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 Betreff des Beitrags: Torpargrund
BeitragVerfasst: Fr, 29 Sep, 2006 22:23 
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Hej,

ich bin ja immernoch am Suchen. Jetzt hab ich durch Zufall eine Seite über "Torpargrund" gefunden. Hier die Seite: http://www.byggahus.se/bygga/grund_torpargrund.htm

Das verunsichert mich jetzt total - denn alle Häuser die ich in meiner näheren Auswahl hatte, haben als Fundament den Torpargrund.

Wie sind denn Eure Erfahrungen? Soll man Häuser mit Torpargrund gleich ausscheiden? Klingt ja wirklich nicht gut.

Tom :YY:

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Sep, 2006 3:54 
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Was ist "Topargrund"? Finde keine Erklärung im Lexikon. Was bedeutet das auf Deutsch?
pilgrim

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Sep, 2006 11:16 
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Hej Pilgrim,

torpargrund ist eine Form des Fundaments. Besteht meist aus gemauerten oder betonierten Streifenfundamenten. Auf diesen Fundamenten, die quasi wie ein Ring um das ganze Haus gehen, liegen dann die Balken, auf denen das Haus aufgebaut wird.

Es ist also unter dem Haus ein Hohlraum. Und das scheint gerade das Problem zu sein. Im Sommer hat gelangt die Luft mit hoher Feuchtigkeit in das Fundament, wo es kühler ist, und dort kondensiert es dann. Aber auch der Boden hat ja Feuchtigkeit...

Die Feuchtigkeit verursacht Schimmel und Pilzbefall und zerstört die Balken.....

Es werden sogar Entfeuchtungsgeräte angeboten. Und den Rat, den Hohlraum einmal pro Jahr zu kontrollieren hab ich gelesen.
Hier z.B. http://www.fuktovent.se/

Wenn ich jetzt ein Haus kaufe, muß ich dann da drunter krabbeln? Oder muß man gleich die Finger von so einem Haus lassen? Dann wirds schwer, denn wie gesagt alle Häuser die ich in der Auswahl habe, haben torpargrund.

Tom :YY:

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Sep, 2006 11:28 
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Das ist doch eine ideale Frage an Ingo. Die Antwort interessiert mich auch, da meine Stuga einen ähnlichen Boden hat. Ich meine ja, solange die Luft unter dem Fußboden lang streichen kann bleibt er auch trocken. Ist wie mit dem Auto in der Garage oder im Carport.

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Många hälsningar
Rudi


När jag är i stugan i Småland är jag i paradiset.


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BeitragVerfasst: Sa, 30 Sep, 2006 11:58 
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Hej Rudi,

das dachte ich auch. Nun schreiben die Verkäufer von den Trocknungsanlagen aber, daß das gerade nicht stimmt. Denn durch das Eindringen der feuchten Luft im Sommer, kommt es gerade erst zu dieser Kondensation. Vielelicht wollen sie auch nur ihre Anlagen verkaufen.

Obwohl: Bei unserem Haus hier in D hat mein Baumeister mir auch dringend geraten, im Sommer tagsüber niemals die Fenster im Keller zu öffnen. Da ist die Temparatur im Keller niedriger und die feuchte Luft kondensiert an den Kellerwänden. Er sagte, immer nur dann Lüften wenn es draußen kälter ist. Sonst werden die Keller feucht und mufflig.

Ja mal sehen, was Ingo dazu schreibt.

Tom

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Sep, 2006 13:57 
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Zitat:
Wenn ich jetzt ein Haus kaufe, muß ich dann da drunter krabbeln?

:YYBP: Wenn Du ein Haus kaufen willst, ist die Hinzuziehung eines Sachverständigen zu empfehlen. Wir haben bei unserem Haus in den hochkantigen Felssteinen, dem Ringfundament, zwar Ventilationsöffnungen. Sie verhinderten allerdings nicht den Befall der Unterkonstruktion durch Hausbock. Wir bauten im gesamten EG neue kesseldruckimpregnierte Balken ein. Auch unter den Innenwänden! Ca. 110 laufende Meter. Schwamm- und Schimmelbefall hatten wir GottseiDank nicht. Das war ein harter Schlag ins Kontor. Wir haben nicht resigniert und sind daran gewachsen. gm
http://www.schwedenforum.de/viewtopic.p ... highlight=


Zuletzt geändert von gm am Sa, 30 Sep, 2006 14:06, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Sep, 2006 14:39 
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keine Panik!

ein gewisser Halt an Feuchtigkeit ist sogar gut für gewisse Typen von Haus .
Natürlich soll es nicht zu Pilzangriff kommen der aber durch natürliche Ventilation seltener entsteht.
leider sind alle Besichtigungsfirmen wie zB.Anticimex so darauf geschult worden alle Gründe ohne mechanische Gebläse als mangelhaft zu bewerten damit sie ihre Anlagen für ca 30.000 SEK verkaufen können
Also keine Panik!!

mfG.
Ingo

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„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“

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Zuletzt geändert von Ingo am Sa, 30 Sep, 2006 20:23, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Sep, 2006 15:34 
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Ja daß die Leute, die mit Entfeuchtungsanlagen Kohle machen wollen verstehe ich ja.

