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BeitragVerfasst: Sa, 30 Okt, 2010 13:11 
Die deutsche Berichterstattung über Schweden hat sich - soweit sie überhaupt vorhanden ist - darauf spezialisiert, ein idealisiertes Bild von Schweden zu vermitteln. Schweden besteht dort hauptsächlich aus Elchen, unmotiviert im Walde herumstehenden roten Holzhäusern und einem als vorbildlich geschildertem Sozialsystem.

Sicherlich gibt es Elche in Schweden (die gibt es auch in Polen und Russland, selbst in Nordamerika) und sicherlich gibt es auch rote Stugas und selbst im sozialem Bereich gibt es noch Gebiete, die besser organisiert sind als in Deutschland. Dennoch hat die einseitige deutsche Schilderung in summa recht wenig mit dem schwedischen Alltag zu tun. Die meisten Schweden leben heute in Städten, wo es weder Wiederkäuer noch einsame Hütten gibt und auch das sozial Netz ist inzwischen - mit deutschem Maße gemessen - in einem bedauerlichen Zustand. Und natürlich ist die schwedische Gesellschaft kein Bullerbü, sondern ein Ort wo Menschen leben, wo es folglich Widersprüche und Fehlentwicklungen gibt, wie in jedem anderen Land auch.

Diese Seite will also versuchen, die Lücke in der deutschen Berichterstattung ein wenig zu verkleinern. Ich werde hier die Informationen, welche die schwedischen Medien liefern, so objektiv wie möglich wiedergeben. Hauptsächlich werde ich mich auf Beiträge des Schwedischen Radios (SR) und des Schwedischen Fernsehens (SVT) stützen.

www.schweden-heute.de


Zuletzt geändert von schweden-heute.de am Sa, 30 Okt, 2010 15:09, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Okt, 2010 13:52 
Grattis, ein guter Anfang mit neuen, frischen Ideen! Sie Site wird sich ja noch in der Entwicklung befinden, denn ich konnte noch kein Impressum entdecken, weiß also nicht, wer verantwortlich zeichnet. Die Mailadresse unten ist in dem dunklen Balken fast unsichtbar. Aber ich freue mich auf weiteres!


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BeitragVerfasst: Sa, 30 Okt, 2010 14:18 
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Hallo Sören!
Wilkommen im Forum!
Das mit dem Impressum wollte ich auch grad erwähnen.
Selöbst wenn du als Domaininhaber bei der denic mit einer schwedischen adresse eingetragen bist, kann der Admin-c (Rieke) in deutschland abgemahnt werden. also entweder impressum und den ganzen unfug hinzufügen oderr einfach ne .se oder .com domain nehmen, da "brauchst" du kein impressum mit schwedischer adresse (bzw kannst nicht erfolgreich abgemahnt werden). wenn du bereits andere tricks kennst eine abmahnung zu umgehen, ignorier mein schreiben:-)

inhaltlich interessant zu lesen, auch wenn ich da jetzt noch nichts desillusionierendes gelesen habe. ist zwar recht "negativ" geschrieben aber sachlich falsch nicht (was ich auf den ersten blick gelesen habe).

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"Det löser sig" sa kärringen som sket i badkaret.


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BeitragVerfasst: Sa, 30 Okt, 2010 14:24 
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Hej hej!

Logisch, das touristische Schwedenseiten nur das schöne zeigen.
Aber der Behauptung, dass die deutsche Berichterstattung über Schweden sich darauf spezialisiert, ein idealisiertes Bild von Schweden zu vermitteln, kann ich nicht zustimmen.

Wer nur alle paar Jahre Urlaub in Schweden macht, interessiert sich bestimmt nicht für das soziale System, das Migrantenproblem oder was auch immer.
Wahre Schwedenfans wissen jedoch genau, was im Argen liegt. Und viele Seiten, nicht zuletzt das DGSF, berichten nicht nur über die "süßen" Elche oder schnuckeligen roten Ferienhäuser.

In meinem E-Postfach landen täglich rund ein Dutzend Meldungen von deutschen Berichterstattern über Schweden,- davon treffen vielleicht maximal zwei auf die von schweden-heute.de gemachte Behauptung zu.

:YY: Värmi

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► 111 Gründe, Schweden zu lieben: Eine Liebeserklärung an das schönste Land der Welt


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BeitragVerfasst: Sa, 30 Okt, 2010 14:38 
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Kann hier Värmi nur zustimmen.

schweden-heute.de hat geschrieben:
Die deutsche Berichterstattung über Schweden hat sich - soweit sie überhaupt vorhanden ist - darauf spezialisiert, ein idealisiertes Bild von Schweden zu vermitteln. Schweden besteht dort hauptsächlich aus Elchen, unmotiviert im Walde herumstehenden roten Holzhäusern und einem als vorbildlich geschildertem Sozialsystem.


