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 Betreff des Beitrags: GPS-gesteuerte Elchjagd
BeitragVerfasst: Mo, 30 Dez, 2013 13:14 
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Hallo, etwas befremdlich fand ich den Bericht eines schwedischen Bekannten zur Elchjagd. Danach geht es - zumindest in diesem Fall - wie folgt zu:

Es gibt einen "Jagdleiter", der mit Handy bzw. "Pieper" mit allen Jägern verbunden ist, über GPS auch deren Standorte kennt. Die Hunde tragen ebenfalls einen Sender. Alle sind mit dem Jagdleiter bzw. dessen Laptop verbunden. Wenn er sieht, dass die Hunde sich stark bzw. schnell bewegen, weiß er, dass ein Elch aufgescheucht ist. Er funkt den Jäger an, in dessen Richtung der Elch unterwegs ist. Der hat dann leichtes Spiel...

Abgesehen davon, dass ich Hobbyjägerei grundsätzlich ablehne, finde ich das hier geschilderte Verfahren einfach verwerflich.

Schönen Gruß

Vita

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 Betreff des Beitrags: Re: GPS-gesteuerte Elchjagd
BeitragVerfasst: Mo, 30 Dez, 2013 13:17 
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Vita hat geschrieben:
finde ich das hier geschilderte Verfahren einfach verwerflich.



...naja mich wundert da gar nichts mehr...demnächst werden wohl auch noch Marschflugkörper mit automatischer Zielerfassung eingesetzt...

Rein technisch finde ich die Sache spannend...hast du mal einen Link zu Systemdaten?

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Carpe noctem!

Hey there, would you like to ride on the best event since suicide?



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 Betreff des Beitrags: Re: GPS-gesteuerte Elchjagd
BeitragVerfasst: Mo, 30 Dez, 2013 13:19 
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Nein, ich habe keinerlei weitere Information.

Drohnen wären auch eine Option...

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 Betreff des Beitrags: Re: GPS-gesteuerte Elchjagd
BeitragVerfasst: Mi, 01 Jan, 2014 12:47 
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Vita hat geschrieben:
Hallo, etwas befremdlich fand ich den Bericht eines schwedischen Bekannten zur Elchjagd. Danach geht es - zumindest in diesem Fall - wie folgt zu:
Es gibt einen "Jagdleiter", der mit Handy bzw. "Pieper" mit allen Jägern verbunden ist, über GPS auch deren Standorte kennt. Die Hunde tragen ebenfalls einen Sender. Alle sind mit dem Jagdleiter bzw. dessen Laptop verbunden. Wenn er sieht, dass die Hunde sich stark bzw. schnell bewegen, weiß er, dass ein Elch aufgescheucht ist. Er funkt den Jäger an, in dessen Richtung der Elch unterwegs ist. Der hat dann leichtes Spiel...


Hej,
also ich bin immer wieder verwundert, wie doch so manche Dinge i.S. Jagd sich verselbstständigen :grübel2:
Es würde mich brennend interessieren, woher der Bekannte diese Weißheit hat. Ich kenne keinen meiner schwedischen Jagdfreunde, der Lust/Interesse hätte, mit einem Laptop durch den Wald zu marschieren.
Und selbst, wenn es so wäre- wer gibt uns das Recht über die Jagdpraktiken in anderen Ländern zu "klugscheißern". Hier geht es um eine "Ernte" von Wildressourcen, die gemäß einem Zuteilungsplan (Abschußrichtlinie) von den Jägern (und das sind deutlich mehr als in D auf die Gesamtbevölkerung bezogen) erlegt werden dürfen.

Grundsätzlich ist die Jagd in Schweden anders als in D. Während hier jagdliche Traditionen, Jagdethik, Jagdgesetze, etc. (leider teilweise auch der "Trophäenkult") im Vordergrund stehen, wird in S auf "Fleisch" gejagt.
Aufgrund der Reviergrößen, Geländestruktur etc. haben die schwedischen Jäger schon seit Jahren den Sprechfunk eingeführt. Sobald ein Treiber/Jäger einen Elch sieht, werden alle Jäger "vorgewarnt", soll heißen, der Jäger, in dessen Richtung der "freigegebene" Elch (nicht jeder darf auch geschossen werden) zieht, kann sich auf die Situation einstellen und nach dem "Ansprechen" dann auch einen sauberen Schuß abgeben.
Das "leichte Spiel", wie Du es nennst, ist nach langem Warten bei Regen, Sturm, Schnee das "Jagdfieber" zu beherrschen und nach sicherem "Ansprechen" eine "saubere" Kugel anzutragen.