Aber der erste Bericht war ja von einem Professor an der Hochschule - daß macht mich dann doch stutzig.

Es heißt dort:
Förhindra att fuktproblem uppstår
Det är den fuktiga miljön i kryputrymmet som orsakar problem. Fukt kan tränga upp ifrån marken eller komma in med luften utifrån.
– Markfukten är oftast inte det stora problemet här, det är luften utifrån som ställer till det, säger Gudni Johannesson, professor i byggteknik vid KTH i Stockholm. Man tror felaktigt att om man bara sörjer för god ventilation så undviker man fuktproblem. I själva verket är det tvärtom så att ventilationen bidrar till att föra in den fuktiga uteluften.


Also genau die Ventilation führt zur Feuchtigkeit!!!

Klar haben die Schweden eine andere Auffassung vom Haus. Während wir hier immernoch wie fürs 1000jährige Reich bauen, denkt man in S oder auch in USA an die Nutzung für eine oder zwei Generation(en).

Doch wenn dem so ist, macht es dann überhaupt Sinn, ein Haus aus dem Baujahr 1900 zu kaufen? Es war ja vom Bauherrn damals eigentlich nicht geplant, solange zu halten?

Anders gesagt, ist ein Haus in S dann überhaupt als Kapitalanlage zu sehen, oder ist es schlichtweg nach einigen Jahrzehnten dann verbraucht und wegzureissen. So war es ja ursprünglich auch beim Bau gedacht. Ein Dach über dem Kopf für ein oder zwei Generationen und dann weg damit. Also so wie eine Waschmaschine oder ein Auto auch - man investiert um es über die übliche Nutzungsdauer hinweg zu gebrauchen. Und dann ist es verbraucht und wird entsorgt. So auch bei den Häusern - und weil sie nicht solange halten sollen, werden sie billiger gebaut.

Ich bin jetzt etwas verwirrt..... :YYAK:

Tom :YY:

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Zuletzt geändert von tomtom112 am Sa, 30 Sep, 2006 15:40, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Sep, 2006 20:04 
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Hallo Tommtom112,
also mal vorausgeschickt ich bin kein Baufachmann.
Wir haben eine Immobilie Bj 1938 mit besagtem Fundamnet erworben und seit Mai diesen Jahres um- + angebaut. Das "alte" Haus hat so ein ringförmiges Betonfundament mit etlichen kleinen, metallenen Gitterfenstern zur Durch- und Unterlüftung. Unsere teiweisen Abrissarbeiten am Haus ergaben, dass alles verbaute Holz des Altbaus in erstklassigen Zustand war: Kernig, fest, absolut trocken, ursprünglich mit "Rauchöl" gestrichen, später Faluröd überpimselt. An einer Stelle fanden wir zufällig einen tragenden Balken der schon bei Baubegin (1938) einen Hausbockbefall hatte. Der Schädling muss aber wohl schon zu Zeiten der Hauserrichtung abgestorben gewesen sein. Genauere Untersuchung des Balkens (schibchenweise) ergab keine weiteren Frassgänge - weder im Balken noch in den umgebenden Brettern.
Auch die Grundkonstruktion des Hauses war beanstandungsfrei, soweit wir das an einer Stelle beurteilen konnten. Muss vielleicht dazu sagen, dass unser Haus auf einem sehr sandigen Boden mit eingestreuten Findlingen (von teilweise sehr beachtlicher Grösse) steht.
Unseren Anbau jetzt haben wir, auf anraten eines örtlichen Fachmannes, auf eine Betonplatte auf verdichtetem Schotterbett mit Stahlarmierung errichtet. Ein Streifenfundament wäre hier in dem sandigen Boden viel zu aufwendig geworden, weil wir das extra hätten einrüsten müssen. Insofern hat sich das Problem für uns und an diesem Hausteil von selbst gelöst.
Drücken Dir die Daumen!
pilgrim

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Sep, 2006 20:07 
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Laß Dich nicht verrückt machen.

Wir haben ca 50 cm "Luft" zwischen Erdboden und Konstruktion. Das halte ich für ausreichend, aufsteigende Feuchtigkeit von der Konstruktion fernzuhalten. Ich hatte dieses Jahr nicht das Gefühl, Feuchtigkeit bzw feuchte Luft unterm Haus zu haben, obwohl es ein sehr heißer Sommer war. Wir haben sehr viel in diesem Bereich gearbeitet. Der kleine Keller in der Nordecke des Hauses, der die Wasserpumpe und demnächst die Speichertanks enthält, wird ganzjährig mit einem Wandeinbauventilator durchlüftet der alle zwei Stunden für 6 Minuten eingeschaltet wird. Diesen Maico-Chip gibt es aber leider nicht mehr.

Die Wände unseres Hauses bestehen aus 80 mm starken Bohlen (nordische Kiefer). Wir haben kein Problem, unserem 1923 gebauten Haus eine weitere jahrzehntelange Haltbarkeit zu attestieren. Ein Holzhaus braucht allerdings eine regelmäßige Pflege und zunächst - konstruktiven Holzschutz (Dachüberstand usw.)
Gruß gm


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