Um auf Värmi's Thread zurückzukommen:
Ich beobachte in "meiner" Region (Bengstfors, Amal, Karlstad, Arjäng) seit längerem die wirtschaftliche Lage und habe - so denke ich - durch meine schwedischen Freunde auch ein halbwegs realistisches Bild gewonnen: grössere Firmen, wie z.B. Nilfisk (ehemals Amal), sind schon seit einigen Jahren weg ("ausgewandert" nach Polen oder Tschechien). Aber in den letzten beiden Jahren sind nun auch kleinere Firmen betroffen, deren Export zusammengebrochen ist aufgrund der immer stärker werdenen Krone. Es bietet sich also für ausländische Konkurrenz an, schwächelnde Firmen aufzukaufen und evtl. einzustampfen, wenn diese nicht von selber Pleite gehen... Wie ich bereits in anderen Threads ausgeführt habe, bin ich gespannt, wann die Regierung in Schweden aufwacht und gegensteuert, um die Krone wieder auf einen vernünftigen Wechselkurs zu bringen (Ende Dezember gab's zwar eine leichte Zinssenkung der Riksbank, aber das hatte bis dato keine Auswirkung).
Und: eine "Dienstleistungsgesellschaft" benötigt immer noch Firmen, denen sie die Dienstleistung anbieten kann - ein sehr gutes Beispiel, wie es NICHT funktioniert, ist England.
posting.php?mode=reply&f=39&t=24552&sid=0c0d3cfe63490b94eea3b7a81f13912f# Ein "Vorteil" hat das aber: es waren noch nie soviele Häuser in der Region zum Verkauf angeboten...und die Preise purzeln immer tiefer! Wer also gerade in dieser Region was sucht, hat - trotz des miesen Wechselkurses - gute Chancen auf ein günstiges Ferienhaus/Eigenheim. Des einen Freud des anderen Leid!
Meine schwedischen Freunde freuen sich natürlich, dass sie jetzt günstig im Ausland Urlaub machen und einkaufen können - aber alle sind gespannt, wie lange deren Firmen noch existieren, von und mit denen sie ja ihr Gehalt verdienen...
Hartmut