Wenn Du mal die Gelegenheit bekommst und als Treiber so eine Elchjagd in S miterleben/beobachten kannst, wirst Du sicher anders darüber denken. :YYBG:

Vita hat geschrieben:
Abgesehen davon, dass ich Hobbyjägerei grundsätzlich ablehne, finde ich das hier geschilderte Verfahren einfach verwerflich.

Wer soll denn Deiner Meinung nach den Wildtierbestand in einem Land regulieren?
Die Hobbyjäger, wie Du sie nennst, wenden in Deutschland jedes Jahr mindestens 850 Mill. € durchschnittlich zur Durchführung des Jagdbetriebes und des Wild- und Biotopschutzes auf.
In dieser Summe sind die Kosten u.a. für Jagdpacht, Jagdsteuer, Wildschadenerstattung, Jagdhaftpflichtversicherung und Jagdausrüstung ebenso enthalten, wie Jagdscheingebühren, Aufwendungen für Pflanzgut und Hegeeinrichtungen.
Der geleistete Zeitaufwand ist in dieser Kalkulation noch nicht einmal berücksichtigt; er würde dann ein noch drastischeres Gesamtbild des volkswirtschaftlichen Faktors „Jagdbetrieb“ aufzeigen.
Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang, daß das Portemonnaie des Steuerzahlers geschont wird und zudem aus heimischen Revieren bei nachhaltiger Nutzung jährlich Wild (Cholesterinfrei und in natürlicher "Lebenshaltung") im Gesamtwert von ca. 261 Mio. € gewonnen wird.
Mindestens so beachtenswert ist der Umstand, daß die Jagd über den beruflich mit der Jagd befassten Personenkreis hinaus in verschiedenen Industrie-, Handels- und Handwerkssparten eine Vielzahl von Arbeitsplätzen sichert.

Außerdem- wer würde denn bei Nacht und Nebel nach einem Wildunfall, das tote Wildtier bergen oder im Falle einer Verletzung nachsuchen mit einem (hobbymäßig- aber nach gesetzlichen Vorschriften augebildeten und für Nachsuchen zugelassenen) Hund und das verletzte Tier von den Qualen erlösen?

Leider beweist auch Deine Äußerung die immer größer werdende Entfernung von der Realität der Gewinnung von Nahrungsmitteln, hier Wildfleisch. (Fleisch kommt aus der TK-Truhe oder aus dem Supermarkt).

Du findest das "Verfahren", wie die schwedischen Jäger Elche jagen "verwerflich". Nimm mal an einer Drückjagd in einem Areal von mehreren tausend ha teil und "(ver-)urteile" dann. Vom heimischen Sofa aus läßt sich jedes Problem anprangern :logisch:

Deine Äußerung betr. Einsatz von "Drohnen" in der Jagd halte ich ebenso verwerflich und läßt Sachlichkeit vermissen.

@ Herr Jeh

...naja mich wundert da gar nichts mehr...demnächst werden wohl auch noch Marschflugkörper mit automatischer Zielerfassung eingesetzt...
Rein technisch finde ich die Sache spannend...hast du mal einen Link zu Systemdaten?


Ich gehe mal davon aus, dass dieser Beitrag ironisch gemeint ist, andernfalls würde das meine hohe Meinung von Dir erheblich schädigen :roll:

Emaster (Hobbyjäger, Naturschützer, Elchjäger, Hundeführer) :hey:

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Der Stolz des Jägers ist sein Hund- bringt der verloren, was da wund, und jagt er, was da krank, zu Stand, so ist das Waidwerk Hand in Hand.