Ich lese idR die SZ, die FAZ, die FAS und die WAs.
In allen genannten Zeitungen findet man eine neutrale Berichterstattung, die sowohl Lobgesänge auf das pisa-tauglichere Schulsystem enthält, wie auch kritische Artikel im Wirtschaftsteil oder Nachdenkliches zum Thema Sozialstaat.
Ebenso würde ich das Verhältnis der Berichterstattung bei den ÖR als ausgewogen ansehen.
Habe vor ein paar Tagen erst einen ausführlichen Bericht zu schwed. Krankenhäusern und deren Problemen auf NDR info (oder MDR Info?) gehört.

Es ist doch vielmehr so, dass die Rezepienten häufig einer einseitigen Sicht der Dinge erliegen und sich nur die "schönen" Nachrichten aus dem "gelobten Land" heraus picken.
Ob man dem entgegen treten muss, kann man sicher diskutieren...

Dennoch viel Erfolg bei der Homepage...auch wenn mir eine Good-News Daily lieber gewesen wäre :wink:

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Okt, 2010 15:48 
@Torsten 1: Vielen Dank für den Impressumtipp - ich werde das verdeutlichen.

@ Värmi und Herr Jeh: Ich habe vor zwei Jahren eine Umfrage von allen in Schweden akkreditierten Journalisten gemacht und dabei gefragt, wie das Verhältnis zwischen "Bullerbüthemen" und "normalen Themen" bei ihnen in den letzten Jahren war. Der Grundtenor war, dass die Leser/Zuschauer/Hörer kein großes Interesse an "kritischen" Themen haben und solche Artikel in aller Regel keine große Resonanz erfahren. Am schlimmsten war und ist es beim ZDF: die haben erst gar keinen Korrespondenten in Schweden, vielmehr sitzt da eine Frau mit dem bezeichnenden Namen Trams auf dem verantwortlichen Posten in Deutschland. Frau Trams war auch die Einzige, die nicht auf mein Enquete geantwortet hat. Vom ZDF kommt nur so was wie Testfahrerin in Arjeplog oder die königliche Hochzeit (und natürlich "Inga Lindström", peinlicher geht es nicht).

Frau Breithaupt von der ARD, die in Stockholm sitzt und für ganz Skandinavien verantwortlich ist, hat mal für den Weltspiegel eine Reportage über das Gesundheitswesen gemacht, die von mit hätte sein können. Ansonsten ist das auch mehr Tagespolitik oder Themen wie "Lichttherapie im Winter". Beim Focus gab es mal eine Journalisten, der sogar über Rinkeby berichtet hat. Ist aber auch schon ein paar Jahre her. Was die Zeitungen, die Herr Jeh anführt, schreiben, kann ich nicht überblicken, aber insgesamt ist das, was ich beobachte, immer wieder das Gleiche: in diesem Jahr die Hochzeit, sonst Themen wie Eishotel, weiße Nächte, badende Elche oder Schärgardsidyllen. Da machen sich ja schon schwedische Journalisten, die ja überhaupt recht wenig über Deutschland berichten (Außnahme SR P1), drüber lustig. Wenn Ihr einfach mal die Themen der Beiträge von Carolin Salzinger (P1) mit denen ihrer deutschen Kollegen über Schweden vergleicht, dann wisst Ihr, was ich meine.

Ich will hier nicht allzu viel darüber reden, welche Meinung 90 Prozent aller Schweden über Deutschland und die Deutschen haben. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass es recht wenig zum Schwedenbild der Deutschen zu tun hat. Das merkt man aber erst, wenn man im Land lebt. Googelt einfach mal nach dem Wort "tyskhat".

Mir geht es im Prinzip eigentlich nicht so sehr um Schweden, damit habe ich schon lange abgeschlossen. Mir geht es darum, wie leicht Menschen manipulierbar sind und wie gerne sie sich manipulieren lassen. Ich finde das erschreckend. Wenn wir uns so ein Wolkenkuckucksheim wie "das Schweden der Deutschen" bieten lassen können, kann man uns eigentlich in jede Richtung schicken, so lange man die Hoheit über die Medien hat. Und das 200 Jahre nach der Aufklärung, wo es heute sogar so einem Klassewerkzeug wie das Internet gibt. Ist einfach nur traurig.

Aber sicherlich hat Schweden touristisch Potential. Wenn es im Mittelmeerraum immer wärmer wird und Spanien in 10, 15 Jahren seine Trinkwasserversorgung endgültig zur Sau gemacht hat, werden immer mehr Menschen nach Alternativen suchen. Und Schweden wird da eine große solche sein. Und als Tourist ist man ja durchaus willkommen, auch wenn man nicht mehr auf Deutsch beworben wird (95 Prozent aller Touristen in Schweden verstehen entweder Schwedisch oder Deutsch. Trotzdem sind die meisten Informationen nur noch auf Schwedisch oder Englisch: Erfolgsquote hier: 80 Prozent). Aber was soll's, hier gibt es immer Wasser und es wird nie wärmer, als 35 Grad Celsius. Hat ja auch was.


