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BeitragVerfasst: Di, 27 Jan, 2026 12:13 
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Guten Tag,
ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Erdwärme Pumpen in Schweden im Einsatz sind. In Deutschland finde ich kaum welche. Installiert werden bei mir in der Gegend nur Luftwärme Pumpen.
Was sind die Gründe?
Eine bessere Förderung in Schweden?

Wer hat von Euch eine Wärmepumpe im Ferienhaus ganzjährig im Einsatz? Kann diese auch über ein Mobil Gerät gesteuert werden ?
Gruss
Sven.


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BeitragVerfasst: Do, 29 Jan, 2026 11:38 
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Wir haben keine Erdwärme aber einmal Luft-Luft und einmal Luft-Wasser. Beide Heizungen können wir über eine App von Deutschland aus steuern. voraussetzung ist natürlich W-Lan vor Ort. Da haben wir eine Fritz-Box mit SIM Karte. Die Karte läuft als Zweitkarte über meinen Vodafone Vertrag.

Ich denke mal, dass heutzutage alle neueren Heizungen über W-Lan steuerbar sind. Auch die Infrarotheizung im Keller (wegen der Wasserrohre) können wir von zu Hause aus steuern.


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BeitragVerfasst: Sa, 31 Jan, 2026 19:55 
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Der Grund, warum das in D so wenig gemacht wird (obwohl dieses die effektivste Art der Wärmepumpen) ist - wer wäre drauf gekommen - die Bürokratie. Für eine Bohrung benötigst Du in D Gutachten und Anträge sowie eine anschlieesende Abnahme, d.h. teuer und dauert. In Schweden rufst Du eine Firma an, die kommt, bohrt, installiert und fertig ist (und auch noch wesentlich billiger als in D - nicht nur die Bohrung, sondern auch die Wärempumpe). Das gilt in Schweden zumindest so auf dem Land, in den grossen Städten mag das anders sein, entzieht sich aber meiner Kenntnis.

Hartmut


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BeitragVerfasst: Sa, 31 Jan, 2026 20:56 
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Hallo Sven,
google värmepump.se und suche unter markvärme.
Da findest du Preise für die 3 möglichen Anlagen und brauchbare Beschreibungen.
Die Verdichtereinheiten gibt es in D. preiswerter im Net.
Ich heize weiterhin mit ved, wenn man die Arbeit nicht scheut, gibt es keine preiswertere Alternative.
Bei all den Värmepumpenfreunden dreht das "Stromzählerrad" diesen Winter wie ein Propeller.
Unser ehemaiges Sommerhaus, welches wir jetzt permanent als Wohnhaus nutzen, haben wir viele Jahre im Winter kalt stehen lassen. Die wasserführenden Leitungen wurden ausgeblasen und der Hyrophor samt Pumpenleitungen entlehrt. Es hat dem Haus nicht geschadet.

