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BeitragVerfasst: Fr, 18 Okt, 2013 22:38 
Hallo zusammen,

nachdem ich hier schon viele, nützliche Infos erhalten habe, möchte ich nun in meinem ersten Forumsbeitrag über meine Jobsuche in Schweden berichten. Meinen beruflichen und privaten Hintergrund könnt ihr [http://www.das-grosse-schwedenforum.de/sveali-stellt-sich-vor-t27787.html] hier [http://www.das-grosse-schwedenforum.de/sveali-stellt-sich-vor-t27787.html] nachlesen.

1.) Die Bewerbung
Da ich erst seit einigen Monaten Schwedisch lerne und mich nur sehr begrenzt verständigen kann, habe ich nur die Begrüßung und die ersten Sätze auf Schwedisch verfasst. Ich habe mir hierbei von einem Internet-Übersetzungsbüro (Kosten 15,- EUR, innerhalb 24 h übersetzt) helfen lassen. Dann habe ich darum gebeten, mich auf Englisch vorstellen zu dürfen.
Ich habe versucht, die ganze Bewerbung eher bescheiden zu formulieren, zu erklären warum wir nach Schweden wollen und bin am Ende auch auf meine persönlichen Interessen (Familie, Hobbies) eingegangen. Zeugnisse habe ich keine mitgeschickt, nur einen einseitigen Lebenslauf, beginnend mit meinem letzten Job.

Man muss dazu sagen, dass ich mich auf eine ausgeschriebene Stelle beworben habe, die speziell auf meine bisherige Berufserfahrung und Qualifikation passt. (Maschinenbau mit Spezialkenntnissen in einem bestimmten Herstellungsverfahren.) Mein potentieller neuer Arbeitgeber wäre in Värnamo, Smaland.

Nach ca. zwei Wochen ohne Rückmeldung habe ich mal telefonisch *zitter, zitter* nachgefragt. Wieder auf Schwedisch begonnen und als ich nicht mehr mitkam auf Englisch umgeschwenkt. War zum Glück gar kein Problem. Meine Emailbewerbung war irgendwie nicht beim zuständigen Mitarbeiter angekommen, also nochmal geschickt.
Nach ein Paar Tagen kam dann die Emailanfrage nach einem telefonischen Interview. Juhu ... aber auch große Aufregung.

2. Das Interview
Nachdem ich hier gelesen habe, dass viel Wert auf die Persönlichkeit des Bewerbers, das private Umfeld und die Sprachkenntnisse gelegt wird, habe ich mir einen kurzen Bericht über mich und meine Familie auf Schwedisch zurecht gelegt. Konnte ich aber leider nicht anbringen. Die Gesprächsatmosphäre war sehr freundlich aber reserviert.
Ich sollte über meinen Werdegang berichten, meine bisherigen Aufgaben und Erfahrungen. Ich wurde auch oft gefragt, wie ich an bestimmte Aufgaben herangegangen bin (Teamfähigkeit). Also in etwa vergleichbar mit einem deutschen Vostellungsgespräch.
Ich habe versucht meine Fähigkeiten ganz realistisch zu schildern, auch Schwächen zugegeben ("could be improved") und hatte den Eindruck, dass das Gespräch dadurch sehr ehrlich und vertrauensvoll war.
Ich wurde gefragt, warum wir nach Schweden wollen und ob meine Familie diese Entscheidung unterstützt, wie wir die Kinderbetreuung gestalten würden und was mein Partner in Schweden vorhat. Ich habe mich ja aus der Elternzeit heraus beworben, also würden wir mit zwei Kleinkindern (dann etwa 3 Jahre und 8 Monate alt) umziehen - was ja keine Entscheidung ist, die man leichtfertig trifft. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Familiensituation wirklich mehr beachtet wird als in Deutschland.

Nun ist mir etwas Bedenkzeit und ein zweites Vor-Ort-Gespräch im Dezember angeboten worden.
Die Jobzusage habe ich noch nicht, aber mich beschäftigen momentan folgende Fragen ...

3. Meine Fragen und Überlegungen
Wir sind uns momentan noch nicht sicher, ob wir den Schritt wagen sollen. Man träumt so lange davon und wenn es dann konkret wird, kommen die kalten Füße. :oops: Es wäre ein Traumjob, eine schöne Gegend und eine tolle Chance, die sich vielleicht nur noch jetzt so einfach ergreifen lässt, solange die Kinder noch klein sind.
Aber wenn ich an das ganze Organisatorische und den Abschied von Freunden und Familie denke, krieg ich ziemlich Bammel.
Ist wahrscheinlich normal, oder?
Wir würden vorraussichtlich im Mai/Juni umziehen, uns dann über den Sommer einleben und dann im August anfangen zu arbeiten. Zuerst nur ich, mein Mann würde zuerst die Kinderbetreuung übernehmen und dann auf Jobsuche gehen. Bis zum Umzug hätten wir genügend Zeit alles zu organisieren (Sprache vertiefen, Wohnung suchen).

