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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2017 12:18 
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Eine Frage an alle in Schweden lebenden und/oder Hausbesitzer:

Bei mir im Dorf kursieren seit kurzem Gerüchte, dass die Kommune bei allen Fastighetsägarna welche ein eignes Abwassersystem haben einen Zwangsanschluss herbeiführen will.
Das soll in sehr vielen Kommunen in ganz Schweden verstärkt angegangen werden.
Erste Telefonate gaben weitere, nicht bestätigbare, Zahlen von „in zwei Jahren und Anschlussgebühr von in etwa 200.00SEK wieder.
Da ich zZt nicht bei unserem Haus in S bin und mich nicht vor Ort erkundigen kann wollte ich zumindest schon hier einmal in die Runde fragen: Hat von Euch schon jemand etwas ähnliches erlebt? Auch davon gehört? Wie ist derjenige damit umgegangen? Wie war die Durchführung? Hat jemand evtl. dagegen Einspruch erhoben. Evtl sogar geklagt?
Denn ich denke bei der (hören-sagen) Summe lohnt es sich schon darüber zu diskutieren, evtl. sogar zu streiten. Mein Verständnis geht schon da hin, dass ein kommunales Abwassersystem sicherer sein kann, um die „Volksgesundheit“ mit Wasser zu gewährleisten. Mein Verständnis geht aber nicht soweit, dass ich derjenige bin, welcher die klamme Kommune finanziert und auf mein eigenes Invest dann später auch noch Gebühren bezahlt. Denn die Gewährleistungspflicht liegt bei der Kommune, nicht bei mir.
Was ist eure Meinung?

Hejda
Thomas

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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2017 16:20 
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zu Mal die Kommunen das ganze mit allen Tricks versuchen durchzuziehen....

Nicht zu vergessen die laufenden Folgekosten !
Bei und müßte jeder eine Außenpumpe in einem frostfreien Schacht (beheizt) installieren die dann auch jährlich gewartet werden muß.

Es gibt bei uns sogar Gutachten das sich die Wasserqualität gar nicht verbessert weil nämlich am Dorfrand eine große Kläranlage gebaut werden soll
die dann das geklärte Wasser wieder in den See abgibt.

Viele Ferienhausbesitzer und alte Leute die noch in recht einfachen Häusern wohnen müßten mehr bezahlen als ihre Hütten wert sind.

Wir haben eine " Bürgerinitiative " gegründet und versuchen das ganze zu stoppen.

Bei uns ist es schon innerhalb des Dorfes so hügelig das alle paar Meter Pumpen hin müssen um das ganze Richtung Kläranlage zu pumpen.

Es geht auch vorrangig um die Abwasserentsorgung, von Trinkwasser ist nicht die Rede.

Diesen Druck durch Bürger sind schwedische Politiker in keinster Weise gewöhnt und versuchen einfach durch Beschlüsse
Tatsachen zu schaffen.

Es gibt sicher Orte wo das ganze für die Einwohner eine Verbesserung ergibt, warum man nun aber in einem weitverstreutem Dorf damit anfangen muß
ist wohl nur damit zu begründen das Politik und örtliches Bauunternehmen schon seit Jahren gegen Ausschreibungspflichten verstoßen
und somit alle Aufträge in der "Familie" bleiben.

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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2017 16:22 
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Eine kleine Verständnisfrage: Was ist dabei anders, als in Deutschland? Da gibt es den Anschlusszwang bei Wasserver- und Entsorgung doch seit Jahrzehnten, oder irre ich mich?

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Ferien in Småland: http://www.ferienhausmiete.de/ferienhau ... j_nr=34130
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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2017 16:47 
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@Vita, nix für ungut, das ist sicher richtig, ich bin hier aber in einem Schweden-Forum in der Rubrik Hausbesitzer in Schweden. Da hilft mir eine Vergleichbarkeit zu Deutschland wenig.
Es sei denn es gibt wiederum Europäische Vorlagen/Gesetze/Richtlinien welche von Relevanz in Schweden zu meinem aufkommendem Problem sein könnten. vllt sogar hilfreich sein könnten?

@Scotty62, ich kann jeden deiner sätze unterschreiben. Insbesondere den der Ausschreibung...
Ich bin im Norden Blekinge´s an der Grenze zu Kronoberg Län. 20 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt. Auch so richtig opn Dörp mit 15 Häusern um nen See rum wo an jeder Kruve ne Pumpe installiert werden müsste....
Ich kann es nicht verstehen, das die Verpflichtung der Kommune für eine saubere Wasserversorgung zu sorgen, dadurch gewährleistet und/oder verbessert, wird das man abgenommene Anlagen stillegt und kommunale Rohre zu einem Klärwerk über zig Kilometer legt. dadurch wird abwasser nicht besser oder schlechter - nur teurer; und die Auslastung erhöht....
Wo seid ihr denn genau im Dalsland und was hat
Eure "Bürgerinitiative" denn erreicht?