Es sind noch Tage bis zum 38. Bläsertreffen- Nässjö Jakthorn + Jagdhornbläsergruppe Hermannsburg-Müden in Hermannsburg


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 Betreff des Beitrags: Re: GPS-gesteuerte Elchjagd
BeitragVerfasst: Mi, 01 Jan, 2014 14:15 
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Emaster hat geschrieben:
Wer soll denn Deiner Meinung nach den Wildtierbestand in einem Land regulieren?

Kann sich das nicht von selbst regulieren? Raubtiere wie Luxe, Wölfe und Füchse müssten sich doch proportional zu dem Angebot an Pflanzenfressern vermehren?

Emaster hat geschrieben:
wer würde [...] das verletzte Tier von den Qualen erlösen

Nen Wolf, Fuchs, Bär, etc?
(Ich hab für solche Fälle immer nen Hammer im Auto, das ist schon echt nen Krasses Erlebnis, wenn man nen halbzerfetztes, schreiendes Reh an seinem Auto kleben hat.)

Ich meine meine Fragen nicht als Provokation. Selbst, wenn ich persönlich das ganze Timmeltammel und Tuten und Blasen um Trophäen, Tierteile und Reviere ulkig finde, habt ihr einen grossen Respekt verdient, dafür, dass ihr euch eure Nahrungsmittel selber beschaffen könnt, das muss man nämlich erstmal bringen soon Tier zu erlegen. :hey:
Ausserdem machen ulkige Sachen das Leben lebenswert :-)

Danke auch für die Schilderung Unterschied Jagt Deutschland-Schweden! Hatte auch den Eindruck, dass die Jagt hier eher pragmatisch orientiert ist. Was dann Hightech auch wieder rechtfertigt, es geht dann ja darum das Essen zu fangen, nicht Faschingsumzug zu spielen:-)

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"Det löser sig" sa kärringen som sket i badkaret.


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 Betreff des Beitrags: Re: GPS-gesteuerte Elchjagd
BeitragVerfasst: Mi, 01 Jan, 2014 14:33 
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Emaster hat geschrieben:
Es würde mich brennend interessieren, woher der Bekannte diese Weißheit hat. Ich kenne keinen meiner schwedischen Jagdfreunde, der Lust/Interesse hätte, mit einem Laptop durch den Wald zu marschieren.

Nehme an du meinst Weisheit im Sinne von Wissen, nicht Weißheit im Sinne der Farbe weiß?
Aber abgesehen davon: Läuft den der Jagdleiter durch den Wald?
Das erschiene mir bei der obigen Konstruktion weder nötig noch sinnvoll. Der ist doch in diesem Fall eher eine Art "Gefechtsstand", von wo aus das Feuer koordiniert wird.

Emaster hat geschrieben:
Grundsätzlich ist die Jagd in Schweden anders als in D. Während hier jagdliche Traditionen, Jagdethik, Jagdgesetze, etc. (leider teilweise auch der "Trophäenkult") im Vordergrund stehen, wird in S auf "Fleisch" gejagt.

Wie es in D ist, weiß ich nicht, aber ja, meine Nachbarn jagen natürlich auch wegen des Fleisches.
Aber daneben gibt es einen weiteren Aspekt: so wie in D auf dem Dorf jeder Mann gefälligst in der freiwilligen Feuerwehr zu sein hat, so ist hier auf dem Land jeder Mann ein Jäger. Falls nicht, hat er entweder eine gute Entschuldigung oder er steht im Verdacht, kein ebensolcher zu sein.
das einzige, was einen dann noch retten kann, ist, dass man zum Ausgleich ein geschickter Heimwerker ist, und das auch sichtbar macht...
Emaster hat geschrieben:
Aufgrund der Reviergrößen, Geländestruktur etc. haben die schwedischen Jäger schon seit Jahren den Sprechfunk eingeführt. Sobald ein Treiber/Jäger einen Elch sieht, werden alle Jäger "vorgewarnt", soll heißen, der Jäger, in dessen Richtung der "freigegebene" Elch (nicht jeder darf auch geschossen werden) zieht, kann sich auf die Situation einstellen und nach dem "Ansprechen" dann auch einen sauberen Schuß abgeben.

