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BeitragVerfasst: Fr, 12 Okt, 2007 10:02 
Hej Emaster,

bevor es ins Wochende geht und ich eine Forumspause einlegen werde, weil ich so viel vor dem PC sitze und es sonst eins auf den Deckel gibt :mrgreen:, noch von mir eine kurze Rückmeldung:

1. Die Entfernungen die Rehwild schwimmend zurücklegt sind enorm. Die schwimmen sogar auf Inseln, obwohl sie auf dem "Festland" genug Äsung finden würden. Habe ich alles in Småland und Bohuslän selber gesehen.

2. Das die in Deutschland bestehenden Luchsprojekte kontrovers diskutiert ist ja bekannt und soll auch so sein. Dass natürlich der Aufschrei von Jagdpächtern kommt ist auch klar. Oder? Wer 9 oder 12 Jahre zu "anständigen" Preisen das Aneignungsrecht für jagbares Wild in einem Revier pachtet der mag keine Konkurrenz. Da schmerzt jeder Riss und das große Rechnen beginnt. Da wären wir dann an einem Punkt angekommen, an dem über das deutsche Jagdrecht weiter diskutiert werden könnte. Ich will nur soviel sagen: Es ist völlig veraltet. Gerade was die Regelungen der Jagdpachterei betrifft. Selber habe ich viele Jahre gepachtet. Zum 31.März sind die Verträge hier ausgelaufen. Es gab keine Verlängerung der bestehenden Verträge. Ich habe für mich persönlich beschlossen nicht mehr neu zu pachten. Und das ist gut so! Auf alle Fälle lebe ich jetzt ruhiger und der "Druck" ist weg. Ein Begehungsschein gibt zwar keine langfristige Sicherheit zur Jagdausübung wie eine Pacht, aber hat viele andere Vorteile.

3. Was das Verhältnis von Luchs und Rehwild betrifft, so halte ich mich an die Aussagen der Wissenschaft. Für mich gelten da ganz einfach die Gesetzmäßigkeiten der Nahrungspyramide. Ausser natürlich wie hier schon von anderen gesagt wurde. "Der Mensch/Jäger funkt dazwischen" ... und will sich seinen Anteil, den größeren natürlich, daran sichern.

4. In Deinem Ausgangsbeitrag gibt es noch eine ziemliche Widersprüchlichkeit.
Warum sollte beim Vorhandensein der Luchse der Fuchsbestand angestiegen sein, wo der Fuchs doch selbst auf der Beuteliste des Luchses steht. Oder meinst Du die Luchse dulden neben sich vermehrt auftretende Nahrungskonkurrenten? Meinst Du Luchs und Fuchs die teilen? "Ich die Rehe du die Hasen." Mal ehrlich ....

Schönes Wochenende und eifriges (sachliches) Diskutieren!


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BeitragVerfasst: Fr, 12 Okt, 2007 10:45 
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Amarok hat geschrieben:
4. In Deinem Ausgangsbeitrag gibt es noch eine ziemliche Widersprüchlichkeit.
Warum sollte beim Vorhandensein der Luchse der Fuchsbestand angestiegen sein, wo der Fuchs doch selbst auf der Beuteliste des Luchses steht. Oder meinst Du die Luchse dulden neben sich vermehrt auftretende Nahrungskonkurrenten? Meinst Du Luchs und Fuchs die teilen? "Ich die Rehe du die Hasen." Mal ehrlich ....


Nee, Amarok,
das ist kein Widerspruch :YYAU:

Die Luchse reißen ein Reh und fressen, bis sie satt sind. Sie fressen aber keine Aas und holen sich für die nächste Mahlzeit ein neues Stück (und das ist mir auch so vom Wildbiologen bestätigt worden)
Also ist der Fuchs hier der Nutznießer (neben Enok, Kolkraben, Greifen etc) und die Population steigt ob des größeren Angebotes.
Meine Freunde hatten immer 2-3 Gehecke mit durchnittlich 3 Welpen- jetzt sind es 5-6 mit teilweise 5 Welpen.
Ehrlicherweise muß man aber dazu auch sehen, dass sie die Fallenjagd etwas vernachlässigt haben.

