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 Betreff des Beitrags: Steuern und Sozialabgaben
BeitragVerfasst: Sa, 09 Sep, 2006 0:16 
Hej

Ich habe gelesen das Deutschland mit 36,4 % besser abschneidet als Schweden mit 50,8 % Durchschnittsabgaben (Steuern plus Sozialabgaben)
Aber der Verdienst ist doch höher als in DE oder nicht ?
Und was wird denn alles von den Steuern finanziert ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Steuern und Sozialabgaben
BeitragVerfasst: Sa, 09 Sep, 2006 1:06 
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Andianer hat geschrieben:
Aber der Verdienst ist doch höher als in DE oder nicht ?

[center] :YYAU: [/center]

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa, 09 Sep, 2006 1:55 
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Hej Andianer,

ich weiß zwar nicht, wo Du es gelesen hast (ich kenne zu viele dieser dilettantischen Vergleiche aus den Medien, mit oder ohne indirekte Steuern), aber ich versuche es mal sehr einfach darzulegen.

Das Bruttoinlandsprodukt je "Kopf" ist in Schweden nicht unerheblich höher als in D, d. h. es wird einfach mehr erwirtschaft. Insofern "verdient" die Bevölkerung in Schweden mehr Geld.
Jetzt kann man noch über die Verwendund bzw. Verteilung des Gesamteinkommens reden, d. h. auf Arbeitnehmer/inen, Unternehmer/innen, Staatsleistungen, Schulden etc.
Das ist in S weder ungeicher noch ungerechter als in D.
Als Arbeitnehmer/in erhälst Du brutto nicht mehr, hast aber i .d. Regel weniger Abgaben (keine Sozialversicherung extra), hast netto etwas mehr, bei geringeren Lebenshaltungskosten.

Dazu kommt, dass Schweden seit Jahren Haushaltsüberschüsse erzielt und Schulden abbaut. Stellt dir mal die Steuerlast in D vor, wenn die Staatsschulden abgebaut würden.

Nun aber mal ein konkretes Beispiel:
Bei uns zahlt ein AN für Steuern (inkl. SV und Begräbnisgebühren) bei:
- 20.000 kr Monatsgehalt (ungefär 2.150 €) etwa 6.500 kr (700 €), rund 32%
- 30.000 kr Monatsgehalt (ungefär 3.200 €) etwa 10.800 kr (1.150 €), rund 36%

Für D habe ich eben berechnet:
- bei 2.150 €, rund 800 € Steuern + Abgaben (ledig), ca. 38%
- bei 3.200 €, rund 1.750 €, ca. 44%

Du hast es ja in D mit einer Grundbelastung von rund 20% (Sozialversicherung) und einer heftigen Steuerprogression zu tun.
Es gibt dazu noch so viele Ausnahmetatbestände und Sonderfaktoren, dass ein Vergeich fast unmögich ist.

Für mich ist besonders auffällig, dass gerade D-Politiker gern mit schwedischen "Horrorsteuern" argumentieren (meistens ist die aber die Staatsquote gemeint, nicht die Steuer- und Abgabenquote), um von der brutalen Enteignung (mit individuellen Steuern und Abgaben bis ca. 50%) der eigenen Bevölkerung, wachsende Verschuldung, Rentenbetrug und Verschwendung von öffentlichen Mitteln abzulenken.

Mir liegt es fern Schweden schön zu reden - wir haben hier auch jede Menge Probleme - aber die Steuern kann ich verkraften, wenn ich z. B. vernünftige Straßen, eine ordentliche Kinderbetreuung etc. und andere öffentliche Leistungen irgendwie indirekt erhalte.

Gruß
Thomas
:sflagge:


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BeitragVerfasst: Sa, 09 Sep, 2006 6:44 
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Bravo "Filipstadder Thomas", für diese sachliche + zutreffende Klarstellung! Mich regen diese Steuer-Horror-Infos in + aus der BRD auch immer auf. Danke für diese verständliche Information!
pilgrim

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Die Zusammenhänge sind deutlich, wenn ich auch nicht weiss, welche Zusammenhänge. (Günter Eich 1968)


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BeitragVerfasst: Sa, 09 Sep, 2006 9:27 
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leider gehen unsere Steuergelder nicht dorthin wo sie am meisten gebraucht werden
Polizei und Gesundheitsreform!
und wenn man weiss wo diese Gelder hingehen tut es schon weh sein Einkommen bis zu 70%schwinden zu sehen.
wir sollten auch die 25% Mwst nicht vergessen

mfG.
Ingo

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BeitragVerfasst: Sa, 09 Sep, 2006 10:41 
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@ Pilgrim2
Danke für die Blumen, das musste ich irgendwie mal abladen.

