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Terra X | Das Jahrhundertwrack: Sensationsfund in der Ostsee

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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2006 17:00 
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pilgrim2 hat geschrieben:
Ich kann nicht verstehen, dass Menschen - die schon länger irgendwo im Ausland leben - immer noch Vergleiche mit den Zuständen aus ihrem Herkunftsland anstellen. Wenn es "daheim" so schön, so gut und so allumfassend war, WARUM sind sie dann nicht "daheim" geblieben??
pilgrim


Ist das denn so schlimm wenn man das vergleicht? :YYAK:
Ich finde das ganz normal wenn man in einem anderen Land lebt das man darueber redet was in seinem Heimatland anders ist.MEISTENS wird man von den Einheimischen sogar danach gefragt. :grübel2:
Die wollen ja oft auch wissen warum man das Land gewechselt hat.
Nur ist es eben nicht sooooo krass wie du es darstellst sondern es wird ueber die Unterschiede geredet und nicht ueber " "daheim" so schön, so gut und so allumfassend war, "warum dann ausgewandert?Es dreht sich nicht um das Ultimative,was auch gerade Schweden in meinen Augen nicht mehr ist,sondern einfach um das fuer und wider.
Ausserdem fragen doch oft neue Leute hier im Forum wo denn die Unterschiede zwischen den Laendern liegen.Also kann man ruhig die Unterschiede aufzaehlen,auch wenn,wie in jedem anderen Auswanderforum anderer Laender uebrigens auch,immer und immer wieder die gleichen Fragen auftauchen und man es wiederholen muss.Da kann man nix gegen machen weil es immer wieder Leute gibt die sich ueber auswandern Gedanken machen und dann bei null anfangen und dann los laufen und oftmals erste Fragen ohne gross zu ueberlegen erst mal raushauen :yyrübe2: .
Haetten die Jungs 10 Fragen frei und muessten ab der 11ten bezahlen wuerden die Fragen anders lauten denke ich mal :achso: :logisch: :grübel:
:lol:

BTW:Ich moechte nicht wissen wie oft von den Ausgewanderten die Frage im neuen Land gestellt wurde die mit :
Wie ist es denn bei euch wenn man..... anfaengt.Da wird ja auch nach den Unterschieden gefragt.

Eins steht fuer mich fest:Das beste Brot gibt es in Deutschland trotzdem werde ich wieder ins Ausland gehen.Das Brot allein kann mich nicht halten.Und wenn ich es mal mit der Huefte hab mache ich um Schottland einen grossen Bogen...... :YYBZ: :YYAT: :arme:

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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2006 17:26 
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pilgrim2 hat geschrieben:
Das ist eine interessante und vielschichtige Diskussion! Aber, wie immer: Es gibt nicht das Land, wo die gebratenen Tauben (oder Gänse) nur so herumfliegen.
Das medizinische System ist überall so gut oder schlecht, wie der jeweils konsultierte Arzt oder med. Helfer engagiert und erfahren ist. Das gilt für überall auf der Welt.
Ich kann nicht verstehen, dass Menschen - die schon länger irgendwo im Ausland leben - immer noch Vergleiche mit den Zuständen aus ihrem Herkunftsland anstellen. Wenn es "daheim" so schön, so gut und so allumfassend war, WARUM sind sie dann nicht "daheim" geblieben??
Und um auf den Auslöser zurückzukommen:Alles ist subjektiv!
pilgrim


man kann ja erstmal zu Hause testen:



Niemand leidet unter der bösen, bösen Welt mehr als unsere neurotischen LehrerInnen - einer Welt, in der es nicht genug "Projekte", Besoldungsgruppen und Ferien gibt!

