tth hat geschrieben:
Was kann nun passieren:
- Die Bürokraten sind konsequent bürokratisch und glauben mir nichts mehr, weil ich offensichtlich keine Ahnung habe, wie mein Privatleben in den kommenden Monaten verlaufen wird. Sie lehnen erneut ab.
- Die Bürokraten sind dankbar, dass ich ihnen aus ihrem eigenen Käfig heraushelfe, indem ich mich an den Wahnsinn anpasse und meine Angaben daran ausrichte. Sie genehmigen den Antrag.
Die Börde hat sich tatsächlich "dankbar" gezeigt und mir heute die sagenumwobene Personnummer zugestellt. Ab jetzt existiere ich also wirklich... Nun kann ich damit beginnen, mich tiefer in den Bürokratiedschungel zu graben.
Ich wusste es schon vor zwei Tagen, dass es geklappt hat. Netterweise kann man ja jede "in Schweden existente" Person im Internet abfragen - ich hatte mich am Samstag schon auf dieser Webseite entdeckt. Ist wirklich ein spezielles Gefühl, zu wissen, dass jeder Erdenbürger mit Internetzugang nun meine Daten lesen kann.
Die Schweden finden das interessanterweise gar nicht negativ... normalerweise bekommt man da den Satz "Wieso? Hast Du was zu verbergen?" zu hören. Die sind dann immer total überrascht, wenn ich entgegne, dass ich selbstverständlich etwas zu verbergen habe.
Hier scheint mir das deutsche Bedürfnis, Herr über seine persönlichen Informationen zu sein, völlig vom schwedischen Empfinden abzuweichen. Aber kleine Unterschiede sind ja durchaus willkommen...