@ Ingo
Was die Verwendung angeht stimme ich voll mit Dir überein, mehr in Gesundheit, mehr für Sicherheit, mehr für kleine und mittelständische Unternehmen...
Hinsichtlich der MwSt. bin ich anderer Meinung. Wenn ich hier als Konsument ein Produkt für 1 Euro (ist ja brutto) kaufe und der Staat 20 Cent erhält, dann leben wir relativ günstiger als in D, sofern das Produkt dort auch 1 Euro kostet (14 Cent MwSt.). Die Differenz holt sich der deutsche Fiskus dann über andere Kanäle.
Die MwSt. wird sich europäsch ohnehin angleichen, wobei das für D grundsätzlich Preiserhöhungen bedeutet.

Gruß
Thomas


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BeitragVerfasst: Sa, 09 Sep, 2006 16:36 
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Filipstader hat geschrieben:
@ Pilgrim2
Danke für die Blumen, das musste ich irgendwie mal abladen.

@ Ingo
Was die Verwendung angeht stimme ich voll mit Dir überein, mehr in Gesundheit, mehr für Sicherheit, mehr für kleine und mittelständische Unternehmen...
Hinsichtlich der MwSt. bin ich anderer Meinung. Wenn ich hier als Konsument ein Produkt für 1 Euro (ist ja brutto) kaufe und der Staat 20 Cent erhält, dann leben wir relativ günstiger als in D, sofern das Produkt dort auch 1 Euro kostet (14 Cent MwSt.). Die Differenz holt sich der deutsche Fiskus dann über andere Kanäle.
Die MwSt. wird sich europäsch ohnehin angleichen, wobei das für D grundsätzlich Preiserhöhungen bedeutet.

Gruß
Thomas


korrekt Thomas,
ich dachte da eher an meine Rechnungen :mrgreen:

mfG.
Ingo

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BeitragVerfasst: So, 10 Sep, 2006 13:28 
Was wird denn noch alles von den Steuern finanziert ?
Hatte zb. mal gelesen dass Stuidium und Kita Frei sind.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 10 Sep, 2006 17:22 
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Andianer hat geschrieben:
Was wird denn noch alles von den Steuern finanziert ?
Hatte zb. mal gelesen dass Stuidium und Kita Frei sind.


Für Kindergarten zahlst du etwas, es gibt eine MAXTAXA, das heißt einen höchstens zu bezahlenden Beitrag.
Die Höhe der Kostenbeteiligung hängt vom Alter des Kindes, der Anzahl der Kinder in der Familie und der Kommune in der du wohnst ab.

Guckst du hier:

http://www.skolverket.se/sb/d/375/a/1746

Gebühren

Es steht die Kommunen frei, angemessene Gebühren für den Platz in der Vorschule und der Familientagesstätte zu erheben. Die Gebühren dürfen die Eigenkosten der Kommune nicht übersteigen. Sie dürfen auch nicht so hoch sein, dass die Eltern auf einen Platz verzichten, der für das Kind wertvoll wäre. Seit 2002 haben die Kommunen die Möglichkeit, für die Vorschultätigkeit und die Schulkinderbetreuung ein System mit einem Beitragshöchstbetrag, der sogenannten Maxtaxa, anzuwenden. In der Vorschultätigkeit bedeutet das einen monatlichen Höchstbetrag von höchstens drei, zwei bzw. ein Prozent des Monatseinkommens der Familie für das erste, zweite bzw. dritte Kind der Familie. Die Monatsgebühr darf jedoch 1260 SEK für das erste Kind, 840 SEK für das zweite und 420 SEK für das dritte Kind in der Vorschultätigkeit nicht übersteigen. Im Jahr 2005 benutzten alle Kommunen des Landes die Maxtaxa.

_________________
Gruß
Simone
--------------------------------------------------------
Livet är alltid livsfarligt.
Erich Kästner


Zuletzt geändert von Simone am So, 10 Sep, 2006 17:23, insgesamt 1-mal geändert.

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