In ihrer Verzweiflung lassen sie sich krankschreiben, beurlauben oder gehen gleich zu Ikea. Dort finden sie Trost, indem sie unförmige Einkaufswagen mit Dingen beladen, die im Gegensatz zu ihren Zöglingen noch die Illusion des Naturbelassenen (Attribut: "unbehandelt") vermitteln. Hier findet der pädagogische Wille zum Formen und Gestalten endlich Erfüllung, denn bei Ikea wird der Ramsch, den man bei "Rudis Resterampe" oder auf dem Sperrmüll fertig bekommt, als teurer Bausatz angeboten, und wer sich für besonders "kreativ" hält, freut sich darauf, die Teile mit Fingerfarben zu bemalen. Daß nichts zusammenpaßt, merkt man ja glücklicherweise erst zu Hause!

Ganze Therapiegruppen legen hier ihre Leidensmiene ab und wälzen sich mit dümmlichem Lächeln durch ein Ambiente, in dem alles aufreizend vernünftig ist: Die Gänge sind breit genug, die Möbel penetrant praktisch, die Kataloge in ausreichender Zahl vorhanden, die Toiletten aufdringlich sauber und selbst die langweiligsten Ordnungsmittel schick gestaltet. Selbst dem Umstand, daß mit der neurotischen Kundschaft niemand etwas zu tun haben will und sie deshalb notorisch "alleinerziehend" ist, wird von Ikea Rechnung getragen, und so findet man gleich neben dem Parkplatz für die Autos einen Bereich, in dem das Kind geparkt werden kann.

Durch die Lautsprecher klingen einschmeichelnde Melodien, die an die guten alten Tage von 1968 gemahnen und die Kunden vergessen lassen, daß sie inzwischen zu den geschmähten "Besserverdienenden" gehören. Das Schönste aber ist: Als Ikea- Kunde darf man sich in der Gewißheit wiegen, kein "Spießer" zu sein, denn Ikea wirbt schließlich damit, ein "verrücktes Möbelhaus" zu sein. Daß sich das Attribut "verrückt" auf die Kundschaft bezieht, ahnt diese nicht einmal im Traum!

Durch die Gänge huschen rotgekleidete, penetrant lächelnde Menschen, die mit derselben Inbrunst wie früher an Bhaghwan heute an "Möbelfakta" glauben. Umweltfreunde, die sich eben noch rechthaberisch um einen Parkplatz für ihre stinkenden Kleinlaster gestritten haben, bekommen in dieser Oase einen friedlich verklärten Blick. Alles ist hier so wunderbar schwedisch und noch viel nordischer, als der Führer je zu träumen wagte, und überhaupt ist Ikea das einzig verbliebene ausländerfreie Einkaufpsparadies. Welch ein Dorado für multikulturell denkende Menschen!

Man kann sein Weltbürgertum sinnlich zum Ausdruck bringen, indem man am Ausgang original schwedische Fanartikel wie Bücher von Astrid Lindgren, Wasser von Ramlösa und Knäckebrot von Wasa ersteht, die man sonst nirgends in Berlin bekommt.

Alles bei Ikea wirkt so sauber wie die blitzblanken Zähne eines blondbezopften Schwedenmädels aus dem TUI- Prospekt - und ebenso asexuell. Wer würde beim Anblick der "Möbelfakta"- Maschine, die dem staunenden Publikum die sensationelle Haltbarkeit von Ikea- Matratzen demonstriert, an etwas anderes als an einen unschuldigen Elchtest denken?

Trotz der Sterilität wirkt Ikea irgendwie "persönlich". Das liegt daran, daß jedes Produkt einen Namen hat. So fühlt man sich auf den ersten Blick beinahe ebenso "angenommen" wie in seiner kuscheligen Therapiegruppe, deren Möblierung ja ebenfalls von Ikea stammt.

