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 Betreff des Beitrags: Tipp der Woche: Winterzeit und "Tropfsteinhöhle"
BeitragVerfasst: Mo, 29 Nov, 2010 16:50 
Hej igen :D
Es ist wieder Montag und deshalb kommt jetzt wieder der "Tipp der Woche" (auf ausdrücklichen Wunsch diesmal mit 2 p) :triller:

Mittlerweile liegen hier bei uns ca. 30 - 35 cm Schnee :eian:

Ich möchte diesmal schildern, was passieren KANN, wenn zuviel Eis und Schnee auf dem Dach liegen. Dies ist eine persönliche Erfahrung.

Befindet sich zuerst viel Schnee auf dem Dach und es beginnt zwischendurch zu tauen UND gleich darauf wieder zu frieren, bildet sich Eis an den Dachkanten. (Diese dicken und langen Eiszapfen sehen ja auch zu schön aus...) Erst wenig und im Laufe der Zeit immer mehr UND dicker. Das Resultat ist, dass der Schnee OBERHALB des Eises dann taut, das Tauwasser aber aufgrund des Eises an der Dachkante nur schwerlich abfliessen kann. So "wandert" das Wasser UNTER DEN DACHZIEGELN langsam nach oben und gefriert dann dort. Taut dann dieses Eis unter den Ziegeln, hat man nach einiger Zeit fliessendes Wasser - im Haus an den Wänden runter :YYBH:
Das ist so bei uns im letzten Winter passiert - nach Abschluss der Renovierungsarbeiten im Bed & Breakfast. Die Decken im "Beredningsrum" und im Flur bekamen "dicke Bäuche" und nach einem Stich mit dem Schraubenzieher kam der Segen von oben...

Deshalb mein Tipp: Solange sich noch kein Eis an den Dachkanten gebildet hat, den Schnee (je nach Grösse des Daches) 1 - 2 Meter breit abräumen. So kann sich kein Eis an den Dachkanten bilden und es kommt auch kein Wasser ins Haus. :YYBG:
Hierzu kann ich eine Teleskopstange mit Abziehvorrichtung für Solaranlagen empfehlen. Da ich hier keine Schleichwerbung machen will: googelt mal danach.

So das wars mal wieder für Heute. Wer diesmal Rechtschreibfehler findet - darf sie behalten. :YYBP:

Hejdå aus Lönneberga :YY:


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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp der Woche: Winterzeit und "Tropfsteinhöhle"
BeitragVerfasst: Mo, 29 Nov, 2010 17:30 
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Registriert: 26.06.2005
Beiträge: 2439
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Der Tipp ist nicht schlecht, aber dabei kommt es auf das Gefaelle des Daches an.
Mein (relativ) flaches Dach hab ick letzten Winter auf ebendiese Weise beraeumt, dadurch fror aber das Tauwasser ohne die schuetzende Schneeschicht bis in die Dachrinne hinein. Durchs heizen konnte der Schnee unten tauen, das Tauwasser aber nicht mehr abfliessen, weil die stauende Eisschicht immer dicker wurde und durch kleinste Loecher floss das rueckgestaute Wasser dann durchs Dach.
Bei Schraegdaechern kanns konstruktionsbedingt natuerlich nicht passieren, aber dafuer hab ick im Fruehjahr dann doch endlich mal das Dach neu gedeckt (hatte ick eh schon viel zu lange vor mir her geschoben)...

_________________
"Eines Mannes Auto ist seine Burg. Normalerweise ist ja eines Mannes Haus seine Burg, aber nur wenn er den Drachen erschlagen kann, der darin wohnt." Al Bundy

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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp der Woche: Winterzeit und "Tropfsteinhöhle"
BeitragVerfasst: So, 09 Jan, 2011 12:06 
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der erste Beitrag
der erste Beitrag

Registriert: 09.01.2011
Beiträge: 1
Hallo


Ich habe das selbe Problem wie oben beschrieben. Mir ist auch das Tauwasser ins haus gelaufen ( Wohnzimmer und Wintergarten).
Jetzt hab ich aber an den stellen wo es rein ist an der Wand vereinzelt gelbliche nasse Flecken. Bei manchen sind auch schon schwarze Schimmel
Punkte zu sehen.

Kann mir einer einen Tip geben wie ich das wieder weg bekomme. Ich bin da ratlos.


Gruß

Axl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp der Woche: Winterzeit und "Tropfsteinhöhle"
BeitragVerfasst: So, 09 Jan, 2011 13:26 
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Beiträge: 1423
Plz/Ort: Niedersachsen
Gelbliche Flecken sind vermutlich vom Wasser gelöste Bausubstanzen, die etwas durchfärben. Trocknen und neu streichen.

Schimmelflecken sind eine andere Nummer, die in aller Regel durch falsches Heizen und Lüften entstehen. Hier also den Wassereintritt lokalisieren und abdichten und dann kräftig heizen und ebenso kräftig lüften, bis die Feuchtigkeit aus den Wänden ist. Gegebenenfalls wenn der Schimmel nicht nur oberflächlich sitzt würde ich auch Putz oder Innenausbauplatte auswechseln.
Im Wintergartenbereich entsteht Schimmel durch feuchte Luft im Inneren.Mangelndes Heizen, das der Luft, wenn sie denn erwärmt ist, die Möglichkeit gibt, viel Feuchtigkeit aufzunehmen um sie dann mit Lüften hinauszubefördern, erledigt den Rest und an den Kältebrücken kondensiert die Feuchtigkeit, die die Luft nicht aufnehmen kann und es beginnt zu Schimmeln.