Andreas


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BeitragVerfasst: So, 01 Feb, 2026 11:54 
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Danke für Eure Antworten.
Das Wasserleitungen ausgeblasen werden können, wusste ich bis jetzt nicht, ist aber eine gute Idee. Ich habe hier schon "Lehrgeld" mit platzenden Leitungen bezahlt. Ich lasse seither -nach einem Umbau und neuem Wassererhitzer -alles Wasser ab, an allen Enden habe ich Schrauben zum Wasser ablassen. Das klappt seither gut. Ich bin immer wieder verwundert, wie lange das Wasser aus dem Erhitzer zur Entleerung benötigt. 6-7 h , ein kleiner Rest danach.
Zur Erd Bohrung. Ich habe gehört, das es ein spezialisiertes Unternehmen sein muss, die auch die Genehmigung beantragen. Es gibt - auch bei uns- detaillierte Wasserkarten. Eine Erdbohrung hat natürlich immer Risiken, was eine mögliche Grundwasser Kontamination betrifft. Aber auch hier glaube ich, das die Schweden viel pragmatischer sind.
Unser Haus- eine ehemaliges Bauernhaus- wird den Winter nicht geheizt, ausser wenn es sehr kalt sein sollte. Der Nachbar schaltet an solchen Tag die Stromheizung ein. Das ist ein teurer Spass. Ich bin eigentlich nicht dafür, aber für meine Frau ist es eine Beruhigung.
Holz heizen. Ich liebe es Holz zu machen, ersetzt mir persönlich jede Muckibude. Die Flammen zu beobachten ist wunderbar. Wir haben einen relativ kleinen Schwedenofen mit Specksteinen, der die gemauerte Wand auch mit erwärmt. Eine moderne Holzheizung mit Wärmetauscher und Speicher wäre besserer, die Investition ist aber mit 10-15.000 Euro zu teuer , auch müssten wir anbauen.
Den Feinstaub Anteil würde ich aber nicht unterschätzen. ( Es gibt dazu eine neue Untersuchung in Spiegel online. ) Spielt in der Einsamkeit in Schweden keine grosse Rolle. Ich verwende aber nur sehr gut abgelagertes Holz ( 10 Jahre ), das auch immer gut gespalten ist.
Allein mit dem Anfeuern -der Stoss von oben- kann der Feinstaub Anteil dabei erheblich reduziert werden. Verfeuert wird alles, meine schwedischer Nachbar schüttelt oft den Kopf, aber eine sparsame schwäbische Seele kann nichts liegen lassen. Die Asche ist übrigens eine recht guter Dünger, auch für das Gemüse.
Wenn ich in das Bett gehe, lege ich immer 2 mit Holz gefüllte Blechdosen mit Löchern in den Ofen. So entsteht Holzkohle. Holzkohle ist ein wesentlicher Anteil eine Terra Preta Produktion. Die Holzkohle wird etwas gehackt und kommt in den Boden. Die indigenen Völker am Amazonas haben Holzkohle mit Speiseresten und Urin in Kammern vergären lassen, das ist mir aber zu viel des " Guten".
Das Holz , was schwer zu spalten ist, mache ich in einer alten Ölwanne auch zu Holzkohle.
Aber auch hier setze ich immer noch Mineral Dünger wie Kalk, Kali, Phospor mit Spurennährstoffen zu. Die Sandböden in Schweden sind meist sehr arme Böden.
Herzliche Grüsse
Sven


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BeitragVerfasst: Mo, 02 Feb, 2026 19:26 
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Kleiner Tipp zum Entleeren des Warmwasserspeichers und der Trinkwasserleitungen.
Ich habe an einer gut erreichbaren Stelle jeweils in die Warmwasser- und Kaltwasserleitung eine absperrbare Druckluftkupplung installiert. Damit kann man zu den jeweiligen Armaturen das Wasser rausdrücken.
Um den Warmwasserspeicher zu entleeren, öffnet man das Sicherheitsventil an der Kaltwasserleitung und bläst in die Warmwasserleitung Luft. Das Entleeren des 100l Speichers dauert keine 10 min.


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BeitragVerfasst: Do, 12 Feb, 2026 16:45 
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Sven, warum lagerst du Holz 10 Jahre ab? Oder ziehst du die Restfeuchte im trockenem Haus raus? Eigentlich stellt sich im überdachten Außenbereich spätestens nach 2 Jahren (Birke, Erle) oder 3 Jahren (Buche, Eiche) eine Ausgleichsfeuchte ein; d.h. es kann nicht trockener werden. Also bleibt es bei um und bei 15-18%, auch nach selbst hundert Jahren. Tatsächlich habe ich mal 50-70 Jahre alte Kiefer (war in einem alten Schuppen neben einem Deutz aus der 50ern) auf's Lagerfeuer geworfen - es hat gespritzt wie blöde!


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BeitragVerfasst: Fr, 13 Feb, 2026 21:44 
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Ja, ich lagere Holz lange , bevor ich es verbrenne. 10 Jahre auch nur, weil ich jede Menge Platz habe. 3 Jahre würde ich persönlich aber mindestens lagern.
Der Vorteil ist auch, das ich auch sehr grosse Stücke in den Ofen packen kann, die aber trotzdem noch gut brennen.

Ich glaube , 90 % aller Leser hier, glauben, das das Heizen mit Holz etwas gutes, natürliches ist.
Ich lebe in Südwest Deutschland in einer guten Wohngegend, viele Einzelhäuser.
Was hier ( in D ) im Winter an feuchtem, schlechten Holz verheizt wird, ist für mich erschreckend, ich kenne solche Dinge aber auch aus Schweden. Dort gefühlt etwas weniger, weil fast nur Weichholz wie Birke, Fichte, Kiefer in das Feuer kommen. Das passiert ja nicht weil die Menschen kein Geld haben und Holz machen müssen, es muss am Abend schon eine schöne“ Flammen Unterhaltung“ her. ( Liebe ich ja auch, sehr sogar.) Ich denke , wir werden bei einer Holz Verbrennung an guten und funktionierten Filteranlagen nicht vorbeikommen. Ist für meinen schwedischen Nachbar schon der Anfang vom Ende eines freien Lebens.