Das liegt doch vermutlich eher an der Jagdtechnik, oder?
Ich habe keine Ahnung, aber ich bin mal in D von einem Vater meines Freundes eingeladen worden, mit zur Jagd zu kommen. Daraus wurde nichts, aber was er machte war: er setzte sich auf einen Hochsitz und wartete auf die Tiere. Dabei wäre es ihm, wenn ich ihn richtig verstanden habe, auf keinen Fall eingefallen, mit jemandem zu reden, sondern er war sehr deutlich, dass Stille bevorzugt wurde (was ja auch Sinn macht).
Bei einer Treibjagd ist das ja anders, und das ist es, was wir hier oft sehen: die Jäger sind mobil und gehen in Gruppen mit Hunden und treiben das Wild auf bestimmte Jäger zu. Denen dient natürlich sowohl ein Funkgerät als auch der beschriebene Gefechtsstand.


Emaster hat geschrieben:
Wer soll denn Deiner Meinung nach den Wildtierbestand in einem Land regulieren?

Ja, das ist wohl eine wichtige Aufgabe.
Die hier in Schweden gerne auch der Wolf, der Bär und der Luchs übernehmen würden... ein nicht unwesentlicher Hintergrund für den derzeit blühenden Konflikt um die Wolfsjagd.
Was allerdings die Regulierung des Wildbestandes betrifft, so machen die Jäger hier, was die Wildschweine betrifft, einen schlechten Job.
Und das ist ja auch kein Wunder: meine Nachbarn halten damit nicht hinter dem Berg: es werden die falschen Tiere geschossen.
Wollte man regulieren, müsste man vor allem Sauen schießen. Die Ferkel sind aber viel zarter...

Emaster hat geschrieben:
Wild (Cholesterinfrei

Das halte ich für ein Gerücht.
Alle Tiere bilden Cholesterin als notwendigen Schritt sowohl für die Bildung der Zellmembranen als auch als Vorstufe von einer Reihe Hormone; die wesentlichen Stoffwechselschritte dieser Prozesse sind gemeinsam für alle Säugetiere, egal ob zahm oder wild.
Da hat dir jemand Unsinn untergejubelt.
Pflanzen haben hier einen anderen Weg, die bilden andere, sog Phytosterine, von denen Sitosterin vermutlich das bekannteste ist.
Aber es wird wohl niemand behaupten wollen, dass Elche und Rehe Pflanzen sind, oder?

Emaster hat geschrieben:
Außerdem- wer würde denn bei Nacht und Nebel nach einem Wildunfall, das tote Wildtier bergen oder im Falle einer Verletzung nachsuchen mit einem (hobbymäßig- aber nach gesetzlichen Vorschriften augebildeten und für Nachsuchen zugelassenen) Hund und das verletzte Tier von den Qualen erlösen?

Jepps, das gehört dazu.
Letztens wurde hier vor unserem Haus ein Reh angefahren und landete auf unserem Grundstück.
Der Jäger, der hinzugerufen wurde und das Tier erlegte, erklärte meiner Frau, da das Tier auf unserem Grundstück läge, gehöre es rechtlich uns... das hat meine Frau etwas überfordert... der Jäger bekam das Tier.
;-)

Aber kannst du das mit dem "Ansprechen" mal erklären; schon klar, dass das eine Vokabel der Jägersprache ist ;-) aber was bedeutet es den nun in normalem Deutsch?

//M
PS: @ Findus: das mit dem Faschingszug: you made my day!

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Real Programmers consider "what you see is what you get" to be just as
bad a concept in Text Editors as it is in women. No, the Real Programmer
wants a "you asked for it, you got it" text editor -- complicated,
cryptic, powerful, unforgiving, dangerous.


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 Betreff des Beitrags: Re: GPS-gesteuerte Elchjagd
BeitragVerfasst: Mi, 01 Jan, 2014 14:45 
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Hej hej!

Also ich habe ganz gerne ab und zu ein Stück Wild auf dem Teller.
Deshalb bin ich ganz froh, dass es Menschen gibt, die sich um "den ganz Kram" kümmern.

