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 Betreff des Beitrags: Elchwarnung!
BeitragVerfasst: Di, 09 Mai, 2006 15:16 
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Fuer alle die jetzt im Mai oder Juni nach Schweden kommen !
Jedes Jahr wieder passieren um diese Jahreszeit viele Unfälle mit Elchkälbern. Diese " Vorjahreskälber" werden nun von ihren Muettern vertrieben , damit diese sich voll der Aufzucht des diesjährigen Kalbes widmen kann. Dieses abstossen kann manchmal recht brutal durch treten geschehen. Die Kälber irren dann oft tagelang orientierungslos umher und stellen eine grosse Gefahr im Strassenverkehr dar.
Värmland gilt hierbei neben Västerbotten und Norrbotten als Hochrisiko - provinz.
Unter 2005 starben in Schweden 9 Menschen durch Elche und ca 500 wurden verletzt. 2004 war die Anzahl getöteter 14 und ca 600 Verletzte.

Mit einem Jahr Alter wiegen die Elchkälber ca 200 Kg und ist bereits so gross ( hoch ) dass es bei einem Unfall in der Windschutzscheibe oder auch auf dem Dach landen kann.

Noch was fuer die Statistiker unter euch:
fährt man mit 90 KM/ H durch schwedisches Waldgebiet , passiert man im Durchschnitt alle 23 Sekunden ein ( Klauen ) -Wild , welches sich weniger als 300 Meter von der Strasse befindet.

Man ist in Schweden verpflichtet, einen Wildunfall unter 112 zu melden und den Ungluecksplatz, bezw die Stelle wo das verletzte Tier in den Wald gerannt ist zu markieren.

Hier einige Fakten im Zusammenhang mit einem Elchunfall :

Ueberblicke die Situation , rette unter Umständen Leben.
Warne andere Verkehrsteilnehmer mit Warnblinkanlage und Warndreieck.
Bei Personenschaden- Gebe erste Hilfe.

Meldepflicht:
Ruf 112 SOS Alarm , diese kontaktieren die Polizei.Sei bereit Stelle und Strasse anzugeben.
Markiere die Stelle fuer die Nachsuche nach verletzten Tieren. Diese Markierungsstreifen gibts bei jeder Bilprovning ( schwedischer Tuev) und sollte bei keinem Skandinavienreisendem fehlen.
( gibts uebrigens auch hier bei mir kostenlos )

Im uebrigen sei zu beachten: Verfolge niemals selbst ein verletztes Tier !
Ein schwerverletztes Tier kann ( darf ) man selbst töten, dies gilt jedoch nicht bei Hunden.

Suche einen Arzt auf , wenn du selbst betroffen bist und Schmerzen in Hals , Nacken oder Ruecken hast !

Martin

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 Betreff des Beitrags: Elchgefahr auch ohne Auto?
BeitragVerfasst: Fr, 12 Mai, 2006 16:29 
Hej Martin,

dein Beitrag war echt informativ, danke dafür!
Wie sieht es eigentlich mit der Gefährlichkeit des Elches aus, wenn man sie persönlich trifft? Ich weiß, dass sie sehr scheu sein sollen und eher einen Rückzieher machen, statt anzugreifen.
Was aber, wenn sie ein Kalb dabeihaben und den Menschen zu spät bemerken, sodass sie für einen Rückzieher keine Zeit mehr haben?
Mit meinem Freund habe ich einen prima Elchbeobachtungshügel entdeckt. Eines Abends, als wir mal wieder auf Elche warteten, passierte es, dass zwei Elche sich uns bis auf 10 m!! näherten, ohne dass sie uns bemerkten. Rehe grasten auch noch unweit - wir saßen mucksmäuschenstill und hielten staunend die Luft an. Nach zwei Stunden etwa tauchten am 100m entfernten Waldrand noch zwei Elche auf, wovon der eine schon etwas größer war. Sie blieben jedoch in dieser Entfernung und grasten. Einer "unserer" Elche beschloß zu ihnen zu stoßen, der andere Elch war inzwischen irgendwo hinter uns. Es war schon ziemlich schummrig, wir konnten nur noch Umrisse rekennen, so dass wir beschlossen zu gehen. Vorsichtshalber machten wir uns durch Pfeifen und Wedeln etwas bemerkbar, damit die Elche eine Chance auf Rückzug hatten (muß ein ziemlicher Schreck für einen Elch sein, wenn er sich irgendwo sicher fühlt und plötzlich unvermutet genau dort sich eine Gefahrenquelle auftut). Doch statt eines Rückzuges fingen die Elche an angriffslustig zu schnauben (wie ein Pferdeschnauben). Uns wurde ziemlich mulmig und langsam gingen wir rückwärts an den Bäumen lang, immer in der Gewissheit, dass sie gleich auf uns losstürmen. Aber Elche sehen ja bekanntlich schlecht - das Schnauben hielt an, sie verfolgten uns jedoch nicht, trotzdem rannten wir die letzten 50m wie die Hasen übers freie Feld zum Auto.

