Hejsan Harald,
ich kann da Annika echt nur zustimmen.
Ich z.B. bin nun 2,5 Jahre hier, kann schwedisch und hatte über die Wintermonate einen Job gesucht, da der Umsatz in meinem Laden erschreckend war und eigentlich noch ist.
Was - war eigentlich egal, wenigstens ein paar hundert Kronen sicher haben. putzen,Mc-Donalds, Altersheim, Büro, an der Kasse, Fabrik -ganz egal. Verdienst auch ziemlich egal.
Und ich habe nichts gefunden!! -
Also bitte nicht so leicht vorstellen!
Sicher verstehe ich es - wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Und man denkt sicher - ehe ich hier herumsitze in Deutschland und die Agentur für Arbeit macht nichts. - Aber wenn du in Deutschland flexibel bist und nicht ortsgebunden, dann kannst du ja deine ganze Energie dort hineinlegen und die Sprache sprichst du wenigstens.
Ich hab oft das Gefühl wenn man "warnt" - vor allem bei der Sprache, dass diejenigen, die anfragen und nach Erfahrungen fragen, meinen, man würde ihnen "das Glück in Schweden nicht gönnen". Und das mit der Sprache - das wird schon, wenn man erst mal da ist.
Aber es kann ja sein, dass ich gerade bei dir nun völlig falsch liege und du sprichst perfekt schwedisch - dann förlåt! - Dann ist es halt nur ein allgemeiner Rat an alle anderen, die sich Schweden als Traum- u. Wunschland vorstellen.
Also meine Erfahrungen - und das kann ich nur jedem raten, der mich fragt: schwedisch sprechen und genügend finanzielle Reserven mitbringen, dass man eine ganze Weile "überleben" kann.
Und selbst wenn man einen Job hat - den kann man auch ganz schnell wieder los sein, denn die werden meist nur befristet vergeben. Und dann??
Ich kenne einen Fall - Familie mit mehreren Kindern. Vater hatte ein Jahr Arbeit hier - nun ist er arbeitslos. Ich glaube er sagte - drei Monate lang muss er bereit sein für einen Job 100 km (einfache Strecke) zu pendeln und nach diesen drei Monaten in ganz Schweden! Egal ob Familie oder nicht, egal ob eigenes Haus oder nicht.
Na ich höre nun auf - könnte noch alles mögliche erzählen, was die meisten nicht hören wollen.
Lycka till dir Harald - und allen anderen auswanderungswilligen auch!

Sabine