In wie fern bei der Jagd technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen, ist mir eigentlich egal. Die vorgesehene Anzahl an Tieren werden so oder so abgeschossen.
So gesehen ist das Gewehr ja auch ein technisches Hilfsmittel. Früher wurden die Tiere mit Speeren, Pfeil und Bogen oder Fallen erlegt.

Waidmanns Heil
:hey: Värmi

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► 111 Gründe, Schweden zu lieben: Eine Liebeserklärung an das schönste Land der Welt


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 Betreff des Beitrags: Re: GPS-gesteuerte Elchjagd
BeitragVerfasst: Mi, 01 Jan, 2014 15:08 
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vibackup hat geschrieben:
da das Tier auf unserem Grundstück läge, gehöre es rechtlich uns

Daher mein Tipp um an Wild zu kommen: Grundstücke an ner Landstrasse kaufen. Kein Waffenschein notwendig, einfach nur abwarten:-)
So sind wir schon zu 2 Elchbabys gekommen.
Haben die Hälfte vom Jäger als Fleisch bekommen dann.
Nach 2 Jahren in der Tiefkühltruhe haben die Hunde dann das meiste verputzt.
Kalas.

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BeitragVerfasst: Mi, 01 Jan, 2014 15:40 
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findus hat geschrieben:
Daher mein Tipp um an Wild zu kommen: Grundstücke an ner Landstrasse kaufen. Kein Waffenschein notwendig, einfach nur abwarten:-)
:lol:
Obwohl: unseren Schotterweg als Landstraße zu bezeichnen... Landstraße Modell dreißiger Jahre vielleicht... ;-)
Rehe, Elche und gelegentlich auch Grävlingar laufen hier allerdings genug herum, glücklicherweise mehr als Autos.

//M

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 Betreff des Beitrags: Re: GPS-gesteuerte Elchjagd
BeitragVerfasst: Mi, 01 Jan, 2014 16:52 
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vibackup hat geschrieben:
Nehme an du meinst Weisheit im Sinne von Wissen, nicht Weißheit im Sinne der Farbe weiß?

Gut aufgepasst- wer einen Fehler findet, darf ihn grundsätzlich behalten! :YYAY: (wollte es noch ändern, bin aber darüber hinweg gekommen :YYAK:
vibackup hat geschrieben:
Aber abgesehen davon: Läuft den der Jagdleiter durch den Wald?
Das erschiene mir bei der obigen Konstruktion weder nötig noch sinnvoll. Der ist doch in diesem Fall eher eine Art "Gefechtsstand", von wo aus das Feuer koordiniert wird.


Was soll das bringen? Der Jagdleiter ist bei der Jagd dabei- deshalb "Jagdleiter"! (ich habe es noch nie erlebt, dass der Jagdleiter einen "Gefechtsstand" bezieht :logisch: ) Er hat vor Allem die Verantwortung für den ordentlichen, gefährdungsfreien Ablauf einer Jagd! Wie soll das am Laptop (ohne Drohne :YYAO: ) gehen?

vibackup hat geschrieben:
Wie es in D ist, weiß ich nicht, aber ja, meine Nachbarn jagen natürlich auch wegen des Fleisches.
Aber daneben gibt es einen weiteren Aspekt: so wie in D auf dem Dorf jeder Mann gefälligst in der freiwilligen Feuerwehr zu sein hat, so ist hier auf dem Land jeder Mann ein Jäger. Falls nicht, hat er entweder eine gute Entschuldigung oder er steht im Verdacht, kein ebensolcher zu sein.
das einzige, was einen dann noch retten kann, ist, dass man zum Ausgleich ein geschickter Heimwerker ist, und das auch sichtbar macht...

Ok, und was ist daran so schlecht?
Emaster hat geschrieben:
Aufgrund der Reviergrößen, Geländestruktur etc. haben die schwedischen Jäger schon seit Jahren den Sprechfunk eingeführt. Sobald ein Treiber/Jäger einen Elch sieht, werden alle Jäger "vorgewarnt", soll heißen, der Jäger, in dessen Richtung der "freigegebene" Elch (nicht jeder darf auch geschossen werden) zieht, kann sich auf die Situation einstellen und nach dem "Ansprechen" dann auch einen sauberen Schuß abgeben.

vibackup hat geschrieben:
Das liegt doch vermutlich eher an der Jagdtechnik, oder?