_________________
Hej då, Rüdiger und die anderen
:YY: Elchsocken :YY:

__________________________


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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp der Woche: Winterzeit und "Tropfsteinhöhle"
BeitragVerfasst: Mi, 12 Jan, 2011 10:30 
Axl hat geschrieben:
Hallo


Ich habe das selbe Problem wie oben beschrieben. Mir ist auch das Tauwasser ins haus gelaufen ( Wohnzimmer und Wintergarten).
Jetzt hab ich aber an den stellen wo es rein ist an der Wand vereinzelt gelbliche nasse Flecken. Bei manchen sind auch schon schwarze Schimmel
Punkte zu sehen.

Kann mir einer einen Tip geben wie ich das wieder weg bekomme. Ich bin da ratlos.


Gruß

Axl


Hej,
bei uns hat es daran gelegen, dass die Isolierung des oberen Stockwerkes bzw. Daches mangelhaft ausgeführt worden ist. Es entwich zu viel Wärme nach oben weg usw.
Wäre evtl. mal eine Überlegung wert, die Isolierung prüfen zu lassen.
Hejdå


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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp der Woche: Winterzeit und "Tropfsteinhöhle"
BeitragVerfasst: Do, 03 Feb, 2011 12:55 
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Registriert: 28.10.2009
Beiträge: 87
Plz/Ort: Dortmund
Hallo zusammen,
ich will weiterhin den " TIPP DER WOCHE "

Liebe Lönneberga, macht weiter.
Es wird immer Einige geben, die etwas zu meckern haben.
Das ist halt so ihn einem Forum und gegen berechtigte
Kritik ist ja nichts einzuwenden.

Also, weiter machen.

Ralf, der sich über Tipps aller Art freut, jeder entscheidet
für sich, was er benötigt.

MfG Ralf

_________________
Ein beeindruckendes Zitat, nicht von mir, leider!
Die Freiheit des einzelnen Menschen geht so weit,
wie sie die Freiheit des anderen nicht einschränkt!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp der Woche: Winterzeit und "Tropfsteinhöhle"
BeitragVerfasst: Mi, 08 Jun, 2011 9:02 
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war schon mal hier
war schon mal hier

Registriert: 07.05.2009
Beiträge: 3
Plz/Ort: 80636 München
Das Problem könnte meines Erachtens auch daran liegen, dass sich im Winter unter dem Dach und an den Außenwänden Kondenswasser bildet, das aus der warmen und mit Feuchtigkeit gesättigten Wohnraumluft ausfällt. Ist ein ganz heißes bauphysikalisches Thema. Früher heizten die Leute einfach mit Holz ein, die verbrauchte Luft entwich durch den Kamin und wurde durch nachfließende kalte und trockene Luft von außen (durch undichte Fenster und Türen ganz automatisch) ersetzt.

Bei heutiger luftdichter Bauweise von Fenster und Türen, womöglich noch mit Zentralheizung, hat man Probleme, die durch Kochen, Duschen und menschliche Ausdünstungen anfallende Feuchtigkeit (das sind mehrere Liter Wasser am Tag!) wieder aus dem Haus zu bringen. Das kann insbesondere bei Holzhäusern fatale Auswirkungen haben.

Ich bin grade dabei, mein altes Holzhaus in Österbotten/Finnland zu renovieren und werde im Obergeschoss unter dem Dach mit einer absolut dampfdichten Innenschicht unter der Isolierung solche "Ausfallerscheinungen" hoffentlich umgehen. Sonst hätte ich sicher das Problem, dass irgendwo in der Dämmung unter dem Dach der Taupunkt liegt und sich dort Schimmel bildet oder das Gebälk zu modern anfängt. Die Vorbesitzer, ein paar alte Leute, haben im Winter nur im Parterre gewohnt, die Decke zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss ist mit 20 cm Holzspänen und Moos gedämmt, so dass keine feuchte Luft nach oben ins nicht isolierte Dach aufsteigen konnte. Dann gabs die Probleme auch nicht. Wenn man allerdings das ganze Haus übers ganze Jahr nutzen will, kommt man um aufwändige und vor allem richtig dampfdicht ausgeführte Dämmung nicht herum.

Man müsste also erst mal wissen, wie das Dach isoliert ist (wenn überhaupt) und wie geheizt/gelüftet wird. Sonst sind alle Schönheitsreparaturen evtl. für die Katz.

Gruß
Alisi


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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp der Woche: Winterzeit und "Tropfsteinhöhle"
BeitragVerfasst: Di, 14 Jun, 2011 18:34 
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Beiträge: 938
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mit einer wärmebildkamera kann man den weg des eindringenden wassers gut erkennen und so an den richtigen stellen abdichten. ebenso isolierungsfehler undichte fenster und tueren. es kostet nicht die welt und geht relativ flott.

_________________
lieben gruss

ulwe

wer mir nicht glauben mag, soll es bitte bleiben lassen.

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