Wir vermuten, dass dieser eine Elch, der irgendwo hinter uns beim Hügel war, der Grund für das Schnauben der anderen Elche gewesen ist. Wahrscheinlich gehörte er zu dieser Gruppe.

Ich würde gern nochmal rausfahren und ihnen zugucken, bin mir aber jetzt gar nicht mehr so sicher, wie groß das Risiko ist, einen Elch wütend zu machen :alg13: ,sei es nur dadurch, dass er ausversehen auf einen drauf tritt, nur weil man dort "zufällig" unbeweglich und kaum atmend rumsitzt.

Was meinst du, ihr?

:alg12: sanih


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BeitragVerfasst: Fr, 12 Mai, 2006 16:57 
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Also eine gewisse Distanz wuerde ich immer empfehlen ! Auf mich ist mal ein halbstarker Jungbulle losgegangen ! Er hats wohl fuer aufdringlich empfunden, als ich ihn von hinten fotografieren wollte.

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Und mit Elchkuehen mit Kälbern ist auch nicht zu spassen! Die haben einen sehr ausgeprägten Beschuetzerinstinkt !

Martin

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Zuletzt geändert von Martin am Fr, 12 Mai, 2006 17:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr, 12 Mai, 2006 17:05 
Ojdå,

na, dann heißt es nächstes Mal besser aufpasssen. weil irgendwie kribbelts schon in den Füßen, wieder hizufahren zum Elchseeing. Men, tack för svaret :perfekt:
sanih


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 Betreff des Beitrags: warte mal
BeitragVerfasst: Fr, 12 Mai, 2006 17:08 
jetzt landet gerade erst dieses supergeniale Rückfoto eines Elches auf meinen Bildschirm. Is ja lustig, wie lange lustig war es denn, als er auf dich los ist, was hast du da gemacht, und ist das dein Garten?
sanih


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr, 12 Mai, 2006 17:09 
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Martin, Du sollst ja auch keine "Aktfotos" von Elchen ohne deren Einwilligung machen. Kein Wunder, dass der "junge Mann" wütend wurde... :lool*
Liebe Grüße
Bernibärchen

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BeitragVerfasst: Fr, 12 Mai, 2006 17:41 
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Hallo Martin,

danke für die Reisetips. Das gilt übrigens auch in D. mit einigen Einschränkungen.

Markiere die Stelle fuer die Nachsuche nach verletzten Tieren. Diese Markierungsstreifen gibts bei jeder Bilprovning ( schwedischer Tuev) und sollte bei keinem Skandinavienreisendem fehlen.
( gibts uebrigens auch hier bei mir kostenlos )


Hier reicht es auch, wenn man diese Stelle mit einem starken Ast markiert (senkrecht in den Boden stecken) zusätzlich einen sog. Leitbruch (Jägersprache) legen, mit der gewachsenen Spitze in Fluchtrichtung zeigend, zur besseren Auffindung kann auch das Ende weiß geschabt (entrindet) werden.

Im uebrigen sei zu beachten: Verfolge niemals selbst ein verletztes Tier !
Sehr richtig!!!! :yyopa:

Ein schwerverletztes Tier kann ( darf ) man selbst töten, dies gilt jedoch nicht bei Hunden.
Davon würde ich dringend abraten, wenn die Person keine Erfahrung mit dem sog. "Abnicken" hat oder eine Schußwaffe dabei hat. Ein Schlag mit einer Schale (Huf) kann schwerste Verletzungen hervorrufen (ein befreundeter Jäger wurde von einem verletzten Reh mit der Schale an der Hand verletzt- Sehnenabriss mit der Folge Steifheit des Daumens und Zeigefingers).
Auch der Versuch einen Elch erschlagen zu wollen ist definitiv abzulehnen. Ich weiß, wie furchtbar es sein kann, ein Tier leiden zu sehen- trotzdem hier geht die eigene Sicherheit vor!!!!