Ich habe keine Ahnung, aber ich bin mal in D von einem Vater meines Freundes eingeladen worden, mit zur Jagd zu kommen. Daraus wurde nichts, aber was er machte war: er setzte sich auf einen Hochsitz und wartete auf die Tiere. Dabei wäre es ihm, wenn ich ihn richtig verstanden habe, auf keinen Fall eingefallen, mit jemandem zu reden, sondern er war sehr deutlich, dass Stille bevorzugt wurde (was ja auch Sinn macht).
Bei einer Treibjagd ist das ja anders, und das ist es, was wir hier oft sehen: die Jäger sind mobil und gehen in Gruppen mit Hunden und treiben das Wild auf bestimmte Jäger zu. Denen dient natürlich sowohl ein Funkgerät als auch der beschriebene Gefechtsstand.

Unterschied ist 1. Ansitzjagd 2. Drück- oder Klappjagd
Auch in S gibt es ja Ansitzjagden, wobei diese eher auf Reh- und Schwarzwild angewendet werden und nur auf einen Hochsitz/Ansitz beschränkt sind
Bei Drück- oder Klappjagden werden Schützen um ein zu bejagendes Areal abgestellt und Treiber mit und ohne Hunde treiben das Wild auf die Schützen zu, die an sog. Wechseln (auf denen das Wild häufig läuft) abgestellt werden. Da die Abstände in S relativ groß sind, hat das Wild natürlich auch geute Chancen sich zu "drücken". Ein Schütze darf nie seinen Stand während eines Treibens verlassen!!!

Emaster hat geschrieben:
Wer soll denn Deiner Meinung nach den Wildtierbestand in einem Land regulieren?

vibackup hat geschrieben:
Ja, das ist wohl eine wichtige Aufgabe.
Die hier in Schweden gerne auch der Wolf, der Bär und der Luchs übernehmen würden... ein nicht unwesentlicher Hintergrund für den derzeit blühenden Konflikt um die Wolfsjagd.

Diese Diskussion möchte ich hier jetzt nicht lostreten- nur einen Link einstellen...

http://www.welt.de/vermischtes/weltgesc ... -Hund.html

vibackup hat geschrieben:
Was allerdings die Regulierung des Wildbestandes betrifft, so machen die Jäger hier, was die Wildschweine betrifft, einen schlechten Job.
Und das ist ja auch kein Wunder: meine Nachbarn halten damit nicht hinter dem Berg: es werden die falschen Tiere geschossen.
Wollte man regulieren, müsste man vor allem Sauen schießen. Die Ferkel sind aber viel zarter...

Falsch!
Am Liebsten schießen wir sog. Überläufer (http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberl ... %28Jagd%29) :smile:
Da hat man wenigstens was in der Truhe :YYAY:
Nach den "Richtlinien für die Jagd" sind jedoch verstärkt Frischlinge zu bejagen.
Natürlich wäre der Abschuß von Bachen sehr viel wirksamer, jedoch würde der Abschuß z.B. der Leitbache die gesamte Rotte auseinanderbringen, mit dem Resultat, dass Überläuferbachen zur "Unzeit frischen". In einer natürlich strukturierten Rotte bestimmt die Leitbache die Rausche (normalerweise Dez/Jan). Dann werden auch die Überläuferbachen nachfolgend rauschig und die Frischlinge werden im gleichen Zeitraum(Frühjahr) gefrischt (geboren). Damit steuert die Natur die "Wehrhaftigkeit" einer Rotte, ordnet eine intakte Familienstruktur und vermeidet gleichzeitig Inzucht.
Wir haben hier in der Lüneburger Heide einen sehr hohen Bestand an Sauen. Da diese vorwiegend nachtaktiv sind, wurde in unserer Region das Nachtjagdverbot aufgehoben. Durch die zunehmenden Maisanbauflächen (Biogas) wird die Jagd auf Sauen noch schwerer, da sich die Sauen in einen Maisschlag einrichten und kaum noch ziehen.
Zudem sind Sauen ausgesprochen "pfiffig" und schlau. Sie reagieren äußerst sensibel auf menschliche Gerüche und/oder Geräusche. Ich jage seit 30 Jahren und bin immer wieder erstaunt, wie schlau diese Tiere sind. Fällt im Revier ein Schuß, sind die Sauen tagelang nicht an der Kirrung (Als Kirrung bezeichnet der Jäger nach deutschem Recht einen Platz zum Ausbringen von Getreide oder Mais oder anderen nichtfleischlichen Stoffen (aber auch von Eiern und Käse), die von Wild als Nahrung gesucht werden. Es ist eine „Lockfütterung“.) Dann kommen sie, nachdem man die halbe Nacht gewartet hat, in einer geschlossenen Gruppe, in die ein Jäger nicht wahllos hineinschießt, sondern auf ein einzelnes, freistehendes Tier wartet und plötzlich ist die Bühne leer, weil z.B. der Gewehrgurt am Hochsitz angeschlagen ist oder das Fernglas vom Schoß fällt :-(
In S haben Sauen zudem hervorragende Deckungsmöglichkeiten zwischen der Felsen, in Mooren oder unzugänglichen Gegenden.
Frag einen Jäger mal, ob er Dich zur Sauenjagd mal mitnimmt (aber nur, wenn Du ausreichend "Sitzfleisch" hast :lol: )