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BeitragVerfasst: Sa, 30 Okt, 2010 16:02 
@ Herr Jeh: "Pisataugliches Schulsystem"

Auch interessant. Laut schwedischer Medien liegt Schweden bei Pisa recht weit unten. Hier blickt man eher nach Finnland. Ich bin mit dem Thema aber nicht so vertraut. Ich habe aber selbst mal ein paar Wochen vertretungsweise als Deutschlehrer für die Klassen 6-9 gearbeitet. Gut, das war in einer Kommune, die auch für schwedische Verhältnisse nicht für "lysande" Ergebnisse im schulischen Bereich bekannt ist. Es war wirklich niederschmetternd. Mindestens die Hälfte meiner Schüler hätte in Deutschland einen Platz auf der Sonderschule bekommen. Ein Kollege von mir hat sogar mal von einem vollgedrogten Schüler (mit dem Kampfschrei: "Tyskjävel") Prügel bezogen. Laut der Lehrerin meiner Nichte, sind 30 Prozent aller Neuntklässler nicht in der Lage, einen 2-seitigen Text verstehend zu lesen (auf ihrer Muttersprache, natürlich). Das deckt sich mit meinem subjektiven Empfinden, nach diesen 6 Wochen mit dieser Altersklasse. Was ich jedoch überblicken kann, ist die Studienkompatibilität von Studenten gesellschaftswissenschaftlicher Fächer. Und da sieht es wirklich nur deprimierend aus.

Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist, aber wenn dort die Schulen noch schlechter funktionieren sollten, brauchen wir keine Rentendiskussionen mehr führen, dann haben wir keine Zukunft.

Schönes Wochenende Euch allen!

Sören


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BeitragVerfasst: Sa, 30 Okt, 2010 16:37 
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schweden-heute.de hat geschrieben:

Auch interessant. Laut schwedischer Medien liegt Schweden bei Pisa recht weit unten. Hier blickt man eher nach Finnland.


Jau, man schaut in der Tat eher nach Finnland. Aber auch Schweden wird gerne herangezogen, weil dort z.B. ein breit gefächertes System in den Oberstufen herrscht.
Zumindest laut reinen Zahlnwerten, befindet sich Schweden bei den Erhebnungen immer über dem OECD Durchscnitt und in 2003 sogar mit Abstand vor Deutschland.
An den reinen Zahlenwerten sollte man sich natürlich nicht verbeissen, war eben nur ein Bsp. am Rande.

schweden-heute.de hat geschrieben:
Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist, aber wenn dort die Schulen noch schlechter funktionieren sollten, brauchen wir keine Rentendiskussionen mehr führen, dann haben wir keine Zukunft.


Tjoarr, habe mich vor kurzem mit jemand aus dem KuMist eines Bundeslandes weit oben an der Ecke ( :mrgreen: ) unterhalten. Dort verlässt gut 1/5 eines Jahrganges die Schule ohne irgendeinen Abschluss, also nicht mal mit Hauptschulabschluss.

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Okt, 2010 16:40 
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schweden-heute.de hat geschrieben:
Mir geht es im Prinzip eigentlich nicht so sehr um Schweden, damit habe ich schon lange abgeschlossen.


Öha...und nun?

:achso:

schweden-heute.de hat geschrieben:
Mir geht es darum, wie leicht Menschen manipulierbar sind und wie gerne sie sich manipulieren lassen. Ich finde das erschreckend. Wenn wir uns so ein Wolkenkuckucksheim wie "das Schweden der Deutschen" bieten lassen können, kann man uns eigentlich in jede Richtung schicken, so lange man die Hoheit über die Medien hat.


Na dann bin ich ja mal gespannt, auf welche Reise du uns als Infolemminge, die wir uns ab sofort an deiner Nachrichtenbrust laben dürfen schicken wirst :wink:
Gut, dass ich nahe an den Kreidefelsen wohne...da kann man ja fast schon klippig dem Tod entgegen stürzen :mrgreen:

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BeitragVerfasst: Sa, 30 Okt, 2010 16:56 
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@schweden-heute:
also langsahm artet dein schreibstil in pure polemik aus! (vieleocht war es das auch schon von anfang an und ich wollte nur nett sein)

schweden-heute.de hat geschrieben:
Was die Zeitungen, die Herr Jeh anführt, schreiben

ich hoffe du meinst deine äusserung nicht ernst? zumindest SZ und FAZ sollten jedem deutschen ein begriff sein! vor allem jemand der sich im veröffentlichendem bereich betatigt wie du.

schweden-heute.de hat geschrieben:
Trotzdem sind die meisten Informationen nur noch auf Schwedisch oder Englisch

hat auch was für sich, da man im europa von heute von jedem erwarten können sollte englisch zu sprechen und man so vielleicht "problemkinder" und sprachanalphabeten von vornherein aussiebt (ich weiss dass es für euch höhere semester (insbesondere ex-ostzonenbewohner) schwieriger ist weil ihr eher nie vernünftiges englisch gelernt habt.)

schweden-heute.de hat geschrieben:
von einem vollgedrogten Schüler

uiii du bist auch lehrer und btm speziaslist, respekt respekt;-)

ne aber sören, wo du schonmal so dicke austeilst: wenn du schon ne neue seite machst, dann setz doch gleich auf ein CMS. das wirkt dann ernsthafter.

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