Als Anlage eine Veröffentlichung aus dem SPIEGEL in 2026
»Holzöfen emittieren mehr lungengängigen Feinstaub als alle Verbrennungsmotoren zusammen.«
»Holzverbrennung ist die dreckigste und gesundheitsschädlichste Heizmethode.«
Prof. Achim Dittler, Leiter Arbeitsgruppe Gas-Partikel-Systeme am Institut für Technologie in Karlsruhe (KIT)


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BeitragVerfasst: Sa, 14 Feb, 2026 12:12 
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Ein Feuer muss heiß sein, die Flamme darf nicht wabern. Das geht nur mit vernünftig abgelagertem Holz und ausreichender Luftzufuhr.

Aber abgesehen davon finde ich auch, dass alle Öfen sofort verboten gehören. Denn, ganz sicherlich gibt es überhaupt kein wirtschaftliches Interesse von irgendjemanden, Filteranlagen herzustellen und zu verkaufen. Der viel zu oft zitierte Professor weiß auch gut die Gunst der Stunde zu nutzen, um mehr Mittel für sich und seine Forschungseinrichtung zu akquirieren, denke ich. Ich vermisse eigentlich nur noch, dass hier bald irgendeine Studie zitiert wird, in der dem Heizen mit Holz die Nachhaltigkeit abgesprochen wird. Auch das würde den Zeitgeist der urbanen Gesellschaft sehr gut treffen - keine Ahnung von irgendwas aber Meinungen unreflektiert herausposaunen, deren Grundlage oftmals die offenbar von Eigeninteressen beeinflussten, subjektiven Interpretationen von diversen Untersuchungsergebnissen einzelner Wissenschaftler ist. Was gerne im Einfluss von Emotionen vergessen wird, ist, dass Ergebnisse immer Spielraum für verschiedenste Interpretationen haben. Grundsatz von wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist daher die Diskussion über diese unterschiedlichen Interpretationen und genau das findet immer seltener statt. Vor der Veröffenltuchung seiner persönlichen Interpretation fand bei deinem Professor diese Diskussion, vermute ich, eben nicht statt. Er veröffentlichte also, unter Missachtung zumindest eines wissenschaftlichentlichen Grundsatzes, nur seine persönliche Meinung. Und der Spiegel hat sie dann schnell gedruckt, ohne sich diese anderen Interpretationen anzuhören. Früher gab das so was nicht beim Spiegel, höchtens beim Stern und seinen Tagebüchern :roll:

Falsche Dinge werden nicht richtiger durch eine häufige Veröffentlichung. Das, und alles davor, ist nur meine persönliche Meinung und kann bei Bedarf gerne ignoriert werden.


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BeitragVerfasst: Sa, 14 Feb, 2026 20:51 
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Ich heize seit Anfang der 1990iger Jahre mit Holz. Angefangen habe ich damit in D. aus Kostengründen und so ist das heute noch. Der gemütliche Feuerschein, das angeblich gesünder gegarte Essen ist ein angenehmer Nebeneffekt. Es gibt im ländlichen Bereich viele, bei denen es finanziell nicht so üppig aussieht. Irgendwelche Gutachten von wohlhabenden grünen Aktivisten interessieren mich nicht. Mit staatlichen Subventionen , auf Kosten der Allgemeinheit gepamperte neue Energien lehne ich ab. Als Techniker bin ich u.a. viele Jahre in schwedischen Fernwärmeanlagen tätig gewesen. Dort wurde die Wärmeenergie zum grossen Teil mit flispannor erzeugt. Zu Beginn eine preiswerte Angelegenheit heute für viele Haushalte ein finanzielles Disaster.
Es wird eine Herausforderung für die Politik sein, die Bevölkerung mit bezahlbarer Energie zu versorgen. Im ländlichen Bereich den Menschen eine preiswerte Möglichkeit der Wärmeversorgung durch heizen mit Holz zu erschweren oder zu nehmen ist aus meiner Sicht dumm.
Ich lagere mein Brennholz 2 Jahre und Birke ist kein Weichholz.

Andreas


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