Hier gibt es nicht diese entsetzliche Anonymität wie bei "Anderle" und "Möbel- Hübner", wo man sich, dumm wie man war, früher einmal herumgetrieben hat. Hier ist das Paradies für Verrückte, die ihre Möbel mit Vornamen anreden, denn hier heißt der Tisch "Lars", der Dübel "Ole", die Lampe "Stine", der Designer "Ove Pettersson", und alle gehören sie zur großen, praktischen Familie Bullerbü, in der die Welt noch in Ordnung ist und in die man sich ganz leicht einkaufen kann, selbst wenn man selbst nur "Edeltraut" heißt. Wer bei Ikea kauft, legt ein Bekenntnis ab - ein Bekenntnis zu ein bißchen Frieden, ein bißchen Umwelt und ein bißchen Sozialismus wie in Schweden.

Überhaupt ist Schweden für Ikea- Fans das Paradies: Ein Land, in dem sich blonde Menschen ihre Wohnung einträchtig mit ihren blonden Möbeln teilen! Ein Land, in dem alle auf Anhieb geduzt werden - selbst die Garderobenhaken! Und wer nicht ständig nach Schweden reist oder am besten gleich dort hinzieht, geht stattdessen eben zu Ikea.

Weil diese armen Menschen ihr ganzes Geld bei Ikea lassen und das Gelobte Land deshalb nie kennenlernen werden, ahnen sie nicht einmal, daß Schweden ein todlangweiliges Land ist, in dem es gar keinen Sozialismus gibt - ein Land, in dem sich die Menschen nach neudeutschen Autos und altdeutschen Schrankwänden sehnen und aus Verzweiflung über ihre viele Umwelt zur Flasche greifen!

mfG.
Ingo(der S noch nie mit D verglichen hat)

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„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“

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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2006 17:39 
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sachlich wie immer und guuuut beobachtet....
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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2006 20:26 
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Backa hat geschrieben:
Hej Elkie,

das war keine "ironische Bemerkung", das ist Tatsache!

Das Gesundheitssystem in D ist gemessen an dem, was eingezahlt wird - EXTREM schlecht. In GB zahlst Du für den NHS keine Beiträge, oder? Das Rentensystem ist im Verhältnis zu dem, was eingezahlt wird - EXTREM schlecht. In D läuft einiges im sozialen Bereich EXTREM schlecht. Es ist auch so, daß ein deutscher Arbeitnehmer im intern. Vergleich (noch) sehr produktiv arbeitet (in GB gibt's Jobs, die gibt's gar nicht), bringt ihm nur leider gar nichts.

Keiner hat gesagt, daß es anderswo besser ist. Wir haben in D wg. der Wiedervereinigung ganz besondere Bedingungen, die keiner rechtzeitig richtig vorausgesehen hat und die nicht vgl.bar sind mit Ländern vgl.baren Standards. Und wir haben vor allem seit Jahren keine Politik, die die Notbremse zieht, wie z.B. in GB, NL oder anderen Ländern. Du bist ja in GB, dann weißt Du ja, wie es dort vor ein paar Jahren aussah und wie es jetzt aussieht (was natürlich nicht für die Ewigkeit sein muß).

Und ich glaube wohl, daß jemand, der hier nicht mehr zurechtkommt, weil er aufgrund der Rahmenbedingungen auf keinen grünen Zweig kommt, woanders sein Glück machten kann, wenn er den richtigen Weg wählt.


LG
Susanne



Hallo,


einer hat es vorausgesehen, dem hat man aber nicht zugehört:


" OSCAR"

Gruß

Namsen

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BeitragVerfasst: Mi, 18 Okt, 2006 20:48 
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Hej Ingo,

einsame Spitze! :herz:

Grüße
Christa Steffen

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Es ist selten im Leben für etwas zu früh und niemals für etwas zu spät.