Hejda
Tom

Edit: Basierend auf diesen "Gerüchten" : http://www.tv4.se/nyheterna/klipp/dyrt- ... en-3939711

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Zuletzt geändert von Sweden Spy am Di, 24 Okt, 2017 12:13, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2017 16:51 
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Die Kommune kann das, aber es wird auch über den Preis verhandelt.
Wir hatten in Eigenleistung zu 16 Anliegern uns an das kommunale Abwasser angeschlossen. die Anschlussgebühr richtete sich nach der Grundstücksgröße und Hausgröße.
Unsere Nachbarn die sich nicht anschließen wollten oder konnten wurden vor einigen Jahren gezwungen, aber über die Kosten wurde verhandelt.
Ich würde mich als Ausländer zurück halten, die schwedischen Nachbarn werden das schon richten.

:YY: Peter


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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2017 17:11 
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Hallo Peter, Danke für Deinen Beitrag!

Gut zu wissen, dass es bei Euch eine Verhandlungsmöglichkeit bzgl der monetären Seite gab/gibt.

Warum sollte ich mich zurückhalten? Ich bin steuerzahlender Europäer mit Eigentum in Schweden.
Meine schwedischen Nachbarn (welche ich sehr schätze und ich weiß, sie mich auch) fanden die Aufruhr, welche ich in unserer FB-Dorfgruppe angestossen hab, gut.

Gruß
Tom

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Zuletzt geändert von Sweden Spy am Di, 24 Okt, 2017 12:14, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2017 20:10 
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wir haben eine FB Gruppe gebildet, treffen uns regelmäßig, haben jeder was auf ein Konto eingezahlt und haben dann Seitenlange
präzise formulierte Fragen an die Kommune gestellt.

Unser Dorf gilt in der Kommune eh als "merkwürdig und anstrengend".

Die Kommune musste auf einmal Rede und Antwort stehen und hatte mit soviel Aufruhr
gar nicht gerechnet.
Wir haben dann einen in Schweden bekannten und annerkannten Gutachter/Spezialisten mit einer
Ausarbeitung beauftragt.
Schon die "Androhung" dieser Tatsache hat die Kommune erstmal die Füße stillhalten lassen.
Man fing an sich zu winden und sich auf übergeordnete Stellen zu berufen.
Komisch das diese nichts davon wußten und geantwortet haben es gäbe keine Anordnung alle zwangsweise anzuschließen.
Es gehe dabei eher um Problemzonen wo nachweislich schlechte Wasserqualität auf Grund zu vieler alter Abwasserbrunnen herrsche.
Nun hat die Kommune vor ein paar Jahren selbst ein Gutachten in Auftrag gegeben welches aber gute Wasserqualität und keine
erhöhten Werte bescheinigte.

Dann haben die Mehrzahl der Einwohner einen gemeinsamen Brief verfasst und der Kommune mitgeteilt das wir über unseren Rechtsbeistand
erwägen in den meisten Fällen auf Schadenersatz zu klagen.
Schließlich hat man im Dorf in den letzten drei Jahren reichlich neue Häuser mit aktuellen Dreikammer Brunnen/ Verrieselungsflächen genehmigt
und wolle diese jetzt für schlecht erklären.

Na ja, nun herrscht derzeit ein Dialog zwischen Kommune und uns....

Man merkt das man in der Verwaltung unsicher ist ob man sich auf das Spiel einlassen soll.

Was uns aufgefallen ist das wohl sehr viele Kommunen von den üblichen Consultingfirmen genau auf die Thematik gebracht werden.
Die legen komplette Gutachten vor und bringen ihre Bauunternehmer auch gleich mit ins Spiel.
Man rechnet den Kommunen dann langfristig neue Einnahmen vor und schon gehts los.

Erinnert mich an das Thema Kläranlagen im Osten nach der Wiedervereinigung.....

Also ich kann nur raten aufzupassen was einem im "Traumland" Schweden von oben so alles aufgezwungen werden soll.

Als Grenzdorf mit genauso viel Norwegern und Schweden dazu noch ein paar renitente Deutsche stellen wir uns weiter auf die Hinterbeine.

Hoffentlich hilfts.....

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BeitragVerfasst: Do, 19 Okt, 2017 14:18 
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@ scotty62: Hochinteressant !!! Bin zeitlich i.M. büschn knapp dran. Ich komm aber am WE darauf zurück. Please stay tuned!

Hälsning
Tom

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BeitragVerfasst: Fr, 20 Okt, 2017 13:48 
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Hej, gestern gabs dazu einen Newsletter von Villaägarna. Ich versuche, ihn hier einzustellen.

https://www.villaagarna.se/Press/Nyheter/Problem-vid-tvangsanslutning-till-kommunens-VA/?utm_campaign=Nyhetsbrev&utm_content=unspecified&utm_medium=Nyhetsbrev&utm_source=anpdm.com&pe_data=D41465E4B78414A5F427248415E4271%7C19932758

Ich verstehe das aber so, dass das nur dann gilt, wenn ein Anschluss vor der Haustür liegt.


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BeitragVerfasst: Fr, 20 Okt, 2017 15:16 
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Danke dafür....

in Schweden brodelt es grad ein wenig :-(

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