja so unterschiedliche Erfahrungen wie in Deutschland, was ich so vergleichen kann. Es gibt dort Leute, die wissen, was sie tun, genauso wie Leute, die dort ihre Arbeitszeit absitzen und andere, die dort zum Arbeiten sitzen, aber nicht richtig wissen, warum -
Die sind wirklich drollig hier, da war ich heute vormittag. Wie überall sind alle wahnsinnig nett, aber was sie für eine Aufgabe erfüllen, erschließt sich wirklich nicht so einfach. Sie wußten nicht mal über die Freizügigkeit in der EU Bescheid. Und sie haben selbst gesagt, sie seien eigentlich nur dafür zuständig, die Leute, die auf den Computern des Hauses die Stellenanzeigen durchsuchen, zu, äh, betreuen oder so ähnlich. Naja, vielleicht weil es in dem Land hier keine Internet-Cafes (mehr) gibt und die armen Arbeitslosen die letzten sind, die kein Smartphone haben. Ich komme mit meinem Schlepptop ja auch schon wie ein Dinosaurier daher.

Sie konnten mir auch nicht helfen mich in das System einzuschreiben, obwohl die Webseite genau das ausgesagt hat, dann da hinzugehen. Man braucht eine Adresse in Schweden, dann gibt es die heilige Nummer vom Skatteverket, und dann geht es. Hatten wir ja in diesem Kreis schon öfter davon, aber man muß es wohl "from the horse's mouth" erfahren (gibt es so einen Ausdruck in schwedisch?) Also war das mit dem Hauskauf zuerst schon die richtige Idee, zumindest ist es die einfachste Variante, die wo man einfach mit Geld nach dem Problem schmeißt. Wie gesagt, bei einem passenden Objekt wäre das ja auch meine erste Wahl. Die spinnen, die Römer, oder wer hat die Bürokratie erfunden?

Lis hat geschrieben:
Schau auch mal auf die Seiten der kommunen, nach einem "inflyttarservice" oder "flytta hit"-flik oder sowas. Dahinter verbergen sich meist Leute, die solchen Leuten wie dir helfen, dorthinzuziehen, mit viel Lokalkenntnissen, wenn du dich nun schon ernsthaft entschieden hast für eine Gegend.
Ah guter Tip, die von Sandviken hat ein bißchen was konkretes. Hatte zunächst die von Ockelbo ausgeforscht, da hat es warme Worte aber kaum praktisches.

Lis hat geschrieben:
Klinken putzen ist, was ich glaube, die bessere Alternative. Auge in Auge ;-)
Hehe, sogar das haben sie bei Arbetsförmedlingen auch vorgeschlagen. Die Firma wo ich dann hin bin kannte den Tip aber wohl nicht, die haben etwas komisch aus der Wäsche geguckt. Hatte wenigstens eine gute Ausrede, der Laden ist eine kleinere Fabrik unter dem Dach eines internationalen Unternehmens, und auf deren Webseite gab es keinerlei Kontaktinformationen, wie man sich an dieses eine Werk wenden könnte. Das hat er dann verstanden und mir seine Karte gegeben. Aktuell hätten sie nichts, aber natürlich darf ich gerne mein CV schicken.

So, das war ein Tag mit eher wenig Erreichtem, keine Antwort von den Recruitern die sich gleich Montag melden wollten, keine Antwort von 9 offenen couch requests. Ich mümmel mich jetzt in den Schlafsack, Hotel ist mir zu teuer. Habe zweimal den Waldweg gewechselt, weil an den vermeintlich einsamen Orten immer wieder Leute unterwegs sind. Ein älteres Ehepaar kam tatsächlich auf mich zu und fragte, ob alles in Ordnung sei. Hatte schon befürchtet aus Versehen auf irgendjemand seinem Grund zu stehen, aber war nicht so. Was macht auch ein Ausländer da und hackt mitten im Wald bei den Temperaturen auf dem Computer herum? Tokig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Anfang... vielleicht?
BeitragVerfasst: Mo, 21 Okt, 2013 22:49 
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...auch ohne konkreten Vorschlag danke schon mal für die ausführliche Schilderung :YYBP:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Anfang... vielleicht?
BeitragVerfasst: Di, 22 Okt, 2013 15:55 
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So, habe ein erstes Interview nächsten Montag in Gävle :YYAX:

Prompt den ersten Fehler gemacht, in "Geek"-Kreisen ist es nämlich üblich nichts anderes als Plain-Text-Format zu verwenden, und das hab ich aus Gewohnheit beim ersten Anschreiben auch wieder gemacht. Das hat sie ein bißchen amüsiert. Aber wir sprechen ja auch LaTeX, also gleich ein richtig schönes PDF hinterhergeschickt und alles war wieder gut. Vielleicht sogar besser, auch so etwas enthält eine Information.

Unterdessen hat sich hier Regenwetter festgesetzt, dafür ist die Temperatur erträglich. Bis zum Wochenende wird sich ja wohl unterkunftsmäßig was gefunden haben...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Anfang... vielleicht?
BeitragVerfasst: Di, 22 Okt, 2013 18:49 
das ging doch fix, grattis :perfekt:

und berichte gerne weiter :YYBP:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Anfang... vielleicht?
BeitragVerfasst: Di, 22 Okt, 2013 19:42 
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Onkel Klaus hat geschrieben:
So, habe ein erstes Interview nächsten Montag in Gävle :YYAX:

Prompt den ersten Fehler gemacht, in "Geek"-Kreisen ist es nämlich üblich nichts anderes als Plain-Text-Format zu verwenden, und das hab ich aus Gewohnheit beim ersten Anschreiben auch wieder gemacht. Das hat sie ein bißchen amüsiert. Aber wir sprechen ja auch LaTeX, also gleich ein richtig schönes PDF hinterhergeschickt und alles war wieder gut. Vielleicht sogar besser, auch so etwas enthält eine Information.

Unterdessen hat sich hier Regenwetter festgesetzt, dafür ist die Temperatur erträglich. Bis zum Wochenende wird sich ja wohl unterkunftsmäßig was gefunden haben...

Plain text nur für Geeks?
Ich schreibe ausschließlich Mails in plain text... habe allerdings letztens ein hemtenta korrigieren müssen, das in diesem Format war; das an sich war kein Problem, aber die fehlenden Zeilenumbrüche zwischen den Aufgaben machten das Lesen etwas schwer...
Was die fehlenden Internetcafes berifft: entweder du gehst in die nächstgelegene Bibliothek, oder du setzt dich in das Bahnhofsgebäude (all stations guests), oder aber in die meisten Cafés... denn WLAN kann dein Schlepptop ja wohl, oder?
Lycka till!

//M

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„Drei Dinge sind unwiederbringlich: der vom Bogen abgeschossene Pfeil, das in Eile gesprochene Wort und die verpaßte Gelegenheit.“
ʿAlī ibn Abī Tālib


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Anfang... vielleicht?
BeitragVerfasst: Mi, 23 Okt, 2013 7:31 
bei uns sitzen die leute (naja, nicht einheimische Leute) immer mit ihrem Laptops und Handys vor dem Coop, der hat ein freies Wlannetz ueber das viele surfen


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