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BeitragVerfasst: Do, 19 Okt, 2006 0:37 
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Plz/Ort: Småland
Der Artikel, den Annika dankenswerter Weise eingestellt hat, handelt von der schwedischen Doppelmoral.
Ich kann an keiner Stelle einen Vergleich mit D erkennen. Es geht nur um Anspruch und Wirklichkeit in S, beginnend mit den Schattenseiten.
Das finde ich sehr realistisch dargestellt.
Ich möchte, auch wenn ich gern in S lebe, kritisch sein dürfen (war ich in D ebenso), obwohl es in diesem Land ziemlich unüblich und unerwünscht ist. Es geht schließich um das Land, in dem ich lebe, wo ich Steuern zahle u.s.w.

Gruß
Thomas


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BeitragVerfasst: Do, 19 Okt, 2006 3:29 
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Ingo hat geschrieben:
Niemand leidet unter der bösen, bösen Welt mehr als unsere neurotischen LehrerInnen - einer Welt, in der es nicht genug "Projekte", Besoldungsgruppen und Ferien gibt!

In ihrer Verzweiflung lassen sie sich krankschreiben, beurlauben oder gehen gleich zu Ikea. Dort finden sie Trost, indem sie unförmige Einkaufswagen mit Dingen beladen, die im Gegensatz zu ihren Zöglingen noch die Illusion des Naturbelassenen (Attribut: "unbehandelt") vermitteln. Hier findet der pädagogische Wille zum Formen und Gestalten endlich Erfüllung, denn bei Ikea wird der Ramsch, den man bei "Rudis Resterampe" oder auf dem Sperrmüll fertig bekommt, als teurer Bausatz angeboten, und wer sich für besonders "kreativ" hält, freut sich darauf, die Teile mit Fingerfarben zu bemalen. Daß nichts zusammenpaßt, merkt man ja glücklicherweise erst zu Hause!

Ganze Therapiegruppen legen hier ihre Leidensmiene ab und wälzen sich mit dümmlichem Lächeln durch ein Ambiente, in dem alles aufreizend vernünftig ist: Die Gänge sind breit genug, die Möbel penetrant praktisch, die Kataloge in ausreichender Zahl vorhanden, die Toiletten aufdringlich sauber und selbst die langweiligsten Ordnungsmittel schick gestaltet. Selbst dem Umstand, daß mit der neurotischen Kundschaft niemand etwas zu tun haben will und sie deshalb notorisch "alleinerziehend" ist, wird von Ikea Rechnung getragen, und so findet man gleich neben dem Parkplatz für die Autos einen Bereich, in dem das Kind geparkt werden kann.

Durch die Lautsprecher klingen einschmeichelnde Melodien, die an die guten alten Tage von 1968 gemahnen und die Kunden vergessen lassen, daß sie inzwischen zu den geschmähten "Besserverdienenden" gehören. Das Schönste aber ist: Als Ikea- Kunde darf man sich in der Gewißheit wiegen, kein "Spießer" zu sein, denn Ikea wirbt schließlich damit, ein "verrücktes Möbelhaus" zu sein. Daß sich das Attribut "verrückt" auf die Kundschaft bezieht, ahnt diese nicht einmal im Traum!

Durch die Gänge huschen rotgekleidete, penetrant lächelnde Menschen, die mit derselben Inbrunst wie früher an Bhaghwan heute an "Möbelfakta" glauben. Umweltfreunde, die sich eben noch rechthaberisch um einen Parkplatz für ihre stinkenden Kleinlaster gestritten haben, bekommen in dieser Oase einen friedlich verklärten Blick. Alles ist hier so wunderbar schwedisch und noch viel nordischer, als der Führer je zu träumen wagte, und überhaupt ist Ikea das einzig verbliebene ausländerfreie Einkaufpsparadies. Welch ein Dorado für multikulturell denkende Menschen!

Man kann sein Weltbürgertum sinnlich zum Ausdruck bringen, indem man am Ausgang original schwedische Fanartikel wie Bücher von Astrid Lindgren, Wasser von Ramlösa und Knäckebrot von Wasa ersteht, die man sonst nirgends in Berlin bekommt.