Was meint ihr: Von einem Gehalt müssten wir in einer Kleinstadt am Anfang über die Runden kommen, oder?
(Gehalt ca. 35.000 SEK / Monat brutto)

Ich sehe eher das Problem, das es wenig Mietobjekte in dieser Gegend gibt. Kaufen ist in Schweden einfach gängiger, oder?

Ist zufällig jemand aus Värnamo, Jönköping hier?

Was für Erfahrungen habt ihr mit Kleinkindbetreuung (ab 1 Jahr) in Schweden gemacht?
Wieviel Verständnis haben Arbeitgeber in Schweden für die berühmte "Doppelbelastung" der Mütter?

Meint ihr, eine Vorlaufzeit von einem halben Jahr ist ausreichend für das Organisatorische?

Über eure Tipps und Meinungen würde ich mich freuen!

Liebe Grüße von der aufgeregten Sveali :YYAC:


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BeitragVerfasst: Sa, 19 Okt, 2013 7:40 
zum einkommen:
hier kannst du ausrechnen wieviel überbleibt:
http://rakna.net/berakna/lon-efter-skatt/
Bleiben also 26000 über. Reicht meines Erachtens aus.

Bostadsrätt ("Wohnrecht" ähnlcihwie bei dt. wohngenossenschaften) ist hier eher verbreitet, ansonsten ist es halt echt billiger sich nen Haus zu kaufen, wenn du nciht grad in einer Gegend wohnst, in der alle wohnen wollen (Grosstädte)
=> Wollt ihr auf dem Dorf oder in der Stadt wohnen?

findus wohnt ~100km nördlcih von Jönköping, das ist ja fast die Ecke;-)

Du scheinst ja nicht gerade dumm zu sein, ein halbes Jahr reicht gut aus.
Die drei grossen Sachen die du erledigen musst ist halt
-uppehållsrätt beim migrationsverket registrieren
-beim skatteverket registrieren (folkbokföring)
-bei der försäkringskassa registrieren (wegen kindergeld, krankengeld)
wenn du einen Arbeitsvertrag hast, geht das aber fix.
Sobald du deine personnummer hast, kannst du das Krankensystem (in Schweden) nutzen, wie alle anderen.

Ich habe immer das Gefühl, dass man als Mensch mit Kind hier Mensch erster Klasse ist, dazu bestimmt mehr in anderen Threads. Du kannst die Kinder hier schon sehr früh in dei staatliche Betreuung geben, ob die Kinder jetzt mehr machen als beschäftigt werden in dagis/lekis, mag von Ort zu Ort unterschiedlcih sein udn hängt ja auch von Euren bedürfnissen ab. Ist veilelciht ganz gut, dass Ihr eure Kinder gleich sofort in der dagis abgeben könnt, die lernen die Sprache ja in Nullkommanix:-)

Du bist erst 30, die Kinder sind im perfekten Alter ne neue Sprache udn Kultur zu erlernen, du hast nene Job, probier es einfach aus:-) Wenn dich hier zu eEinsahm fünlst, kannst ja immer ncoh zurück gehen.

Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen!


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BeitragVerfasst: Sa, 19 Okt, 2013 21:37 
Hallo Findus,

danke für deine Tipps!
Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es sich bei uns entwickelt.
Wir wollen in ein Paar Tagen nochmal "Familienrat" halten und dann mit klarer Entscheidung unsererseits in das Vor-Ort-Gespräch gehen. Mein Bauchgefühl sagt mir auch "JA, MACH´S!". :sflagge:

Ich denke, wir werden uns Värnamo und die umliegenden Gemeinden angucken und uns dann überlegen, wo es für uns wohnungstechnisch am besten passt. Wenn wir mit einem Auto auskommen könnten, wäre das schon gut.

Grüße von Sveali


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BeitragVerfasst: Sa, 19 Okt, 2013 22:01 
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Beiträge: 1220
Plz/Ort: Forestad
Also :YY:

Värnamo hat ein tolles Krankenhaus :mrgreen: (da arbeite ich ab und zu mal :shock: :mrgreen: ). Es gibt dort auch einen "biltema" (auch nicht zu verachten :triller: ) und 35000 SEK sind 'ne ganze Menge mehr, als ich hier habe. Aber ihr habt natürlich Kinder. Aber um hierher zu kommen, befinden sie sich im "richtigen" Alter werden mit der Sprache kein Problem haben.

Ich drück' euch die Daumen...

:winke:

_________________
"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (Ludwig Wittgenstein)
Geht nicht, gibt nicht - schwer geht, gibt!
"Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird." (Winston Churchill)

http://www.dk2ra.de


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