Hej, Filainu,
der Typkod 210 ist nur für das Grundstück in einem Freizeitgebiet. Wenn Ihr später ( mit Baugenehmigung ) gebaut habt, bekommt Ihr einen anderen Typkod z. B. 220. Der richtet sich dann nach dem gebauten Haus. Dann zahlt Ihr auch 0,75 % vom Gesamttaxierungswert (Grundstück und Gebäude) als Grundstücksabgabe.
Ganz wichtig für Euch wird jedoch sein, dass Ihr darauf achtet, was später an anderen Kosten auf Euch zukommt. Die Straßen in dem Gebiet werden oft von der Hauseigentümergemeinschaft erstellt und später auch unterhalten. Kommunales Wasser ist oft nicht vorhanden. Dann wird evtl. eine Gemeinschaftswasserversorgung eingerichtet. Die Rohre für die einzelnen Häuser werden oft nicht in frostsicherer Tiefe verlegt. Es gibt dann nur Sommerwasser. Im Winter muss man das Wasser aus einem Pumpengebäude holen. Der Winterdienst ( Schneeräumen u. ä. ) wird nicht von der Kommune durchgeführt. Mit einer Sicherheitsfirma wird oft die Überwachung der Ferienhäuser vereinbart. Ein großes Problem ist oft die Abwasserentsorgung. Einige Kommunen weisen manchmal ein Ferienhausgebiet aus, obwohl ihre Kläranlage gar nicht für die vielen Häuser eingerichtet ist. In den Häusern darf dann nur eine Bio - Toilette benutzt werden. Ist die Kläranlage groß genug, wird oft ein geschlossener Fäkalientank ( Sluten ) vorgeschrieben. Auf eigene Kosten muss ein Tankwagen bestellt werden, der die Fäkalien zur Kläranlage bringt. Die anderen Kosten werden auf alle Grundstückseigentümer umgelegt. Das kann ganz schön ins Geld gehen.
Aus eigener Erfahrung zu einem Ferienhausgebiet:
Wir kauften uns vor 20 Jahren ein Haus in einem Ferienhausgebiet. Wir wollten wir damals ein " fertiges Haus " ohne größere Baumaßnahmen. Dieses Haus verkauften wir jedoch nach zwei Jahren bereits wieder, da dort nicht " unser Schweden " war. In einem Ferienhausgebiet hat man keine "Nachbarn". Es kommen lediglich Urlauber. Diese sind natürlich auch alle in Urlaubsstimmung. Oft werden die Häuser auch vermietet. Es sind also ständig wechselnde Personen in der Umgebung. Von Mitte Juni bis etwa Mitte August ist Hochbetrieb im Gebiet. Kommt man auch noch häufig in der anderen Zeit, ist man oft ganz allein im Ferienhausgebiet. Man sieht dann nur gegen dunkle Fenster.
Seit 1992 haben wir jetzt ein altes Haus am Rande eines ganz kleinen Ortes ( 15 Häuser ). Dort fühlen wir uns wohl. Wir haben Nachbarn, und abends sehen wir Licht.