Alles bei Ikea wirkt so sauber wie die blitzblanken Zähne eines blondbezopften Schwedenmädels aus dem TUI- Prospekt - und ebenso asexuell. Wer würde beim Anblick der "Möbelfakta"- Maschine, die dem staunenden Publikum die sensationelle Haltbarkeit von Ikea- Matratzen demonstriert, an etwas anderes als an einen unschuldigen Elchtest denken?

Trotz der Sterilität wirkt Ikea irgendwie "persönlich". Das liegt daran, daß jedes Produkt einen Namen hat. So fühlt man sich auf den ersten Blick beinahe ebenso "angenommen" wie in seiner kuscheligen Therapiegruppe, deren Möblierung ja ebenfalls von Ikea stammt.

Hier gibt es nicht diese entsetzliche Anonymität wie bei "Anderle" und "Möbel- Hübner", wo man sich, dumm wie man war, früher einmal herumgetrieben hat. Hier ist das Paradies für Verrückte, die ihre Möbel mit Vornamen anreden, denn hier heißt der Tisch "Lars", der Dübel "Ole", die Lampe "Stine", der Designer "Ove Pettersson", und alle gehören sie zur großen, praktischen Familie Bullerbü, in der die Welt noch in Ordnung ist und in die man sich ganz leicht einkaufen kann, selbst wenn man selbst nur "Edeltraut" heißt. Wer bei Ikea kauft, legt ein Bekenntnis ab - ein Bekenntnis zu ein bißchen Frieden, ein bißchen Umwelt und ein bißchen Sozialismus wie in Schweden.

Überhaupt ist Schweden für Ikea- Fans das Paradies: Ein Land, in dem sich blonde Menschen ihre Wohnung einträchtig mit ihren blonden Möbeln teilen! Ein Land, in dem alle auf Anhieb geduzt werden - selbst die Garderobenhaken! Und wer nicht ständig nach Schweden reist oder am besten gleich dort hinzieht, geht stattdessen eben zu Ikea.

Weil diese armen Menschen ihr ganzes Geld bei Ikea lassen und das Gelobte Land deshalb nie kennenlernen werden, ahnen sie nicht einmal, daß Schweden ein todlangweiliges Land ist, in dem es gar keinen Sozialismus gibt - ein Land, in dem sich die Menschen nach neudeutschen Autos und altdeutschen Schrankwänden sehnen und aus Verzweiflung über ihre viele Umwelt zur Flasche greifen!

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*Konrad Adenauer*

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BeitragVerfasst: Do, 19 Okt, 2006 8:19 
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Hej Thomas!

:yycc: Genau so sehe ich das auch!

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Annika


Filipstader hat geschrieben:
Der Artikel, den Annika dankenswerter Weise eingestellt hat, handelt von der schwedischen Doppelmoral.
Ich kann an keiner Stelle einen Vergleich mit D erkennen. Es geht nur um Anspruch und Wirklichkeit in S, beginnend mit den Schattenseiten.
Das finde ich sehr realistisch dargestellt.
Ich möchte, auch wenn ich gern in S lebe, kritisch sein dürfen (war ich in D ebenso), obwohl es in diesem Land ziemlich unüblich und unerwünscht ist. Es geht schließich um das Land, in dem ich lebe, wo ich Steuern zahle u.s.w.

Gruß
Thomas


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BeitragVerfasst: Do, 19 Okt, 2006 9:45 
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sillstrypare hat geschrieben:
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Damit unser DGSF nicht nocht verfolgt wird: hab den Link gefunden, wo der Text her ist: http://www.chatnoir.de/bestof/ikea.htm

Einwand: "ausländerfrei" ist Ikea nicht! :YYAV:

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BeitragVerfasst: Do, 19 Okt, 2006 11:08 
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Haegar hat geschrieben:
Ingo,
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sachlich wie immer und guuuut beobachtet....
:bravo:
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dann muss das wohl heisse..
und guuuut kopiert..
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