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Am Mittwoch den 23.08. ging es um 04:30 Uhr in Bergisch Gladbach (Nähe Köln) mit 8 Pers. in 3 PKW´s los über die A1 nach Norden. (ich (der Troll), Thorsten, Helmut, Heinrich, Willi, Andre, Monika und Manfred)
Alles lief prima und wir machten unsere erste Pause nach ca. 2,5 Std. in Vechta auf dem Autohof.
Um 11:00 Uhr waren wir in Kiel am Kai, die Color Fantasy lag in der Sonne vor uns und bis jetzt war alles ein Traum. Kein Stau, kein Problem an einem der 3 PKW´s und alle Mitreisenden waren guten Mutes.
Die Einschiffung klappte auch prima und unsere Autos standen auch alle zusammen.
Kabinen wurden schnell gefunden und direkt bezogen. Man traf sich bei dem schönen Wetter dann oben auf dem Sonnendeck um die Ausfahrt aus der Förde zubeobachten. Dabei wurden einige Bierchen von der oben eröffneten kleinen Bar (oder Kiosk) genommen. Stolzer Preis (0,5ltr - 5,30€). Später wurde aus Dosen vom Shop unten getrunken, ist erheblich billiger.
18:00 Uhr dann Buffet und um 21:00 Uhr die Show. Echt klasse was die da geboten haben.
Die Nacht war ruhig und um 8:00 Uhr fanden wir uns alle zum Frühstücksbuffet wieder zusammen. Alle waren ausgeschlafen und zufrieden. Das Wetter in Oslo war bedeckt mit etwas Sonne, also perfekt für die Weiterfahrt gen Norden.
Kurze Zwischenerklärung, "Wir fuhren schon Mittwoch ab Kiel, da Helmut, unser Senior im Team, endlich mal mit der Fantasy eine Tour machen wollte. Da aber unsere reguläre Fahrt beide Male mit dem Harald gewesen wäre mussten wir so einen Tag früher fahren und eine Übernachtung unterwegs machen.
Das taten wir in Kvikne in 2 schönen Timberhus auf einem guten Campingplatz. (Helmut beglich die Rechnung als Danke schön)."
Da wir Zeit hatten konnten wir die 380km bis dort schön locker als Sightseeing-Tour machen. Das Wetter blieb trocken und wir sahen einige nette schöne Plätze unterwegs. Auch tolle Fischgewässer. Pilze standen ab Elverum plötzlich überall rum und so sammelten wir in 30 min. einen riesen Berg madenfreier schöner Rotkappen und Steinpilze. Die machte uns Heinrich abends auf dem Campingplatz in der Hütte vorzüglich zum Abendmahl. 23:00 Uhr ging es in die Betten. Nächsten Morgen ging es ausgeruht weiter nach Brekak. Dort wurde gut gefrühstückt und dann weiter zum Ziel, Haus Fjellheim auf Fjellvaeröya.
Dort kamen wir nach langsamer Fahrt um 13:30 Uhr an. Vorher noch ein Stop bei Hitra-Tourist hinter dem Tunnel. Geschaut, nach dem Wetter gefragt und weiter.
Das Haus war wieder toll, genau wie vor 3 Jahren. Innen waren neu dazu gekommen 2 sehr bequeme Fernsehsessel aus leder, die abends gerne benutzt wurden. Man schlief sehr schnell in ihnen ein. Unsere 3 Boote (17" 40PS ) lagen unten am Steg und waren vollgetankt (inkl. Reservekanister), Im Haus lagen die versprochenen GPS-Handgeräte inkl. deutscher Beschreibung. Alles bestens.
So nun genug von der Anreise usw. gequatscht, ihr wollt doch sicher etwas über die Angelei lesen.
Nun gut, die erste Woche hatten wir geiles Sonnenwetter mit wenig Wind.
Wir fingen um Skatran rum sehr gut Köhler (bis 101cm, 8,5kg), Rotbarsch (bis 53cm, 2,6kg) und einige Schellfische. Dorsch leider garnicht.
Auch in Anbetracht der neuen 15kg Regel fuhren wir hier nicht täglich und nie für lange hin, es ging immer so verflucht flott zu, das die Köhler in die Makk-Vorfächer stiegen, das im Nu die Kisten voll waren. Wir wollten ja unseren Spaß haben und nicht die letzte Woche nur Zugucken oder Pilze sammeln.
Also fischten wir auch mal ganz andere neue Ecken mit verschiedenen Methoden ab. Grundfischen brachte einige kleine Lengs und Lumbs, das war vor 3 Jahren aber erheblich mehr und größere. Wir fuhren nach Svissflua rüber und fischten dort, aber auch nur mit (zum Glück) mäßigen Erfolgen. Auch nach Storfosna fuhren wir auf die Dorschwiese und den Heilbuttgründen. Die Dorschwiese hat uns sehr gut gefallen, beim ersten besuch mit 2 Booten kamen wir in einen Makrelenschwarm und fingen zu 5 Mann in keinen 30 min. 250 Makrelen. Es war ein wahrer Rausch. dann war der Spuk wie weggeblasen.