Ich wollte nicht schulmeistern- aber ich konnte das nicht so umkommentiert stehen lassen. Sorry Martin :YYAY:

Nichtsfürungut
Allen Reisefories "Gute Fahrt" :koffer: :rc1:

Emaster :hey:


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 Betreff des Beitrags: Re: Elchgefahr auch ohne Auto?
BeitragVerfasst: Fr, 12 Mai, 2006 17:57 
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vännina hat geschrieben:

Ich würde gern nochmal rausfahren und ihnen zugucken, bin mir aber jetzt gar nicht mehr so sicher, wie groß das Risiko ist, einen Elch wütend zu machen :alg13: ,sei es nur dadurch, dass er ausversehen auf einen drauf tritt, nur weil man dort "zufällig" unbeweglich und kaum atmend rumsitzt.

Was meinst du, ihr?

:alg12: sanih


Hej,
also, wenn Du Elche (Schalenwild) beobachten willst-
1. immer gegen den Wind "angehen". Wildtiere haben einen ausgeprägten Geruchs- und Hörsinn.
2. entfernst Du Dich wieder, solltest Du Dich hörbar oder riechbar machen. Das Wild kann Dich dann einschätzen und wird, da es meistens Fluchttiere sind, weglaufen.
3. Bei Überrachungsbegegnungen sollte man sich "groß" machen, d.h. aufrecht gehen und mit den Armen winken
4. Bei einer Kuh mit Kalb oder einem brünftigen Stier kann es zu Angriffen kommen, wenn diese aufgeschreckt werden. Hinter einen Baum stellen (sofern vorhanden). In der Brunftzeit möglichst nicht in den Wald gehen oder nur aus gesicherter Position beobachten.

In diesem Sinne
Waidmannsheil

Emaster :alg7:


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BeitragVerfasst: Fr, 12 Mai, 2006 18:01 
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Ich hatte nur eins zu eins aus der Zeitung uebersetzt , :YYAO: du alter Schulmeister , du

Nein , mal im Ernst ! Ich könnte und wollte das auch nicht ! Es ist aber in Schweden so , dass du dies im Ernstfall könntest , ohne dafuer wegen Verletzung der Jagdgesetze belangt werden zu können !

Martin :yyopa:

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BeitragVerfasst: Fr, 12 Mai, 2006 18:20 
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Martin hat geschrieben:
Ich hatte nur eins zu eins aus der Zeitung uebersetzt , :YYAO: du alter Schulmeister , du

Nein , mal im Ernst ! Ich könnte und wollte das auch nicht ! Es ist aber in Schweden so , dass du dies im Ernstfall könntest , ohne dafuer wegen Verletzung der Jagdgesetze belangt werden zu können !

Martin :yyopa:


Das ist in Deuschland im Prinzip auch so - Not geht vor Gebot -

nur leider muß man hier in D immer mit irgendwelchen Korithenk....... rechnen, die gleich das Tierschutzgesetz hervorzaubern und sich furchtbar wichtig tun. Deshalb traut sich Keiner einzugreifen- da wird lieber das verletzte Tier seinen Leiden überlassen, bis ein "Fachmann" kommt.
Ganz nebenbei- mich hat sogar mal die Polizei angerufen und zu einem verletzten Reh geholt um ihm den "Gnadenschuß" zu geben.
Auf meine Frage hin, warum er denn nicht mit seiner Dienstwaffe geschossen hätte, erklärte er mir, dass er dann einen 16-seitigen Bericht verfassen müßte, um die verschossene Patrone zu erklären. :achso2:
Das unterscheidet unsere Einstellung zu der der Schweden.

Es grüßt

Der "alte" Schulmeister
Emaster :hey:


Zuletzt geändert von Emaster am Fr, 12 Mai, 2006 18:21, insgesamt 1-mal geändert.

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