Emaster hat geschrieben:
Wild (Cholesterinfrei

vibackup hat geschrieben:
Das halte ich für ein Gerücht.
Alle Tiere bilden Cholesterin als notwendigen Schritt sowohl für die Bildung der Zellmembranen als auch als Vorstufe von einer Reihe Hormone; die wesentlichen Stoffwechselschritte dieser Prozesse sind gemeinsam für alle Säugetiere, egal ob zahm oder wild.
Da hat dir jemand Unsinn untergejubelt.
Pflanzen haben hier einen anderen Weg, die bilden andere, sog Phytosterine, von denen Sitosterin vermutlich das bekannteste ist.
Aber es wird wohl niemand behaupten wollen, dass Elche und Rehe Pflanzen sind, oder?


Richtig :YYBP: Es muß heißen: cholesterinarm :YYBP:

Emaster hat geschrieben:
Außerdem- wer würde denn bei Nacht und Nebel nach einem Wildunfall, das tote Wildtier bergen oder im Falle einer Verletzung nachsuchen mit einem (hobbymäßig- aber nach gesetzlichen Vorschriften augebildeten und für Nachsuchen zugelassenen) Hund und das verletzte Tier von den Qualen erlösen?

vibackup hat geschrieben:
Jepps, das gehört dazu.
Letztens wurde hier vor unserem Haus ein Reh angefahren und landete auf unserem Grundstück.
Der Jäger, der hinzugerufen wurde und das Tier erlegte, erklärte meiner Frau, da das Tier auf unserem Grundstück läge, gehöre es rechtlich uns... das hat meine Frau etwas überfordert... der Jäger bekam das Tier.
;-)

Daran hatte der gute Mann sicher keine Freude- verunfalltes Wild ist in der Regel kaum zu verwerten aufgrund der inneren Blutungen, Hämatome, Brüche etc.
vibackup hat geschrieben:
Aber kannst du das mit dem "Ansprechen" mal erklären; schon klar, dass das eine Vokabel der Jägersprache ist ;-) aber was bedeutet es den nun in normalem Deutsch?

Das Ansprechen bezeichnet in der Jägersprache die präzise Beobachtung, Beurteilung und Identifizierung von Wild vor der Schussabgabe durch den Jäger. Alter, Geschlecht und eventuelle Krankheiten oder Verletzungen des Tieres müssen erkannt werden, da diese Faktoren die entscheidende Begründung für oder gegen einen Abschuss liefern.
Beispiele:
Aufgrund von Alter oder Geschlecht kann der Abschuss erforderlich oder nicht erlaubt sein (Hege).

Erkannte Krankheiten oder Verletzungen können aus Gründen des Tierschutzes auch innerhalb der Schonzeit einen Abschuss rechtfertigen.

Hoffe, ich konnte zum besseren Verständnis beitragen :dflagge: :sflagge:

Emaster :hey:

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