Noch eine Anmerkung zur Jagd, Jagdpacht-
Ich finde es schon richtig, dass eine Jagd auch nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben wird. Wo sollte denn der Anreiz dafür herkommen, dass Wildschutzeinrichtungen, Äsungsflächen, Ruhezonen und sonstige Hegeeinrichtungen geschaffen werden, wenn nicht auch eine gewisse "Ernte" der vielen Arbeit und des finanziellen Aufwandes erzielt werden kann. Dann müßte auch die Jagd an sich dem Staat übertragen werden und das wäre die allerschlechteste Lösung, wie wir gerade bei uns in den Staatsforsten erleben können. :|

Emaster :hey:

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Es sind noch Tage bis zum 38. Bläsertreffen- Nässjö Jakthorn + Jagdhornbläsergruppe Hermannsburg-Müden in Hermannsburg


Zuletzt geändert von Emaster am Fr, 12 Okt, 2007 10:55, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr, 12 Okt, 2007 10:48 
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Amarok hat geschrieben:
Für mich gelten da ganz einfach die Gesetzmäßigkeiten der Nahrungspyramide.


Hmmm, leider kennen wir die genauen Gesetzmäßigkeiten in so einem System nicht so wirklich.
Es gibt natürlich eine Latte an theoretischen Modellen, die uns Erklärungsmöglichkieten bieten. Aber dazu müssten wir diese auch vor Ort testen bzw. einen genauen Überblick über alle beeinflussenden Faktoren haben.

Ich muss aber gestehen, dass ich von Rehen leider nur wenig Ahnung habe und deshalb auch viel übertragen muss.

Muss mich da wohl mal intensiver einarbeiten.

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BeitragVerfasst: Fr, 12 Okt, 2007 11:49 
Hej,

nun doch noch mal ein Beitrag von mir:

@ Emaster

Sicher werden von den Kadavern auch andere Tiere, wie Füchse, Rabenvögel und viele, viele andere davon provitieren, aber dass dadurch besonders die Füchse in ihrem Bestand anwachsen sollen(?). Nun ja, mhhm. Lassen wir die unterschiedlichen Meinungen dazu so stehen.

Das viele Jagdpächter ihren "Job" gut machen ist unbestritten, aber leider gibt es auch welche, vorsichtshalber verwende ich hier mal kein Adjektiv (viele, einige ...), die... , mhh ..., nun sagen wir mal einen Pachtvertrag haben und dieser über viele Jahre läuft, Ihnen eine schöne Sicherheit bietet, und genau das nicht sind bzw. machen was Du geschrieben hast.

@ Herr Jeh

Zu Deinem letzten Beitrag möchte ich ein Gleichnis ziehen:

Heute wurde bekannt gegeben, dass Al Gore den Friedensnobelpreis für seinen Einsatz für den Klimaschutz verliehen bekommen wird. In einem seiner Vorträge beschreibt er die Strategie der Bestreiter der globalen Erwärmung so: "In Veröffentlichungen, Reden, Positionspapieren die globale Erwärmung als Theorie darstellen." Niemals also als Tatsache, was sie ja ist. Das nährt Zweifel, macht unsicher.

Nahrungspyramiden in Ökosystemen sind eine Tatsache, die auf Gesetzmäßigkeiten beruht. Das ist so. Wir sollten also hier nicht Tatsachen in Frage stellen(!). Natürlich ist auch eine Tatsache, dass durch Störungen der Nahrungspyramide Ökosysteme aus der "Bahn geworfen" werden. Eine tasächliche Störung der Nahrungspyramide liegt hier in dem diskutierten "Luchsproblem" für mich aber nicht vor. Vielmehr stellt sich eine "natürliche" Nahrungspyramide erst durch das Vorhandensein der Luchse ein.

So, jetzt aber wirklich schönes Wochenende.


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BeitragVerfasst: Fr, 12 Okt, 2007 12:01 
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Amarok hat geschrieben:
Nahrungspyramiden in Ökosystemen sind eine Tatsache, die auf Gesetzmäßigkeiten beruht. Das ist so. Wir sollten also hier nicht Tatsachen in Frage stellen(!).


Das habe ich nicht in Abrede oder in Frage gestellt.

Allerdings kann man mit einer Nahrungspyramide nicht mal eben so locker flockig alle Interaktionen in einem Ökosystem erklären.
Es handelt sich um eine Vereinfachung (eben ein Modell - aber ein gutes). Dennoch stoßen wir in der Populationsökologie immer wieder an die Grenzen des Modells und dort muss man eben auch mal über den Rand hinausdenken.

Ist es denn "verkehrt" auch bereits gedachte "Tatsachen" immer mal wieder neu zu durchdenken?
Ich denke nicht.

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BeitragVerfasst: Fr, 12 Okt, 2007 18:04 
hej,

... evtl. eine recht hilfreiche Seite hierzu:

http://www.luchsprojekt.de/15_luchs_wil ... s_reh.html

tschau der Nordmichel


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