Unter der Brücke zeigte das Echolot wieder Fisch an, also Ruten runter und was kam aus 23m, Dorsche. Wir fischten mit unseren Spinnruten (30-60g) mit 65-100gr Pilker und Makrelenvorfach (weiße Federn). Ein höllen Spaß, Dorsch bis 65cm, teilweise 3 auf einen Streich. hatte ich noch nie erlebt. Plötzlich kamen einige sehr gute Heringe dazu und dann war es auch dort vorbei. Aber Dorsche haben wir dort später immer wieder gefangen, sie sind wirklich dort, nur leider nicht die Klopper, wenigstens nicht als wir da waren. Aber egal, hat auch so Spaß gemacht.
An verschiedenen Orten versuchten wir es mit allen Sachen, fingen auch einige Knurrhähne und Seehechte, einen sogar 70cm, 3kg. Ihn fing Monika, die das erste Mal auf See war und die Angel in der Hand hatte. Tolles Erlebnis für sie.
Dann hatten wir 2,5 Tage Regen und zuviel Wind. Selbst im Knarrlagsund war ausser kleinen Dorschen, Köhlern und einigen verstreuten Makrelen nichts los. Also fuhren wir einen Tag mal nee Runde über Hitra. Immer noch besser als in der Bude sitzen. In Fillan eingekauft und dann ab nach Kvenvaer zu Enrico, mal hören wie es ihm geht und was er über das Wetter sagt. Leider sagte er über das Wetter nicht viel Gutes, ein guter Tag, der aber dann auch sehr gut, sollte wohl noch kommen. Und so war es auch.
Und das war der absolute KNALLERTAG, ganz ehrlich.
Es zeigte sich am Vorabend schon ab, der Wind lies nach, man sah wieder die Sterne und es war merklich kühler geworden.
Der Morgen empfang uns mit Bilderbuchwetter, angenehme Temperatur, sonnig mit leichten Wolken und kaum bis gar kein Wind.
Wir also überlegt was tun, einige wollten unbedingt noch einen Versuch auf Lumb und Leng machen, Enrico hatte mir 2 vielversprechende Stellen auf der Karte gezeigt.
Also 1 Boot Naturköderfischen und 2 Boote zum Köhler-Klatschen.
Wir mit den 2 Booten fuhren vom Haus Fjellheim geradeaus an der Lachsfarm vorbei, Knarrlagsund links liegengelassen aus den Schären. Dort sind dann 3 Berge unter Wasser (144m, 162m und 146m) hintereinander. Die Drift ging in Richtung Skatran, alles Perfekt. Und so war es auch. Dort stand ein riesiger Schwarm Fisch, in sah auf dem Echolot nur Fisch, immer in der Höhe um 120m, mal auch tiefer mal auch höher, aber immer konstant um die 120m.
Und es ging auch direkt los. Richtige Schwerstarbeit wurde das. Nach kurzer zeit riefen wir die Naturfischer an wie es liefe, Antwort nichts, nur Haie. Kommt rüber, hier brennt die See.
Um es abzukürzen, wir fingen Köhler wie wir wollten. Andre hatte an seinem Makksystem mit 10 roten Makks Größe5, 8 Köhler gleichzeitig (2,0 - 5,0kg/Stk), Heinrich und Manfred sogar 10stk gleichzeitig. Rotbarsche kamen wenn man unter 160m ging, teilweise auch 3 und mehr an den gleichen Systemen. Es war nur geil, wir fingen Köhler von 73m bis 202m. Der größte war 97cm und hatte 7,9kg. Rotbarsche alle zwischen 45cm und 50cm, gute 2,0kg/Stk.
Wir fingen an, die kleineren Köhler und die oben eingestiegen sind, alle wieder zurückzusetzen. Es machte keinen Sinn, wir hätten viel zu viel Fisch gefangen und vorallem nicht mitnehmen können.
Um 14:00 Uhr hörten wir auf und fuhren zurück. Ich hatte mit einer 5-30gr. Spinnrute und nur einem 125gr Solkrokken die letzte Std. gespielt. mensch, da ging aber die Post ab, manches mal dachte ich das es um die Rute geschehen wäre. Aber die gute Shimano mit Rolle hielt und bereitete mir einen tollen Abschied.
Fazit: Ein super geiler Urlaub in einer märchenhaften Umgebung mit Unmengen von Fisch.
Beigeschmack: An der Tanke im Knarrlagsund wurden wir mit dem "gestrecktem Arm Gruß" begrüßt und in bestem Englisch gesagt, "Go home and come never back to Norway, we don´t need you here"
(Wir haben keinen provoziert, noch war unser Gegenüber betrunken. Nee, er kam sogar extra angerant um uns das zu sagen.
Kein schönes Erlebnis, vorallem das erste Mal in nun 10 Jahren regelmäßigem Angelurlaub in Norway.
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Es grüßt der Troll
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** DER MENSCH BRAUCHT DIE NATUR - ABER DIE NATUR NICHT DEN MENSCHEN**
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