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 Betreff des Beitrags: 50 Jahre Volvo Amazon
BeitragVerfasst: Mo, 11 Dez, 2006 22:39 
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SPIEGEL ONLINE - 11. Dezember 2006, 11:52
URL: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,15 ... 86,00.html

50 JAHRE VOLVO AMAZON
Der unverwüstliche Schwede
So unzerstörbar wie seine Karosserie aus Schwedenstahl ist auch sein Image: Der Volvo Amazon erschien vor 50 Jahren auf dem Markt, und doch ist sein Anblick noch heute keine Seltenheit. Das international beliebte Modell legte den Grundstein für den Erfolg der Schweden.

Göteborg - Ein gutes Image kann nicht schaden - das gilt auch für Automarken. Doch während manche sich über Jahrzehnten einen ordentlichen Ruf erarbeitet haben, scheitern andere in dieser Hinsicht regelmäßig. Im hohen Norden gibt es eine Marke, die seit vielen Jahren von dem Ruf zehren kann, ihre Autos seien aus ziemlich stabilem "Schwedenstahl" und außerdem noch recht sicher gebaut. Ihren Ursprung hat diese Meinung über Volvo in einem Modell, das vor 50 Jahren erschien und unter der Bezeichnung Amazon berühmt wurde.


Volvo Amazon: Schwede mit sportlicher Note
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Als der neue Volvo im August 1956 erstmals gezeigt wurde, konnte niemand ahnen, dass hier der Startschuss für eine Weltkarriere als Autohersteller fallen sollte. Denn in Sachen Großserienherstellung war die Marke noch ziemlich neu dabei. Angefangen hatte die Volvo-Geschichte allerdings schon eine ganze Weile früher: Es waren Assar Gabrielsson und Gustaf Larson, die als Mitarbeiter der Svenska Kullagerfabriken auf die Idee kamen, man könne doch auch mal Autos bauen. Das wurde im April 1927 in die Tat umgesetzt, als mit einem Modell namens ÖV4 das erste Fahrzeug fertig war.

Nur bedeutete dieser Erstling nicht, dass die Autos mit dem aus dem Lateinischen stammenden Namen Volvo (zu Deutsch: Ich rolle) umgehend die Welt eroberten. Vielmehr wurden die Modelle zunächst in eher homöopathischen Dosen abgesetzt. So richtig in Schwung kam die Sache erst in der zweiten Hälfte der vierziger Jahre, als man den PV 444 zu den Händlern brachte. Dessen Typbezeichnung sagt heute nur noch Eingeweihten etwas, denn bekannt wurde er eher als Buckelvolvo. Mehr als 400.000 Exemplare sollten davon gebaut werden. Doch auch das war im Grunde nur der Anfang.

Glatte Seitenflächen: Karosserie im Ponton-Stil

Wohl ermutigt vom Erfolg des buckeligen Vorgängers schmiedete man für den neuen Volvo größere Pläne. Nach eher dörflich anmutenden Premieren in Schweden wurde das Amazon getaufte Auto laut der in Mainz erscheinenden Zeitschrift "Oldtimer Markt" schon im Oktober 1956 international präsentiert - auf einer Autoshow in London.

Wo auch immer der Wagen auftauchte, bekam vor allem seine Form reichlich Anerkennung. Das Team um den Designer Jan Wilsgard hatte es geschafft, bekannte Stilelemente internationaler Erfolgsmodelle zu etwas ganz Eigenem zu verbinden, das schlicht als gelungen bezeichnet werden konnte. Trug der Buckelvolvo noch abgesetzte Kotflügel, die ein wenig an Vorkriegsmodelle erinnerten, so bekam der Amazon eine zeitgemäße Karosserie im sogenannten Ponton-Stil.

Alles an dem Auto wirkte straff und stabil. Auch eine gewisse sportliche Note war nicht zu verkennen. Am Heck zitierten Anklänge von Heckflossen auf zurückhaltende Weise die amerikanische Automode jener Zeit. Vorne ließ der Chromglanz des geteilten Kühlergrills die Front mit den schlichten Rundscheinwerfern markant wirken.

Die Technik dagegen bot nichts wirklich Aufregendes. So manches, was sich im Vorgänger bereits bewährt hatte, durfte im Amazon weiter dienen. Immerhin sorgten mit der Zeit verschiedene Motorvarianten dafür, dass im Amazon auch mal sportliche Gefühle aufkamen. Die intern 120 genannte Serie mit ihren Unterbezeichnungen wie 121 oder 122 gab es nicht nur mit dem anfangs vorgestellten 60-PS-Vierzylinder. Je nach Baujahr und Ausführung konnten 80 PS oder sogar mehr als 100 PS geordert werden.

Auch die Zahl der Karosserievarianten nahm im Laufe der Baujahre zu: Dem Viertürer folgte ein Zweitürer, der am Ende die erfolgreichste Ausführung darstellen sollte. Im Jahr 1962 kam dann auch noch ein fünftüriger Kombi hinzu. Schnell mauserte sich der Amazon zu einem internationalen Erfolgsmodell. Rund 60 Prozent der gebauten Autos wurden außerhalb Schwedens verkauft - ein bemerkenswerter Anteil davon in den USA.

Pionierarbeit in Sachen Sicherheit

Das alles erklärt aber noch nicht, woher das Image rund um Schwedenstahl und Sicherheit kommt. Tatsächlich leistete Volvo speziell in Sachen Sicherheit immer wieder Pionierarbeit: Als der durchschnittliche Autofahrer bei Gurten im Auto noch bestenfalls an das Festzurren von Gepäck dachte, führte Volvo bereits 1955 im Buckelvolvo Befestigungen für Dreipunktgurte ein.

Im Amazon gab es ab Ende der fünfziger Jahre die Gurte serienmäßig. Sogar Kopfstützen wurden bereits eingebaut, als andere Hersteller es noch als innovativ erachteten, die durchgehende vordere Sitzbank durch Einzelsitze zu ersetzen. Und der Schwedenstahl bekam seinen guten Ruf nicht etwa dadurch, dass man an einem Amazon zentimeterdicke Bleche einsetzte. Vielmehr kannten die Schweden schon früh den Begriff Rostvorsorge und kümmerten sich auch darum.

Das schnell wachsende gute Image und die tatsächlichen Vorzüge machten den Amazon zu einem Erfolgsmodell, das eine lange Karriere haben sollte. Immer wieder durch zahlreiche Modellpflegemaßnahmen aktualisiert, schaffte der Volvo den Sprung in die sechziger Jahre und sollte erst abtreten, als die meisten Modelle seines Startjahres schon den einen oder anderen Nachfolger bekommen hatten.

Erst 1967 sollte der letzte Amazon-Viertürer von den Bändern laufen. Der Kombi wurde noch ein Jahr länger gebaut. Am längsten aber blieb der beliebte Zweitürer auf dem Markt - Mitte 1970 sollte auch für ihn der Vorhang fallen. Was blieb, war ein Image, das so unzerstörbar war wie die Autos selbst - denn auch heute sind von den 667.323 gebauten Amazonen noch so viele unterwegs, dass sie nicht als Raritäten bestaunt, sondern als alte Bekannte angesehen werden.

Von Heiko Haupt, gms


Quelle: Spiegel online

Gruß Kalle

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BeitragVerfasst: Mo, 11 Dez, 2006 22:42 
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Hej hej!

Ohja.... das war ein super Auto. Das war mein 1. Auto in Schweden (vor 25 Jahren). Echt klasse! :-)

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Tjingeling!
Annika


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