Auch ich möchte euch ein paar Impressionen unseres Urlaubs in Nordschweden zeigen. Ich habe hunderte Bilder gemacht, leider ist es wie immer (wenn man nur eine ganze normale Hobbyanwender Digitalkamera hat), auf den Fotos kommt das meiste nicht so gut raus, wie es in der Realität ausgesehen hat. Ich habe mal die schönsten Bilder zusammengesucht, dazu werde ich ein paar Passagen meines Reisetagebuches mit einstellen, um die Bilder zu erklären.
Unsere Anreise erfolgte von Gdynia nach Helsinki mit Finnlines, dann sind wir Finnland hochgefahren, haben nördlich von Oulu eine Zwischenübernachtung eingelegt um dann am darauffolgenden Tag zum First Camp Luleå zu fahren, wo wir unser Zelt aufschlugen
Ich hatte im Vorfeld extra das Navi befragt, es wies mir bis Gdynia 7 h Fahrzeit aus. Da der Check In 8 Uhr begann und wir noch etwas Puffer einplanten, hatten wir als Startzeit 24 Uhr (oder 0 Uhr, je nachdem wie man es sehen möchte) geplant.
Wie das mit der Pünktlichkeit aber nun eben so ist, war es mittlerweile kurz nach halb 1, als wir endlich an der Firma losfuhren (nachdem wir noch das Auto in die Firma geschafft hatten).
Wir waren noch gar nicht richtig losgefahren, da kam schon der erste Schock. Das Navi hatte es sich zwischenzeitlich irgendwie anders überlegt und wies nun eine Fahrzeit von fast 9 Stunden aus, die geplante Ankunftszeit lag nun bei 9.15 Uhr, über eine Stunde nach Check In Beginn, und da durfte unterwegs auch nichts dazwischenkommen. Immernoch ungläubig das Navi betrachtend und froh über den eigentlich geplanten Zeitpuffer, zogen wir unsere Bahn durch die Nacht.
Trotz Tankpause und etlichen Fahrerwechseln (aufgrund der Müdigkeit) kamen wir kurz nach 9 Uhr am Hafengelände an.
Wer nun, wie bei anderen Reedereien, einen Schalter an der Fährzubringerspur erwartet, wo man im Vorbeifahren seine Tickets bekommt, liegt völlig falsch. Zunächst muß man zu einem Check-In-Gebäude irgendwo im Hafen.
In diesem Gebäude erledigt man den Papierkram, bekommt die Schlüsselkarten für die Kabine und eine Wegbeschreibung, wie man sein Schiff findet. Dann geht es kreuz und quer durch den Containerhafen bis zum Schiff. Dort standen 5 Autos vor uns, die auch zur Fähre wollten, mehr nicht (vielleicht waren die anderen schon aufs Schiff gefahren, denn wir waren ja doch etwas spät dran). Nach 2 Minuten Wartezeit wurden wir dann auch schon aufs Schiff gewunken. Das Autodeck war wirklich sehr klein und eng, aber mehr brauchte es auch nicht, es sind nicht so viele PKW mitgefahren. Man merkte ganz deutlich, das Finnlines eigentlich auf Güterverkehr ausgerichtet ist, die Fähre verfügte über 4200m Bahn für Fracht und nur 670m Bahn für PKW.
Ist Finnlines also die Ryanair der Ostsee?
Nein, auf keinen Fall.
Es ist zwar alles etwas kleiner dimensionert (mit Ausnahme der Kabinen), aber es fehlt an nichts, es gibt zwei Kinderspielbereiche, ein Sonnendeck, Sauna, Fitnessraum, Bordladen,Restaurant... alles eben etwas kleiner als gewohnt, aber mehr brauchte man auch nicht, wie gesagt, es sind sowieso nicht so viele Menschen mitgefahren.
Man fühlte sich sehr gut aufgehoben, die Kabine war recht groß (16m², 4-Bett Außenkabine), verfügte über ein sehr bequemes Doppelbett, Kühlschrank, Fernsehr, Tische und einen Schrank und natürlich Bad mit Dusche.
Das Wetter war die ganze Überfahrt einfach nur fantastisch, leider konnten wir es nicht so lange genießen, da wir noch einiges an Schlaf der letzten Nacht nachzuholen hatten, was uns aber dank der großzügigen und bequemen Kabine recht gut gelang.
MS Finnstar
Hafen von Gdynia